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MdB Geisen fordert Abzug der Nuklearwaffen aus Büchel/ Deutschland
- 26.08.2009 -
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Edmund Geisen |
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Daun. Die EAZ fragte Edmund Geisen, den FDP-Bundestagsabgeordneten und Wahlkreiskandidaten aus Daun, nach seiner Haltung zum Thema Abrüstung und den Ankündigungen des US-Präsidenten Barack Obama hierzu. Das Resumée des liberalen Abgeordneten: Die Amerikaner sollten ein Zeichen setzen und mit dem Abzug der in Deutschland noch lagernden Atomwaffen beginnen.
EAZ : Was halten Sie von den Vorschlägen des US-Präsidenten Barack Obamas zur Abrüstung?
Geisen: Ich habe mich sehr über seine Vorschläge gefreut – vor allem natürlich über sein Bekenntnis zur Schaffung einer nuklearwaffenfreien Welt. Endlich wird dem Thema wieder Aufmerksamkeit geschenkt. Die FDP hat schon länger neue Abrüstungsinitiativen gefordert. Denn es ist doch so: Für immer mehr Staaten gewinnt die nukleare Bewaffnung wieder an Attraktivität. Bestehende Abrüstungs- und Rüstungskontrollverträge wurden gekündigt, einseitig ausgesetzt oder unterlaufen.
EAZ: Was muss jetzt aus Ihrer Sicht konkret passieren?
Geisen: Obama hat ja gleichzeitig angekündigt, bis Ende des Jahres ernsthafte Gespräche mit Russland über eine drastische Reduzierung des Nuklearwaffenpotentials beider Staaten zu führen. Um hier ein Zeichen zu setzen, sollte Obama den Abzug der in Deutschland noch lagernden taktischen US-Nuklearwaffen anordnen – damit zuallererst den Abzug der Waffen in Büchel.
EAZ: Werden Sie sich dafür einsetzen, falls die FDP nach dem 27. September mitregiert?
Geisen: Ich und die FDP sind hier schon länger aktiv und wir werden uns auch weiterhin für einen Abzug der Nuklearwaffen aus Büchel einsetzen – in Regierungsverantwortung natürlich mit mehr Durchsetzungskraft. Ich bin in dieser Angelegenheit schon mehrfach beim Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung vorstellig geworden. Und unser Parteivorsitzender Guido Westerwelle hat ebenfalls klare Forderungen gestellt. Bislang wurde immer auf die Entscheidungsautonomie der Amerikaner verwiesen – darin liegt jetzt unsere größte Chance!
EAZ: Herr Geisen, wir bedanken uns für das Gespräch.
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