Wohn(t)räume mit Gemeinsinn
Mehrgenerationendorf St. Paul nimmt Fahrt auf
- 07.12.2011 -
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Wittlich. Auf dem Areal des ehemaligen Missionshauses St. Paul entsteht auf 27 Hektar ein neues Dorf. Gesundheit und Gemeinschaft sind die Leitmotive des Großprojektes, für das sich noch junge Familien ebenso wie Senioren als künftige Bewohner anmelden können.
Während andere Dörfer unter der demografischen Entwicklung leiden und allmählich aussterben, geht die Entwicklung vor den Toren Wittlichs in die gegenteilige Richtung. Auf dem Gelände der Steyler Missionare herrscht rege Bau- und Planungstätigkeit, denn hier entsteht ein komplett neues Quartier, das für rund 400 Einwohner ein Zuhause wird. Die ideale Lage nur zwei Kilometer vor den Toren der Säubrennerstadt und nah an den Autobahnen nach Trier, Koblenz und zur Mosel ist sicher eine gute Voraussetzung für ein bundesweit in dieser Größe einmaliges Projekt. „Wir wollen Menschen aller Generationen und aller sozialer Schichten ansprechen“, erläutert Hans-Jürgen Lichter von der Vermögens-Verwaltungsgesellschaft St. Paul mbH & Co. KG, die das Vorhaben gemeinsam mit anderen Investoren voran bringt.
Kultur und Gesundheit als Leitmotiv
„Die älteren Bewohner können sich sinnvoll einbringen, wenn sie etwa Vorlesestunden für Kinder anbieten, und die Jüngeren revanchieren sich beispielsweise mit Einkaufshilfen. Carsharing kann die Mobilität für alle sichern. Das ist ein Geben und Nehmen“, schildert Lichter den sozialen Zusammenhalt, der das Innenleben des Gesundheits- und Mehrgenerationenparks ausmachen soll. Eine Apotheke und eine Klinik für Traditionelle Chinesische Medizin sind schon fest eingeplant, weitere Vorgespräche gibt es mit anderen Gesundheitsanbietern und auch einem Hotelier.
Bereits für große öffentliche Resonanz sorgt die Autobahnkirche auf dem Areal, die mehr ist als ein spiritueller Anziehungspunkt für Vorbeireisende. „Die Gottesdienste und Meditationsangebote werden sehr gut wahrgenommen“, sagt Wolfram Viertelhaus vom Förderverein Autobahnkirche e. V. „Pater Franz-Josef Janicki sorgt dafür, dass St. Paul spirituell lebendig bleibt. Aber da sich diese Kirche komplett selbst finanzieren muss, brauchen wir auch die Unterstützung von Sponsoren und von Einnahmen aus Kulturveranstaltungen.“ So gibt es Literaturabende und Konzerte wie etwa am 17. Dezember um 17 Uhr mit dem Mittelmosel-Akkordeon-Orchester oder am 6. Januar ein offenes Dreikönigssingen. Im Mai wird sich Julia Klöckner als Buchautorin und Theologin outen mit einer Lesung aus ihrem Werk „Wein in der Bibel“ mit anschließender Weinprobe. „Mit solchen Events bieten wir nicht nur der Region ein gutes Stück Kultur“, sagt Viertelhaus, „sondern auch dem Mehrgenerationendorf.“
Schnelle Entscheidungen sind gefragt
Der erste Bauabschnitt mit eben jener Autobahnkirche, der Seniorenresidenz für bis zu 88 hilfe- und pflegebedürftige ältere Menschen, einem Kinder- und Familienhaus und einem Kloster-Brauhaus ist bereits in trockenen Tüchern, für den zweiten wird es Baurecht voraussichtlich bis Ende April geben. „Wer daher Interesse am Leben in St. Paul hat, ist herzlich eingeladen, sich möglichst bald zu beteiligen. Denn noch kann jeder künftige Bewohner mitentscheiden, wie groß die Zuschnitte der Wohneinheiten werden, wie die Straßenführung der Gebäude mit Hofcharakter verläuft und andere Details mehr“, sagt Lichter zum Stand der Dinge. „Wir legen Wert darauf, die Planungen mit den Beteiligten gemeinsam zu gestalten. Die Resonanz ist bereits gut, sowohl von Senioren wie von jungen Familien.“ Interessenten können sich unter www.stpaulwittlich.de kundig machen.
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