Eifeltorial & Moseltorial 47/2011
- 23.11.2011 -
Auf dem Land lernt es sich gut!
Dies jedenfalls geht aus der Studie der Bertelsmann-Stiftung namens „Deutscher Lernatlas 2011“ hervor. Die Studie hat die Bundesrepublik Deutschland in sechs Kategorien aufgeteilt, nämlich zum einen 13 kreisfreie große Städte, dann weiterhin 56 kreisfreie kleine und mittlere Großstädte, 43 kreisfreie Klein- und Mittelstädte sowie 144 Kreise im verdichteten Umland, 81 Kreise im ländlichen Umland und 75 Kreise im ländlichen Raum. Am schlechtesten ist es mit dem Lernen in Wismar bestellt. Die Studie teilt das Lernen in vier Bereiche auf, nämlich Schulisches Lernen, Berufliches Lernen, Soziales Lernen und Persönliches Lernen. Dann gibt es auch jeweils eine Gesamtbewertung.
Der Landkreis Main-Spessart schneidet mit 69,33 Punkten am besten ab. Gefolgt vom Landkreis Würzburg mit 68,85 Punkten und dem Landkreis München mit 68,56 Punkten. Die Stadt München bekam 60,2 Punkte. In unserer Eifel-Mosel-Region steht der Vulkaneifelkreis mit 56,34 Punkten auf Platz 1. Trier bildet auf Platz 18 abgeschlagen das Schlusslicht mit 47,31 Punkten.
Im Nachfolgenden präsentieren wir Ihnen einige Auszüge aus den Tabellen. Wenn Sie noch mehr über den Deutschen Lernatlas wissen wollen, dann empfehlen wir Ihnen den Besuch der Internetadresse www.deutscher-lernatlas.de.
Landkreis Vulkaneifel ist die Nummer 1!
A)
|
Platz
|
Ort
|
Punkte
|
|
|
1
|
Landkreis Vulkaneifel
|
56,34
|
|
|
2
|
Landkreis Bernkastel-Wittlich
|
54,92
|
|
|
3
|
Eifelkreis Bitburg-Prüm
|
54,35
|
|
|
4
|
Landkreis Cochem-Zell
|
54,32
|
|
|
5
|
Landkreis Ahrweiler
|
51,58
|
|
|
6
|
Landkreis Mayen-Koblenz
|
51,09
|
|
|
7
|
Koblenz
|
47,99
|
|
|
8
|
Trier
|
47,31
|
|
|
|
|
|
|
B) Kreisfreie größere Großstädte (1 – 13)
|
Platz
|
Ort
|
Punkte
|
|
|
1
|
München
|
60,2
|
|
|
2
|
Dresden
|
54,93
|
|
|
7
|
Köln
|
43,31
|
|
|
8
|
Düsseldorf
|
39,10
|
|
|
9
|
Hamburg
|
37,57
|
|
|
10
|
Berlin
|
34,79
|
|
|
13
|
Bremen
|
30,81
|
|
C) Kreisfreie kleine und mittlere Großstädte (1 – 56)
|
Platz
|
Ort
|
Punkte
|
|
|
1
|
Erlangen
|
61,3
|
|
|
11
|
Mainz
|
51,80
|
|
|
14
|
Jena
|
50,58
|
|
|
16
|
Koblenz
|
47,99
|
|
|
18
|
Trier
|
47,31
|
|
|
20
|
Bonn
|
46,09
|
|
|
39
|
Ludwigshafen
|
38,28
|
|
|
56
|
Bremerhaven
|
24,44
|
|
D) Kreisfreie Klein- und Mittelstädte (1 – 43)
|
Platz
|
Ort
|
Punkte
|
|
|
1
|
Bamberg
|
61,61
|
|
|
8
|
Rosenheim
|
55,56
|
|
|
16
|
Bayreuth
|
49,24
|
|
|
19
|
Worms
|
47,09
|
|
|
22
|
Landau/Pfalz
|
46,16
|
|
|
23
|
Kaiserslautern
|
46,01
|
|
|
24
|
Weimar
|
43,70
|
|
|
26
|
Speyer
|
41,30
|
|
|
28
|
Frankenthal/Pfalz
|
40,64
|
|
|
33
|
Zweibrücken
|
36,30
|
|
|
34
|
Pirmasens
|
35,97
|
|
|
43
|
Wismar
|
19,03
|
|
E) Kreise im verdichteten Umland (1 – 144)
|
Platz
|
Ort
|
Punkte
|
|
|
1
|
Landkreis Würzburg
|
68,85
