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Verdacht eines Umweltdeliktes in der VG Gerolstein

Vermutlich ist auch der Leiter einer Umweltbehörde in die illegale Müllverbrennung verwickelt

- 21.03.2012 -

Niedereich/Gerolstein-Büscheich.  Nach einem anonymen Hinweis aus der Bevölkerung hat die Polizei am gestrigen Nachmittag, 20.03.2012, auf einer Wald-/Wiesenfläche unweit des Ortes Niedereich im Raum Gerolstein-Büscheich eine illegale Brandstelle festgestellt. Die noch glimmenden Brandschuttreste begründeten den Verdacht einer Umweltstraftat.

Daher hat die Kripo Wittlich Spurensicherungsmaßnahmen getroffen, entsprechende Untersuchungen sollen beim Landeskriminalamt in Mainz durchgeführt werden. Ein mutmaßlicher Verursacher wurde aufgefordert das Feuer komplett zu löschen, was daraufhin auch veranlasst wurde. Ihm wurde eröffnet, dass gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet wird.

Anm.d.Red.:

Die Eifel-Zeitung ist der Meinung, dass es sich um zwei vermeintliche Verursacher handeln muss. Wir haben am 20.03.2012 einen der vermeintlichen Verursacher (Umweltbehördenleiter) auf den Vorfall hin angeschrieben. Dieser hat der Eifel-Zeitung geantwortet, ihm sei weder etwas über eine Müllverbrennung bekannt, geschweige denn sei er daran beteiligt gewesen.

Kurze Zeit später hat die Eifel-Zeitung am Tatort den Eigentümer (Jagdpächter) des Grundstücks und seine Frau angetroffen. Beide haben gegenüber der Eifel-Zeitung bestätigt, dass die zuvor als vermeintlicher Verursacher bezeichnte Person (Jagdaufseher/Gehilfe des Jagdpächters) am vergangenen Wochenende den Müll zur Brandstelle gefahren habe. Die Begründung der Frau des Jagdpächters war: "Mein Mann kann kein Auto mehr fahren". 

Zeugen haben der Eifelzeitung zwischenzeitig bestätigt, dass der Umweltbehördenleiter am vergangenen Wochenende 17.03.2012 mit einem blauen Traktor und Hänger mindstens 7 Mal aus einem Anwesen in der Niedereicher Straße von Büscheich Industrieabfälle in Richtung Niedereich gefahren hat. 

Schätzungsweise 17 Kubikmeter asbesthaltige Stoffe, Kunststoffe und Industrieabfälle (Galvanisierungsabfälle) soll auf einem Waldgrundstück hinter Niedereich verbrannt worden sein. Unmittelbar neben der Brandstelle lagerten am 20.03. noch jede Menge Asbestplatten. Laut Jagdpächter sei alles nur Papier gewesen. Das bezweifelt die Eifel-Zeitung. Am 20.03.2012 gegen 17.45h zogen noch äzende und beisende Dämpfe und Qualm über die etwa 7 Meter Durchmesser große Brandfläche.   

Die Bürger von Niedereich drücken in ihrer anonymen Anzeige die Befürchtung aus, dass bei einem Hinweis an die Verbandsgemeinde Gerolstein (wörtlich) "wieder alles unter den Tisch gekehrt wird". 

Die Aussage des Jagdpächgterehepaares belastet den vermeintlichen Verursacher Umweltbehördenleiter schwer. Zumal er in der anonymen Anzeige namentlich als Verursacher genannt wird. Zumindest scheint Herr "X" Mitwisser zu sein (Sein Name ist der Redaktion bekannt). Schließlich hat Herr "X" nach Aussage des Jagdpächterehepaares den Müll auf das Grundstück des Jagdpächters gefahren. Pikant ist die Tatsache, dass ausgerechnet Herr "X" als Leiter einer Umweltbehörde seinen Dienst tut. 

Jetzt auch illegale Giftmüllentsorgung per LKW?

Hinweise aus der Bevölkerung zufolge wurden am Montag, 19.03.2012 aus dem gleichen Anwesen in Büscheich, Niedereicher Straße, aus dem die Industrieabfälle stammen, die am vergangenen Wochenende auf der Parzelle eines Jagdpächters hinter der Gemarkung Niedereich illegal verbrannt worden sind, jede Menge Kisten und Fässer mit vermutlich giftigen Flüssigkeiten in einem LKW abtransportiert. Der LKW hatte einen eigenen Kran auf der Ladefläche. Zwei Männer haben die Fässer mit  Hilfe des Krans verladen. Der Umweltbehördenleiter war  ebenfalls anwesend. 

LKW trug Kurzzeitkennzeichen

Auffällig war für die Anwohnern, dass der blaue LKW lediglich mit einem Kurzzeitkennzeichen "BIT..." versehen war. Zeugen bestätigen, dass der LKW (Mercedes?) mindestens 3 Ladungen mit Fässer abtransportiert hat. Zwischen Abfahrt und Rückkehr lag jeweils etwa eine Stunde. Da bleibt die Frage, wo der vermeintliche Giftmüll entsorgt worden ist. Im Umkreis von Büscheich/Gerolstein gibt es nirgendwo eine Giftmüllentsorgungseinrichtung.

Der Umweltbehördenleiter war während des Abtransports der Giftfässer mit seinem PKW in der Niedereicher Straße anwesend. Er wurde dort von Zeugen eindeutig erkannt. Er war es auch, der am verganenen Wochenende mit dem blauen Traktor mindestens 7 Hängerladungen voll mit Industrieabfälle in den Wald gefahren hat zur Parzelle seines Jagdpächters. Das haben Zeugen der Eifel-Zeitung bestätigt.     

Fragen über Fragen! Wer war die Entsorgungsfirma mit dem LKW? Was war in den Fässern? Wo wurden die Fässer und die anderen Sachen entsorgt? War dieser "Transport" genehmigt? 

Alles Fragen, die der Umweltbehördenleiter sicherlich beantworten kann. Schließlich war der illegalen Müllverbrennung im Wald beteiligt und anwesend, als der LKW mit den vermeintlichen Giftfässern beladen worden ist. 

Offensichtlich handelt es sich hier um einen riesen Umweltskandal, bei dem illegal Giftstoffe beseitigt werden sollten. Die Eifel-Zeitung hält sie auf dem Laufenden!  

 

 

     

         

 

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