Eifelacker mit Superkartoffel
- 05.10.2011 -
„Eifel-Rapsolio“
Die Eifelacker & Wald GmbH mit Sitz in Daun/Vulkaneifel hat im Frühjahr 2010 den Weilerhof in Berlingen bei Gerolstein gekauft. Der angestellte diplomierte Landwirt Tobias Schwoll führt den Hof seit Mai 2010. Im Herbst 2010 wurde zunächst auf nur 1,4 Hektar Fläche Winterraps angebaut. Dieser wurde vor einigen Wochen gemäht. Dies wurde durchgeführt von der Familie Weber, Dennerthof in Lissendorf. Jetzt befinden sich die Rapskörner im Hunsrück bei einer Ölpresserei. In wenigen Tagen verfügt dann die Eifelacker & Wald GmbH über etwa 3‘200 Flaschen bestes Eifeler Natur-Raps-Speiseöl mit je einem halben Liter Inhalt. Das Produkt trägt den Namen „Eifel-Rapsolio“.
„Vulkan-Flocken“
Vor einigen Wochen wurde ebenfalls Hafer geerntet. Daraus werden etwa 70‘000 Päckchen Haferflocken in einer speziellen Mühle hergestellt. Die Haferflocken tragen den Namen „Vulkan-Flocken“.
Tolle Kartoffeln aus der Eifel - Eifelacker & Wald rechnet mit 150 Tonnen Ertrag
Auf drei Hektar wurden im Frühjahr 2011 drei verschiedene Sorten Kartoffeln angebaut: Agria, Priol und Laura. Die seinerzeitige Ernteerwartung lag bei insgesamt 90 bis 100 Tonnen. Die Ernte startete vor etwa zwei Wochen und dauert noch an. Voraussichtlich wird der Ertrag zwischen 150 und 160 Tonnen liegen - und dies bei nur 3 Hektar Anbaufläche. Interessant ist, dass bei den beiden Sorten Laura (rotschalig) und Agria einige Superknollen geerntet werden konnten. Diese haben ein Gewicht von jeweils zwischen 1 und sage und schreibe 1,5 Kilogramm. Es gibt Weilerhof-Nachbarbauern und auch andere in der Eifel, die bestätigen, dass sie hier noch nie solch große Kartoffeln gesehen haben und außerdem einen so hervorragenden Ernteertrag feststellen konnten.
Topinambur und Pastinaken
Auf kleinen Versuchsflächen hat die Eifelacker & Wald GmbH auch Topinambur und Pastinaken ausgesät. Beide Produkte können im Boden überwintern und werden dann im Frühjahr 2012 geerntet. Die Eifelacker & Wald GmbH möchte alle ihre eigenen Agrarprodukte zu Endprodukten verarbeiten oder verarbeiten lassen, damit die Wertschöpfungskette möglichst umfangreich ist. Aus den Kartoffeln sollen Kartoffelchips mit dem Namen „Eifel-Chips“ hergestellt werden sowie Eifel-Wodka (selbstverständlich wird die Eifelacker & Wald GmbH nicht selbst destillieren, sondern einen dazu lizenzierten Betrieb beauftragen).
Vier-Felder-Wirtschaft
Der Weilerhof der Eifelacker & Wald GmbH betreibt eine sogenannte Vier-Felder-Wirtschaft, damit auf den Böden ein Produkt nur alle vier Jahre ausgesät bzw. gepflanzt wird. Für das nächste Jahr wurde bereits Winterraps ausgesät. In Kürze folgt Winterweizen. Die Aussaat von Hafer ist für das Frühjahr 2012 eingeplant sowie ebenfalls für Frühjahr 2012 weiterer Weizen und naturgemäß wiederum mehrere Sorten Kartoffeln.
Miscanthus
Neben dem Anbau von Nahrungsmittelprodukten hat die Eifelacker & Wald GmbH zwischenzeitlich auch etwa 40 Hektar mit Miscanthus bepflanzt. Das ist eine über 20 Jahre lang nachwachsende Pflanze. Sie benötigt etwa zwei bis drei Jahre nach Erstanpflanzung, um dann jährlich geerntet werden zu können. Die Pflanze wird in hiesigen Gefilden je nach Boden und Standort zwischen 2 und 4 Meter hoch. Die Familie Weber vom Dennerthof in Lissendorf hat bereits vor einigen Jahren ein Testfeld mit Miscanthus-Rhizomen bepflanzt. Im Frühjahr 2010 sah das Ganze noch undicht und klein aus, aber jetzt im Herbst 2011 ist das Weber-Miscanthus-Feld schön dicht und hat eine Höhe von 3 bis 4 Meter.
Holz-Hackschnitzel
Miscanthus kann ähnlich eingesetzt werden wie Holz-Hackschnitzel. In der Eifel werden je nach Bodenbeschaffenheit und topographischer Höhe pro Hektar und Jahr zwischen 12 und 16 Tonnen Ertrag erwartet. Eine Tonne, also 1000 Liter, kann etwa 400 Liter Öl ersetzen. Die Eifelacker und Wald GmbH lässt auch bei anderen landwirtschaftlichen Betrieben Miscanthus anbauen. Ziel der Eifelacker & Wald GmbH ist es, in ein bis drei Jahren bei mehreren Firmen in der Vulkaneifel das Öl komplett durch nachwachsende Rohstoffe wie Miscanthus und Holzhackschnitzel zu ersetzen.
Lieserpark
Die Eifelacker & Wald GmbH errichtet in Kürze für die Heizungs-Versorgung der Häuser und Wohnungen des entstehenden Lieserparks sowie einiger Nachbarhäuser und -einrichtungen eine zentrale Heizanlage, die mit Holzhackschnitzeln und Miscanthus „gefüttert“ wird.
Kooperation mit landwirtschaftlichen Betrieben sehr erwünscht
Die Eifelacker & Wald GmbH verfügt auch über Waldflächen. Die Eifelacker & Wald GmbH möchte mit möglichst vielen landwirtschaftlichen Betrieben in der gesamten Eifel kooperieren. So möchte man bereits im Herbst 2012 wesentlich größere Mengen an „Eifel-Rapsolio“ (Raps-Speiseöl) abfüllen können.
Es sollen spätestens ab dem 4. Quartal 2012 etwa ein Dutzend Eifel-Naturprodukte in den Markt gebracht werden.
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