Eifeltorial & Moseltorial 18/2012
- 02.05.2012 -
Einstweilige Verfügung gegen Krimi-Autor „Jacques Berndorf“
Ausgerechnet der Mann, der in seinem „Eifel-Krimi „Nürburgring-Papiere“ von der Eifel-Zeitung viel profitiert hat, ja sogar eine persönliche Widmung in seinen Krimibuch geschrieben hat, behauptet jetzt – „die Eifel-Zeitung sei ein mieses Blatt“. Ein Offener Brief sollte wohl der eigenen Publicity dienlich sein und Zunftkollegen animieren, im Kollektiv gegen die Eifel-Zeitung anzuprangern. Ob da der Schuss nicht nach hinten losgegangen ist? Oder haben „Berater“ falsch beraten). Wer seine Fehler nicht einsieht, muss fühlen. Weil eine Abmahnung den 75-Jährigen Krimi-Autor Michael Preute nicht veranlasst hat, seinen mit unwahren Aussagen gespickten Offenen Brief nicht mehr verbreiten zu lassen, bekam er vor wenigen Tagen Besuch vom Gerichtsvollzieher. Dieser hat ihm eine Einstweilige Verfügung zugestellt.
Falschmeldung auf Homepage „Jacques Berndorf“
Der Offene Brief von Michael Preute alias Jacques Berndorf auf der Website www.jacques-berndorf.de musste gemäß einer Einstweiligen Verfügung entfernt werden.Diese Website wird von Herrn H.S. betrieben. Auf der Homepage heißt es, dass aufgrund einer Abmahnung durch ein Rechtsanwaltsbüro unter Androhung eines Zwangsgeldes in Höhe von 20.000,- EUR der Offene Brief an Herrn Lepper entfernt werden musste.
Nicht verstanden?
Der Verfasser dieses Homepage-Textes scheint allerdings die Grundzüge des Einstweiligen Verfügungs-Verfahrens nicht verstanden zu haben. Seine Ausführungen sind falsch. Richtig ist vielmehr, dass der Offene Brief unwahre Tatsachenbehauptungen des Herrn Preute enthält. Insoweit wurde eine Einstweilige Verfügung beim Landgericht Trier gegen Herrn Preute erwirkt. Daher wurde Herr Preute aufgefordert, den beanstandeten Offenen Brief unverzüglich von seiner Website entfernen zu lassen und die Verbreitung bzw. die öffentliche Zugänglichmachung einzustellen. Eine Abmahnung mit der Androhung eines Zwangsgeldes in Höhe von 20.000,- EUR gab es nie. Vielmehr gibt es folgenden Tenor der Einstweiligen Verfügung: „Der Antragsgegner hat es bei Meidung von Ordnungsgeld bis zu 250.000,- EUR, ersatzweise Ordnungshaft oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten zu unterlassen ….“
Interessen des Landes müssen im Vordergrund stehen
„Natürlich wäre es wünschenswert, dass um den Nürburgring sobald als möglich Ruhe einkehrt, um den Neuanfang ungestört gestalten zu können. Andererseits darf das Vertreten berechtigter Interessen des Landes nicht hinter diesen Wunsch gestellt werden. Die Nürburgring-Pächter haben einen Pachtvertrag unterschrieben. Nun müssen sie auch die Pacht zahlen“, sagen die Grünen im Rheinland-pfälzischen Landtag.
Daun stimmt KEF zu
Der Dauner Stadtrat hat in seiner Sitzung am 26.04.2012 einstimmig dem Kommunalem Entschuldungsfonds (KEF) zugestimmt. 112.505,- Euro muss die Kreisstadt pro Jahr einsparen. Allerdings kann von Einsparen keine Rede sein. Man hat die Steuern erhöht. Die Grundsteuer B wurde um 20%-Punkte auf 400% und die Grundsteuer um 13%-Punkte auf 365 % erhöht.
