Eifeltorial & Moseltorial 17/2012
- 25.04.2012 -
10. Eifel-Literatur-Festival in Bitburg erfolgreich gestartet
Mit einer Lesung des dänischen Krimiautors Jussi Adler-Olsen hat am letzten Freitagabend, 20.04.2012, das 10. Eifel-Literatur-Festival begonnen. Der Schriftsteller las in der ausverkauften Stadthalle in Bitburg vor etwa 800 Gästen aus seinem aktuellen Bestseller „Das Alphabethaus“. „Das ist die Deutschland-Premiere seines Romans“, sagte Festival-Chef Josef Zierden.
Eifelzeitung wehrt sich gegen Krimiautor Jacques Berndorf
Die EAZ Eifelzeitung wird weiterhin ihren Weg gehen. Sie wird weiterhin kritisch sein und kann auch mit Kritik an sich selbst umgehen. Es wird aber nicht toleriert, dass uns wirtschaftlicher Schaden zugefügt wird. Dagegen werden wir uns wehren, genauso wie wir uns schlussendlich wehren mussten gegen die bösartigen Unterstellungen des Herrn Michael Preute alias Jacques Berndorf in einem Offenen Brief. Hier wurden falsche Tatsachenbehauptungen aufgestellt. Glaubt eigentlich Herr Michael Preute, dass er als erfolgreicher Krimischriftsteller alles behaupten darf, auch wenn er eigentlich wissen müsste, dass seine Aussagen falsch sind? Als Journalist sollte er auch in der Lage sein zu recherchieren, anstatt, wie wir meinen, ihm Zugeflüstertes einfach gedankenlos zu übernehmen.
„Private“ Aussagen eines Landrats und ehemaligen Amtsrichters
„Interessant“ ist, dass auch der Vulkaneifelkreis-Landrat Heinz Onnertz sich wohl bedenkenlos in diese Kampagne eingereiht hat. Es ist unverständlich, dass ein Landrat auf der Rückseite dieses unsäglich schlecht geschriebenen und unwahren Offenen Briefes des Herrn Michael Preute Aussagen tätigt. Das hätte er vielleicht als Privatperson machen können, nicht aber als Landrat. Dabei legt er doch großen Wert darauf, dass er manches, was er zum Beispiel zur Abwanderung einiger Gemeinden aus der Oberen Kyll nach Prüm gesagt hat, als seine private Meinung verstanden wissen will. Aber ist er nicht als Landrat zu der Veranstaltung hingekommen? Heinz Onnertz war bis zu seiner Wahl zum Landrat im Jahre 1999 zuletzt Amtsrichter in Daun.
Richterin und Kabarettistin Anette Heiter sagt: „Man muss bereit sein, die Delete-Taste zu drücken.“
In der renommierten Wochenzeitung DIE ZEIT vom 19.04.2012 gibt es unter der Überschrift „Wie das Leben so urteilt“ ein Gespräch mit Anette Heiter, Richterin und Kabarettistin, über den Humor von Juristen und Bühnenpräsenz im Gerichtssaal. Unter anderem sagt sie: „Man gewöhnt sich in diesem Beruf an eine Sprache, die Normaldenkenden nicht mehr zugänglich ist.“ Auf die Frage der ZEIT: „Was ist für Sie das Schwierigste daran?“ antwortet Heiter: „Dass man leicht mit einer vorgefertigten Meinung ins Verfahren gehen kann, weil man sich durch die Akten schon vorher ein Bild gemacht hat. Man muss bereit sein, die Delete-Taste zu drücken, seine vorgefertigte Meinung zu revidieren und dann erst zu einem Ergebnis zu kommen. Sonst besteht die Gefahr, dass einem die eigenen Vorurteile im Weg stehen und man den Kern der Sache nicht trifft.“ Eine durchaus interessante Antwort, wie wir meinen.
Klausur der RLP-Regierung in Cochem: Hauptthemen Fachkräftemangel und Energiewende
Das rheinland-pfälzische Kabinett hatte sich am letzten Samstag, 21.04.2012, zu einer zweitägigen Klausur nach Cochem zurückgezogen. Auf der Tagesordnung stand das Thema Fachkräftemangel ebenso wie die Energiewende. Der ehemalige Chef der Bundesnetzagentur Matthias Kurth (SPD) informierte die Mitglieder der Landesregierung über den Ausbau der Stromnetze. Die Mainzer rot-grüne Koalition setzt auf eine dezentrale Gewinnung erneuerbarer Energien und nach Möglichkeit die Speicherung von Strom. Näheres zu dieser Klausurtagung war bis zu unserem Redaktionsschluss leider nicht zu erfahren.
