Nürburgring: Erneut Beinahekatastrophe bei Achterbahntest
Rennmechaniker nur knapp einer Katastrophe entgangen
- 14.05.2011 -
Nürburgring. Heute am Samstag, 14. Mai 2011 kam es bei Testläufen der Achterbahn am Nürburgring erneut zu einem gefährlichen Zwischenfall. Parallel zum Zeittraining für den 3. Lauf zur VLN Langestreckmeisterschaft wurden Tests mit dem sogenannten Ring-Racer durchgeführt. Kurz nach Ende des Zeittrainings gab es ähnlich wie im Herbst 2009 einen sehr lauten Knall, vermutlich verursacht durch eine Detonation. Ein etwa 10 Zentimeter langes Eisenteil verfehlte nur um wenige Zentimeter den Kopf eines Mechanikers von Bonk-Motorsport in der Boxengasse.
Die Eifel-Zeitung sprach mit dem Bonk-Mechaniker in Box 5: „Es gab plötzlich einen riesen Knall und im gleichen Moment kommt mir etwas ganz knapp am Kopf vorbeigeflogen“. Es soll sich um eine etwa 10 Zentimeter lange 14er Schraube gehandelt haben. „Wir haben das Geschoss bei der Rennleitung im Start- und Zielhaus abgegeben“ – so der Bonk-Mechaniker. Wieder einmal offensichtlich dem Zufall zu verdanken, dass es „nur“ zu einer Beinahekatastrophe gekommen ist.
Es ist unverantwortlich, Achterbahntests bei Rennbetrieb durchzuführen. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls war die Boxengasse voll mit Menschen. Per Luftlinie ist der Achterbahnstart etwa 80-100 Meter von der Boxengasse entfernt. Muss es erst Tote geben? Es ist erschreckend, wie leichtsinnig die verantwortlichen Achterbahntester vorgehen. Ob der TÜV solch einem unsicheren Fahrgeschäft den Segen erteilt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls hat diese „Unglücksachterbahn“ den rheinland-pfälzischen Steuerzahler mehr als 12 Millionen Euro gekostet.
Die Eifel-Zeitung empfiehlt: Umtauschen und Geld zurück, bevor noch mehr passiert !
Es ist gerade mal ein Tag vergangen, als eine Sprecherin der Nürburgring Automotiv GmbH per dpa-Pressemeldung verlauten ließ: „Die Testfahrten mit der Achterbahn laufen problemlos“. Es hieß „im Juni wolle man mit dem Betrieb starten“. „Die TÜV-Abnahme soll voraussichtlich noch im Mai sein“.
Als schnellste Achterbahn der Welt (217 km/h) sollte der Ring-Racer 2009 zur Eröffnung der Nürburgringneubauten in Betrieb gehen. Im Herbst 2009 gab es das erste Unglück mit einer riesen Detonation. Die Druckwelle zerstörte Im Umkreis jede Menge Fensterscheiben und es gab mehrer Verletzte. Jetzt etwa 18 Monate später ein ähnlicher Zwischenfall. Und Ende Mai soll die TÜV-Abnahme sein?
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