Nürburgring:
Ohne ein langfristiges zukunftsfähiges Konzept
soll am Ring jeder 2. Job wegfallen!
- 04.01.2012 -
Die Geschäftsführung der NAG beabsichtigt noch im Januar Fakten zu schaffen und will jeden 2. Arbeitsplatz abbauen. Insgesamt sind 173 Arbeitnehmer vom Arbeitsplatzverlust bedroht, so der zuständige verdi Gewerkschaftssekretär Jürgen Rinke-Oster. Hier wird ein Druck aufgebaut, der unerträglich geworden ist. Üblich ist das der Betriebsrat sich den gleichen wirtschaftlichen Hintergrund wie die Geschäftsführung verschafft, um dann in Verhandlungen mit der Geschäftsführung nach Alternativen und Lösungen zu verhandeln.
Hier am Ring werden Termine von der Geschäftsführung diktiert, ohne Rücksicht auf die dem Betriebsrat zustehenden wirtschaftlichen und rechtlichen Berater zu nehmen. Immer wieder wird mit Insolvenz gedroht, weswegen wir nun den Ministerpräsidenten Kurt Beck persönlich angeschrieben haben und ihn um Aufklärung der wirtschaftlichen Situation gebeten haben. Wir haben zusätzlich die ganze Region zu einem Familientag im Boulevard am Sonntag den 15. Januar 2012 eingeladen. Wir rechnen mit mehreren hundert Teilnehmern.
Dazu haben wir die Verantwortlichen aus der Politik insbesondere unseren Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) eingeladen. Ebenfalls die stellv. Ministerpräsidentin Evelyn Lemke (Die Grünen) in deren ministerialen Verantwortungsbereich der Streit um die korrekte Ausschreibung bzw. das Vergabeverfahren liegt. Daneben den damaligen Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) der bei der Übernahme durch die Pächter Herrn Lindner und Herrn Richter im Mai 2010 die Sicherheit der Arbeitsplätze versprochen hat. Und den Landtagsabgeordneten Alexander Licht (CDU)der Mitglied des Untersuchungsausschuss im rheinland-pfälzischen Landtag zum Nürburgring war. Fakt ist es, dass man den Arbeitnehmern im Mai 2010 in einem Schreiben folgendes mitteilte:
•„Im Übrigen hat die Landesgesellschaft Nürburgring sich notariell das Recht einräumen lassen, sämtliche Geschäftsanteile der NAG zu übernehmen, wenn die NAG etwa nicht in der Lage sein sollte, die Pachtzahlungen an die Nürburgring GmbH zu leisten, weil sie etwa in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sich befinden sollte.“ (so im Brief an alle Mitarbeiter vom 27.4 2010 bezüglich der Unterrichtung über einen Betriebsübergang nach § 613 a Abs. 5 BGB).
Wir erinnern an dieses Schreiben und fragen uns ob die Landesregierung von diesem Recht nicht Gebrauch machen muss: Wir erhoffen uns für die noch über 350 Beschäftigten und deren Familien sowie für die ganze Region deutliche Worte und ein Signal für eine planbare und sichere Zukunft, so Jürgen Rinke-Oster von verdi in Koblenz.
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