|
|
|
2
|
Landkreis München
|
68,56
|
|
|
5
|
Landkreis Starnberg
|
64,64
|
|
|
37
|
Rhein-Neckar-Kreis
|
55,98
|
|
|
47
|
Hochtaunuskreis
|
52,88
|
|
|
54
|
Main-Taunus Kreis
|
51,66
|
|
|
55
|
Landkreis Ahrweiler
|
51,58
|
|
|
61
|
Landkreis Mayen-Koblenz
|
51,09
|
|
|
85
|
Vogtlandkreis
|
47,58
|
|
|
104
|
Landkreis Euskirchen
|
45,26
|
|
|
105
|
Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
|
45,26
|
|
|
119
|
Landkreis Neuwied
|
42,0
|
|
|
128
|
Landkreis Mettmann
|
40,36
|
|
|
143
|
Salzlandkreis
|
34,33
|
|
|
144
|
Landkreis Lippe
|
34,33
|
|
F) Kreise im ländlichen Umland (1 – 81)
|
Platz
|
Ort
|
Punkte
|
|
|
1
|
Landkreis Main-Spessart
|
69,33
|
|
|
19
|
Vulkaneifelkreis
|
56,34
|
|
|
22
|
Landkreis Bernkastel-Wittlich
|
54,92
|
|
|
23
|
Landkreis Trier-Saarburg
|
54,86
|
|
|
25
|
Eifelkreis Bitburg-Prüm
|
54,35
|
|
|
26
|
Landkreis Cochem-Zell
|
54,32
|
|
|
40
|
Donnersbergkreis
|
46,76
|
|
|
81
|
Landkreis Barnim
|
28,90
|
|
G) Kreise im ländlichen Raum (1 – 75)
|
Platz
|
Ort
|
Punkte
|
|
|
1
|
Landkreis Miesbach
|
67,05
|
|
|
24
|
Landkreis Bad Kissingen
|
55,51
|
|
|
39
|
Wartburgkreis
|
50,39
|
|
|
75 *
|
Landkreis Uckermark
|
25,38
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
(* Interessant: Der Landkreis Uckermark landet im Bereich der Kreise im ländlichen Raum auf dem letzten Platz, nämlich Nr. 75, mit nur 25,38 Punkten. Aber dass aus solch einer Region auch herausragende Persönlichkeiten kommen können, zeigt unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ja bekanntlich ihre Jugend in der Uckermark verbracht hat.)
Dass der Vulkaneifelkreis so hervorragend abgeschnitten hat, ist ein Beweis dafür, dass die beiden Gymnasien in Daun und das Gymnasium in Gerolstein sehr gute Arbeit leisten.
Was die durchschnittlichen Ratings der Bundesländer angeht, sieht man, dass Bayern mit 58,81 Punkten vornean steht. Schlusslicht bildet Bremen mit nur 29,72 Punkten. Mecklenburg-Vorpommern wird mit nur 31,65 Punkten bewertet, Berlin mit 34,79, Rheinland-Pfalz immerhin mit 48,99.
Ranking der Bundesländer
|
Platz
|
Ort
|
Punkte
|
|
|
1
|
Bayern
|
58,81
|
|
|
2
|
Baden-Württemberg
|
56,66
|
|
|
3
|
Sachsen
|
49,43
|
|
|
4
|
Rheinland-Pfalz
|
48,99
|
|
|
5
|
Hessen
|
48,52
|
|
|
6
|
Saarland
|
46,91
|
|
|
7
|
Thüringen
|
45,54
|
|
|
8
|
Schleswig-Holstein
|
43,97
|
|
|
9
|
Niedersachsen
|
42,95
|
|
|
10
|
Nordrhein-Westfalen
|
39,55
|
|
|
11
|
Hamburg
|
37,57
|
|
|
12
|
Sachsen-Anhalt
|
35,13
|
|
|
13
|
Berlin
|
34,79
|
|
|
14
|
Brandenburg
|
33,92
|
|
|
15
|
Mecklenburg-Vorpommern
|
31,65
|
|
|
16
|
Bremen
|
29,72
|
|
Nach der Studie hängt der Süden Deutschlands den Norden ab. Viele Dörfer und Gemeinden und kleinere Städte übertreffen die großen und mittelgroßen Städte. Dies sicherlich nicht nur in puncto Schulausbildung.
