Leserbrief: Zur Schlecker-Insolvenz und den damit verbundenen halbherzigen Rettungsversuchen unserer Politiker erhielten wir nachfolgende Lesermeinung:
Richtige Entscheidung!
- 18.04.2012 -
Die Arbeitsmarktsituation in Deutschland ist besser denn je. Im Einzelhandel gibt es zurzeit 25.000 offene Stellen. Die Frauen, die bei Schlecker deutschlandweit an verschiedensten Stellen gearbeitet haben, sind gut qualifiziert. Sie finden leicht einen neuen und wahrscheinlich besseren Arbeitsplatz. Staatliche Hilfen darf die Kette Schlecker nicht bekommen. Es war richtig, dem insolventen Unternehmen nicht noch Subventionen hinterher zu werfen, wie oft genug praktiziert bei Holzmann, Jenoptik oder Hapag-Lloyd. Eine Auffanglösung wäre ungerecht. Mit einer Auffanggesellschaft würde man die Arbeitslosigkeit nur hinauszögern und gleichzeitig einem seit Jahren schlecht geführten Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschaffen, die es nicht verdient hat. Die Alternative zur glücklicherweise gescheiterten Auffanggesellschaft ist die Bundesagentur für Arbeit. Sie ist leistungsfähig, finanziell gut ausgestattet und bietet Hilfe bei der Vermittlung einer neuen Stelle nicht nur für ehemalige Schlecker-Mitarbeiter, sondern für alle Arbeitsuchenden.
Marie-Luise Niewodniczanska,
Bitburg
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