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Eifeltorial & Moseltorial 16/2012

- 18.04.2012 -

Fernsehsender Phoenix berichtet über Eifler Firmen

Am Freitag, den 20.04.2012, von 12.00 bis 13.15 h, wird auf dem Fernsehsender Phoenix die Sendung „HDTV Fernsehen der Zukunft“ ausgestrahlt. Der Sender Phoenix ist in unserer Region über das Astra-Satellitensystem digital zu empfangen (bis Ende April auch noch analog) sowie über das terrestrische digitale Fernsehen DVB-T. Das Phoenix-Team war vor einigen Wochen drei Tage lang in der Eifel unterwegs und besuchte mehrere Firmen. Diese werden wohl in dem Beitrag vorkommen.

Digitales Radio DAB+ - schönes Programmbouquet

Fast unbemerkt von der Bevölkerung ging Anfang Dezember 2011 auch das neue digitale Radio namens DAB+ in der Eifel auf Sendung. Zunächst nur mit einer Leistung von 400 Watt vom Sender Kirchweiler bei Gerolstein. Ab Herbst 2012 soll die Leistung auf 4000 Watt erhöht werden. Zum gleichen Zeitpunkt wird ein neuer DAB+ Sender in Koblenz gestartet. Dann wird das bundesweite Radiobouquet in fast der ganzen Eifel und an der Mosel zu empfangen sein. Auf dem nationalen Multiplex gibt es derzeit die Sender 90elf, Absolut Radio, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, DRadio Wissen, Energy, ERF Radio, Kiss FM, Klassik Radio, Lounge FM, Radio Bob, Radio Horeb und Sunshine Live; weitere Programme sind in Planung.

Sender Kirchweiler

Wie wir vom Südwestrundfunk hörten, soll im Herbst auch das Rheinland-Pfalz-DAB+ Paket auf den Sender in Kirchweiler aufgeschaltet werden. Es handelt sich neben den bereits bekannten UKW-Programmen SWR 1, SWR 2, SWR 3 und SWR 4 um die weiteren SWR-Programme DAS DING (Jugendsender) und den Nachrichtenkanal SWR INFO. Es sollen auch noch einige Privatsender mit an Bord gehen. Über die DAB+ Verbreitung von Kirchweiler und Koblenz aus ist es dann möglich, dass das Programm SWR 2 wesentlich besser in der Region Vulkaneifel empfangen werden kann. Bekanntlich wird auf UKW SWR 2 nicht von Kirchweiler aus gesendet sondern nur die Programme SWR 1, SWR 3 und SWR 4.

Eifel-Literatur-Festival 2012 startet am 20.04.2012 in Bitburg

Das 10. Eifel-Literatur-Festival 2012, organisiert von Dr. Josef Zierden, beginnt am 20. April 2012 in der Stadthalle von Bitburg. Der Start erfolgt mit dem dänischen Thriller-Autor Jussi Adler-Olsen und der Deutschland-Premiere seines jüngsten Bestsellers „Das Alphabethaus“. Mit diesem Krimi, der bereits im Jahre 1997 in Dänemark erschien, begann der Schriftsteller Adler-Olsen seine Thriller-Karriere. Jussi Adler-Olsen, Dora Heldt, Walter Kohl, Kerstin Gier, Bernhard Schlink oder Donna Leon – das Eifel-Literatur-Festival-Programm des Jahres 2012 liest sich in der Tat wie ein „Who is Who“ der Gegenwartsliteratur. Entsprechend riesig groß war die Nachfrage nach Karten, und zwar eifelweit und sogar darüber hinaus. Bereits acht von insgesamt 25 Veranstaltungen sind jetzt schon vor Festivalbeginn ausverkauft.

Tolle Veranstaltungen in der Eifel bis zum 27.10.2012

Das Eifel-Literatur-Festival findet in den drei Eifel-Landkreisen Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel statt. Das Frühjahrsprogramm läuft vom 20. April 2012 bis zum 6. Juni 2012. Das Herbstprogramm reicht vom 24. August 2012 bis zum 27. Oktober 2012. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gab und gibt es kontinuierlich in der EAZ Eifelzeitung.

Tempolimit, Radarfalle und der Schutz von Uhus

Ein Aachener Gericht hat jüngst einen Blitzer zum Schutz von Uhus verboten. So sind die Autofahrer zunächst einmal Sieger im Rechtsstreit um einen Blitzer in der nordrhein-westfälischen Eifel. Es geht um einiges: Tempolimit, Radarfalle, Schutz von Uhus, empörte Autofahrer und eine Temposünderin, die vor Gericht zog. Vor etwa zwei Wochen hatte sich diese Autofahrerin freuen können, denn das Verwaltungsgericht in Aachen gab ihr Recht. Das 50er Limit und die Radarüberwachung sind laut den Richtern rechtswidrig.