Der Vulkaneifelkreis kommt fast so gut weg wie die Stadt München!
Autobahn A 1
Bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel sind jetzt bereits 17500 Unterschriften eingegangen. Viele Tausend befinden sich noch irgendwo bei den Sammelstellen. Man kann davon ausgehen, dass in Kürze allein aus dem Vulkaneifelkreis 25000 PRO-A1-SOFORT-Stimmen zusammenkommen.
Lavaabbau im Vulkaneifelkreis
Das Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz und Koblenz, kurz LGB genannt, hat vor einigen Monaten bekannt gegeben, dass die Lava- und Gesteinsabbauflächen im Vulkaneifelkreis von derzeit etwa 400 Hektar auf etwa 2000 Hektar vergrößert werden sollen. Dies bedeutet naturgemäß zwar noch nicht, dass auch wirklich auf 2000 Hektar abgebaut wird, aber die Möglichkeit dazu besteht. Mehrere der Lava- und Gesteinsabbaufirmen im Vulkaneifelkreis haben kürzlich ausgedrückt, dass sie eine Vergrößerung der Abbauflächen nicht benötigen.
Interessengemeinschaft Eifelvulkane
Zum Thema Lava- und Gesteinsabbau hat sich die Interessengemeinschaft Eifelvulkane gegründet. Vor kurzem wurde auch eine Unterschriftensammlung gestartet. Bislang wurden 4000 Unterschriften eingesammelt. Im Kasten drucken wir das Unterschriftensammel-Formular der Interessengemeinschaft Eifelvulkane ab. Es kann auch bei der Kreisverwaltung abgegeben werden.
Unterschriftenliste zum Ausdrucken
Eifelquerbahn
Zum Thema Eifelquerbahn sei noch einmal gesagt, dass es volkswirtschaftlich überhaupt keinen Sinn macht, für 35 bis 40 Millionen Euro diese Strecke von Gerolstein über Daun bis Andernach auszubauen. Auch bei einem solch unsinnigen Ausbau bliebe es bei einigen Streckenteilen bei einer Eingleisigkeit. Neben dieser horrenden Einmal-Investsumme kommen jährlich etwa 6 bis 6,5 Millionen Euro an Subventions-Zuschüssen hinzu. Das Ganze ist völlig unwirtschaftlich und bringt auch nichts für den Tourismus.
Alternativkonzept des Arbeitskreises zur Förderung des Schienenverkehrs
Es gibt einen Arbeitskreis zur Förderung des Schienenverkehrs mit Michael Müller, Lukas Schmitz, Gabi Kerpen, Olaf Huber, Andreas Kurth u. a. Sie haben im November 2011 ein Alternativkonzept ausgearbeitet. Dieses sieht unter anderem vor, dass Züge von Gerolstein nach Daun und Ulmen fahren. Interessant: Man schlägt vor, dass aus Köln kommende Züge in Gerolstein auseinandergekoppelt werden. Das eine Zugteil fährt dann nach Trier weiter und das andere nach Daun und Ulmen – und natürlich umgekehrt. Des weiteren schlägt man vor, auf der Schiene einen 2-Stunden-Takt zu realisieren und auf der Straße mit Bussen ebenfalls einen 2-Stunden-Takt, und zwar derart, dass stündlich eine Verbindung von Gerolstein nach Daun und Ulmen gegeben ist.
Schülerbeförderung
Das Konzept hat Charme, denn ein Bus kann andere Zwischenhalte anfahren als die Bahn. Mehr noch: Bei der „großen“ Lösung, die wohl von Mainz favorisiert wird, wird der Schülerverkehr sozusagen gebrochen. Beispiel: In Gerolstein werden die Schüler mit einem Bus zum Gerolsteiner Bahnhof befördert, von dort nach Daun mit der Bahn und vom Dauner Bahnhof zur Schule und zu den Gymnasien wieder mit dem Bus. Möglicherweise ist es der gleiche Bus, der die Beförderung zuvor in Gerolstein durchgeführt hat und der fährt dann leer, quasi fast parallel zur Bahn.
