Systematische Grenzverletzung wird Thema im Wirtschaftsausschuss
- 22.07.2009 -
Mainz. Die von verschiedenen Seiten kritisierte Anzeigenkampagne der Nürburgring GmbH wird
Thema im Wirtschaftsausschuss des Landtages. Das hat der stellvertretende Vorsitzende
der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht, angekündigt.
Mit den Slogans „Meld Dich Montag einfach krank“ und „Beat the Germans a second time“ wirbt die Nürburgring GmbH in Deutschland und England für einen Besuch des neuen „Freizeit- und Erlebnisparks“. Offensichtlich würden hier mit öffentlichen Geldern durch die mehrheitlich landeseigene Nürburgring GmbH fortgesetzt systematische Grenzverletzungen betrieben, so
Licht.
„Die Geschmacklosigkeiten reißen nicht ab. Jetzt ist bekannt geworden, dass die Nürburgring GmbH nicht nur zum „Blaumachen“ aufruft. Inhalt der Kampagne in England ist der absolut missverständliche
Slogan „Schlagt die Deutschen zum zweiten Mal“. Wer die englische Medienlandschaft kennt, weiß, dass mit diesem Slogan in der Boulevardpresse immer wieder eine Assoziation zu den furchtbaren Ereignissen des Zweiten Weltkriegs hergestellt wird. Es ist instinktlos, dass die Nürburgringring GmbH aus profanen Werbegründen genau diese Assoziationen mit einer aus öffentlichen Geldern finanzierten Werbekampagne bedient.
Es stellt sich in diesem Kontext zudem die Frage, welches Kundensegment die Nürburgring GmbH mit einer Anzeigenkampagne ansprechen will, die derartige Texte verbreitet. Für ein ganzheitliches familienfreundliches Urlaus- und Unterhaltungskonzept steht diese Werbelinie mit Sicherheit nicht. Die Zielgruppe scheint eine andere zu sein.“
Die CDU-Landtagsfraktion erwarte, so Licht, dass die Landesregierung im Ausschuss umfassend
zu dieser Werbelinie Auskunft gebe. Unter anderem müssten Kosten, Dauer, Verbreitung und
Zielgruppe erläutert werden. Insbesondere müsse die Landesregierung dazu Stellung nehmen,
wie sie diese Kampagne bewerte und inwieweit sie in die Planung einbezogen war.
Bookmark:
Weitere Artikel aus "Politik"
|