Verfahrensfehler der Kreisverwaltung Düren

Allerdings heißt das immer noch nicht, dass die erbittert bekämpften Tempobremsen vom Tisch sind. Die Richter halten die Geschwindigkeitsbegrenzung aus Rücksicht auf die Uhus im angrenzenden Vogelschutzgebiet grundsätzlich durchaus für vertretbar. Allerdings stolperte die Kreisverwaltung Düren über einen Verfahrensfehler und muss dazu neu entscheiden, wenn keine Berufung eingelegt werden soll. Der Kreis Düren wurde von einer Vereinbarung eingeholt, die er selbst vor sieben Jahren mit Naturschutzverbänden abgeschlossen hatte. Zunächst haben sich alle Beteiligten daran gehalten. Es wäre auch schon längst Gras über die Angelegenheit gewachsen, wenn da nicht die empörten Autofahrer gewesen wären.

Streitpunkt Landstraße zwischen Biens und Hausen bei Heimbach

Gestritten wird um einen 900-Meter-Abschnitt auf der Landstraße 249 zwischen den Eifel-Örtchen Biens und Hausen bei Heimbach. Die Strecke war vor vielen Jahren eine richtige Rumpelstrecke. Deshalb wollten das Touristenstädtchen Heimbach und der Kreis Düren den Ausbau. Dagegen wollten die Tierschützer allerdings klagen, denn in den angrenzenden Felsen aus Buntsandstein lebt und brütet der in Deutschland geschützte Uhu. Deshalb trafen die Beteiligten ein Abkommen. Der Kreis Düren sorgt dafür, dass zum Schutz der Vögel nicht zu schnell gefahren wird, und die Naturschützer halten sich beim Straßenthema zurück.

Radarfalle mit Farbe und Knüppel attackiert

Allerdings hatte niemand die Autofahrer im Blick. Im vergangenen Jahr rauschten sie auf der gut ausgebauten Rennstrecke mehr als 8000mal in die Radarfalle. Mit viel Farbe und Knüppel attackieren wütende Autofahrer die Radarfalle. Mit einem gestohlenen Traktor wurde die Anlage sogar umgefahren. Aus dieser bösen Stimmung heraus ging eine Temposünderin aus der Eifel gerichtlich gegen die Geschwindigkeitsmaßnahmen vor. Die Vereinbarung mit den Naturschützern wurde als rechtswidrig bezeichnet und deshalb auch das Tempolimit und die Kontrollen – dies stellten jedenfalls die Aachener Richter fest.

„Der Kreis muss seine eigene Entscheidung treffen, unbeeinflusst von Dritten“

Fazit: Der Kreis hätte nur nach eigenem Ermessen entscheiden dürfen, und zwar nicht in Absprache mit den Naturschützern. Ein Gerichtssprecher sagte wörtlich: „Der Kreis muss seine eigene Entscheidung treffen, unbeeinflusst von Dritten.“ Lediglich für die Nacht wäre für die Richter eine Geschwindigkeitsbegrenzung denkbar, da dann auch die Kollisionsgefahr für die nachtaktiven Vögel am größten sei. Das wäre für den Heimbacher Bürgermeister Bert Züll ein guter Kompromiss. Er meinte, dass man dadurch möglicherweise den Druck aus der Sache nehmen könne und wieder ein bisschen Ruhe einzieht. Er hofft auch, dass die Anschlagserie auf die Anlage ein Ende nimmt. Wer sein Bußgeld noch nicht bezahlt hat, kann Widerspruch einreichen und dann auf eine Entscheidung des Amtsgerichts Düren warten.

Wer darf wie lange reden? Rederecht oder Maulkorb für Bundestagsabgeordnete 

Wer darf wie lange reden? Die Bundestagsabgeordneten stritten vor einigen Tagen über ihr Rederecht. Die Diskussion über die Länge der Reden wurde so kontrovers wie selten geführt. Nach heftigsten Protesten ist jetzt eine Einschränkung des Rederechts im Bundestag erst einmal vom Tisch. Doch sollen neue Regeln kommen. Gegner drohen schon jetzt mit einer Verfassungsklage. Geplant war in der Tat nicht weniger als ein Maulkorb für Abweichler. Dies, so meinten mehrere Parlamentarier, sei nicht mit dem freien Mandat des Abgeordneten vereinbar.

Talkshow statt Debatte

In einer Sendung des Deutschlandfunks griff der CDU-Abgeordnete und Europa-Skeptiker Klaus-Peter Willsch speziell die Fraktionsführer an. Diese, so Willsch, betrachten die Abgeordneten als „Gegenstand ihrer Selbstinszenierung“ und seien mit dem Reformversuch „über das Ziel hinausgeschossen“. Die Fraktionsgeschäftsführer sind es, die festlegen, wer aus ihrer jeweiligen Fraktion wie viel Redezeit zugewiesen erhält. Derzeit sind dies zehn Minuten. Leider gibt es im Bundestag in Berlin immer seltener kontrovers geführte gute Debatten. Man kann sich manchmal des Eindrucks nicht erwehren, dass Bundestagsdebatten ersetzt werden zum einen durch den Gang in die vielen Talkshows und zum anderen durch einen bürokratischen, kaum nachvollziehbaren Abstimmungsmarathon.

- Artikel aus Eifelzeitung 16. KW 2012 -

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