Gebietsreform im Vulkaneifelkreis
Zum Thema Gebietsreform in Rheinland-Pfalz ist es kurz vor Beendigung der Freiwilligkeitsphase sehr ruhig geworden. Im Vulkaneifelkreis tut sich wirklich nichts Allumfassendes. Wie die EAZ Eifelzeitung in der letzten Ausgabe berichtete, führen die beiden Verbandsbürgermeisterinnen der Oberen Kyll, Diane Schmitz, und Hillesheim, Heike Bohn, harmonische Fusionsgespräche. Es stört dabei nur die ungleiche Schuldensituation in den beiden Verbandsgemeinden. Der Gesetzgeber in Mainz hat sich offensichtlich über diese Problematik seinerzeit keine Gedanken gemacht.
Desolate Finanzsituation behindert freiwillige Zusammenschlüsse
Zum Thema der Kommunal- und Verwaltungsreform wird auch der Öffentlichkeit immer klarer, dass auf der Basis des Mainzer Gesetzes keine vernünftige und nachhaltige Konsolidierungspolitik gemacht werden kann. Die freiwilligen Verhandlungen zwischen den Vertretern der Verbandsgemeinden Obere Kyll, Gerolstein und Hillesheim sind schlussendlich nicht am Willen der Verhandlungspartner gescheitert, sie sind an der desolaten Finanzsituation gescheitert, die zum großen Teil in der Verantwortung der Landesregierung in Mainz liegt.
Kostenintensive und verkrustete Strukturen gehören dringend reformiert
Das Scheitern ist im Übrigen auch der Tatsache geschuldet, dass die laufende Reform an den kostenintensiven und verkrusteten Strukturen auf allen Ebenen der rheinland-pfälzischen Verwaltung nicht rüttelt. Wie heißt es doch: „Die Treppe muss von oben her gekehrt werden.“ Zunächst muss es von Mainz aus erst einmal neue Zuschnitte in der Aufgabenverteilung geben. Hinzu kommt die Notwendigkeit, eine ehrliche und allumfassende Diskussion über die Notwendigkeit der Mittel- und Aufsichtsbehörden zu starten.
Landesregierung und CDU-Opposition sollten neues, gemeinsames Gesamtkonzept auf den Weg bringen
Beim Thema Gebiets- und Verwaltungsreform sollte die Landesregierung den Reset-Knopf drücken und zusammen mit der CDU-Opposition ein gemeinsames neues Gesamtkonzept schaffen. Danach sollte man wissen, welche Größe die einzelnen örtlichen Verwaltungseinheiten für die neuen Aufgaben tatsächlich benötigen. Erst dann kann man die rheinland-pfälzische Binnen-Landkarte neu zeichnen.
Von der SPD zur CDU gewechselt?
Als wir am Montag, 23.04.2012, den Dauner Teil im Trierischen Volksfreund durchblätterten, staunten wir nicht schlecht. Da stand doch tatsächlich in dem Artikel unter der Überschrift „Dauner wollen noch mehr sparen“ geschrieben: „ … sagt Dauns Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen (CDU)“. War Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen aus der SPD ausgetreten und in die CDU eingetreten? Haben wir diese Sensationsnachricht übersehen, oder wurde uns die entsprechende Pressemitteilung nicht zugeschickt? Nun gut, wir haben recherchiert und fanden heraus, dass Wolfgang Jenssen nicht der CDU beigetreten ist. Die entsprechende Information im TV war also eine Ente.
„Mosel Weinkulturzeit 2012“
Vom 28. April bis 3. Juni 2012 bietet die Veranstaltungsreihe „Mosel WeinKulturZeit – Wein, Kultur, Genuss“ rund 50 Veranstaltungen von Saarburg bis nach Koblenz. Es geht um Literatur, Musik und Kunst in Kellern und Kelterhäusern und die 2000jährige Weinkultur auf steilen Weinbergpfaden. Unter dem Motto „Wandern wo der Wein wächst“ wird am 28. und 29.04. gestartet mit einem Wein-Wanderwochenende im gesamten Anbaugebiet. Zum Thema Bildende Kunst gestalten Künstler beispielsweise bei den Winninger Kunsttagen in Kellern und Kelterhäusern Installationen aus Rebwurzeln und Weinbergpfählen, Weingüter bieten Malkurse an und vieles mehr. Krimilesungen mit Wein und Kulinarischem werden unter anderem in Saarburg, Simmern und Föhren unter dem Motto „Crime & Wine“ angeboten. Es ist insgesamt eine großartige Mischung von vielfältigen Angeboten rund um Wein und Kultur vorgesehen. Alle Veranstaltungen finden Sie unter www.weinland-mosel.de/index.php.
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