Aber aufgepasst: Nach gewissen Richtlinien ist vorgesehen, dass man den Schülern auch zumuten kann, die Strecke vom Dauner Bahnhof zu den beiden Dauner Gymnasien zu Fuß zurückzulegen. Das heißt, dass mit einer 40-Millionen-Euro-Eifelquerbahn-Subvention plus jährlichen 6 bis 6,5 Millionen Euro für den Schülerverkehr eine Verschlechterung einhergehen wird. Die EAZ Eifelzeitung wird sich mit dem Alternativkonzept in den nächsten Ausgaben befassen.
Lobbyisten wieder in Berlin erfolgreich: Diesmal beim Thema Strom
Kaum zu glauben, aber wahr: In Berlin haben die Lobbyisten erneut zugeschlagen (wir empfehlen Ihnen die Lektüre des Buches „LobbyPlanet Berlin – Der Reiseführer durch den Lobbydschungel“, www.lobbycontrol.de). Klammheimlich hat die schwarz-gelbe Bundesregierung die Großindustrie und einige wenige andere Strom-Sonderkunden um eine Milliardensumme entlastet. Die Kosten dafür wurden und werden den Kleinverbrauchern aufgebürdet. Die Großkonzerne, die viel Strom verbrauchen, brauchen die Kosten für die Leitungsnetze nicht mehr zu bezahlen. Es wird von einer minimalen Umverteilung der Kosten gesprochen.
Massive Belastungen für private Stromhaushalte
Nach Recherchen der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung ergibt sich, dass durch die neuerliche Lobbyattacke die Privathaushalte im Jahre 2012 massiv belastet werden. Die Preiserhöhung soll mehr als 3 Prozent ausmachen. Auf einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden kommen so zusätzlich 26 Euro zusammen.
Energieexperten der schwarz-gelben Koalition
Sogenannte Energieexperten der schwarz-gelben Koalition hatten im Sommer 2011 bei der Verabschiedung des Energiepakets im Rahmen der Energiewende in allerletzter Minute eine Änderung der sogenannten Stromnetzentgelt-Verordnung in das Paket eingebaut. Das fiel zunächst auch in Fachkreisen nicht auf. Die neue Regelung sieht indes vor, dass Großunternehmen, die ohne allzu große Verbrauchsschwankungen mehr als 10 Gigawattstunden Strom pro Jahr benötigen, von den Gebühren für die Stromnetz-Nutzung befreit werden. Es wird geschätzt, dass mehrere hundert Industrieriesen wie zum Beispiel Stahlwerke, Aluminiumhütten und auch Baustoffhersteller profitieren werden.
„Einmalige Schweinerei“
Der Energieexperte des Bundesverbandes der Verbraucherschützer (VZBV) Holger Krawinkel sprach von einer „einmaligen Schweinerei“. Krawinkel wörtlich: „Die Industrie massiv zu entlasten und allein die Kleinverbraucher die Zeche zahlen zu lassen, ist eine Dreistigkeit, die bisher ohne Beispiel ist.“ Die schwarz-gelbe Bundesregierung hatte auch an anderer Stelle die Großindustrie auf Kosten der kleinen und mittleren Verbraucher entlastet. So bezahlen immer weniger Großkunden die Ökostromumlage.
RWE und die Dividende
Die RWE-Dividendenerträge werden bereits im Jahre 2011 gegenüber dem Vorjahr sinken und im Jahre 2012 aufgrund der Energiewende noch einmal um etwa 35 Prozent fallen. Viele Kreise in der Eifel-Mosel-Region halten seit Jahrzehnten Aktien des RWE. Der Vulkaneifelkreis hat seine RWE-Aktien vor langer Zeit an die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (WFG) ausgelagert. In guten Jahren bekam die WFG so an die 800000 Euro Jahresdividende. Analysten gehen davon aus, dass für das Jahr 2011 die WFG nur noch mit etwa 475000 Euro rechnen darf und für das Jahr 2012 nur noch mit etwa 310000 Euro.
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