Erster Schritt zur Kurparksanierung gemacht
Was unter Tagesordnungspunkt 2 als Sparbeitrag beschlossen worden ist, ist unter Tagesordnungspunkt 4 wieder verplant worden, wenn auch sinnvoller, als es der Dauner Stadtbürgermeister (SPD) gerne gehabt hätte. Jenssen und 7 Ratsmitglieder sehen keine Notwenigkeit in der Kurparksanierung. Jenssens kleine Lösung, in den Kurpark zu investieren hätte die Stadt gut 130.000 Euro gekostet. Die große Lösung, auf die sich der Stadtrat mit großer Mehrheit ausgesprochen hat, wird ca. 500.000 Euro kosten. Davon trägt allerdings das Land 80%. Die Verbandsgemeinde Daun hat angekündigt, 10% dazu beizusteuern. Somit verbleibt ein Kostenanteil bei der Stadt in Höhe von „nur“ 50.000 Euro. Der Kurpark soll im Rahmen des Infrastrukturkonzepts Gesundland Vulkaneifel eine Profilierung als „Therapeutischer Landschaft“ bekommen. Die Neuausrichtung soll nach der Kneipp’chen 5 Säulen-Philosophie (Wasser, Kräuter, Bewegung, Ernährung und Balance) in das Gesamtkonzept mit einfließen. Ob die Kommunalaufsicht „grünes Licht“ gibt, wird sich zeigen. Die Zuschussanträge werden schon mal vorbereitet.
Freiwillige Helfer in Himmerod willkommen
Die Klostermauer der Abtei Himmerod ist in die Jahre gekommen und weist an verschiedenen Stellen bereits Schäden auf. In der Vergangenheit haben freiwillige Helfer diese Schadstellen repariert. Nunmehr geht es darum, die Fugen mit einem Mörtel zu verfüllen. Hierzu ist es erforderlich, dass zunächst die Fugen mittels Kompressor ausgeblasen werden. Leider ist das Kloster finanziell nicht in der Lage, diese Arbeiten durch Firmen ausführen zu lassen und sowohl der Förderverein Abtei Himmerod e. V. als auch Abt Thomas Denter suchen daher freiwillige Helfer, welche sich an der Sanierung der Mauer aktiv beteiligen. Es handelt sich bei den Arbeiten um eine leichte Arbeit, welche insbesondere auch von Rentnerinnen und Rentnern ohne praktische Vorkenntnisse erledigt werden können. Die Maßnahme wird vor Ort von einer fachkundigen Person koordiniert. Darüber hinaus können aber auch andere Arbeiten in der Abtei übernommen werden. Weitere Informationen hierzu können Interessierte von Herrn Udo Kremer unter Tel. 06575-951327 erfahren.
Wolf im Westerwald bestätigt
Bei dem am 21. April bei Herschbach im Westerwald getöteten Tier handelt es sich um einen Wolf. Dies habe die genetische Analyse des Senckenberg Instituts in Gelnhausen ergeben, teilte das Umweltministerium am Freitag mit. Demnach handelte es sich um einen Wolf italienischer Abstammung. Umweltministerin Ulrike Höfken: „Damit ist der traurige Verdacht bestätigt, dass der erste Wolf, der seit 123 Jahren in Rheinland-Pfalz gesichtet wurde, keine Chance hatte, sich in unserer heimischen Fauna anzusiedeln.“ Dieser Vorfall zeige, dass beim Schutz der seltenen Art noch viel geleistet werden müsse. Aufgrund der positiven Entwicklung der Wolfspopulationen in den Nachbarregionen hoffe man in naher Zukunft auf das erneute Auftreten des Wolfs in Rheinland-Pfalz. Der Wolf könne in friedlicher Koexistenz mit dem Menschen leben, so Höfken. Das Umweltministerium erarbeite zurzeit einen Wolfsmanagementplan, der sich an den bundesweiten Plänen zum Umgang mit Großraubtieren in Deutschland orientiere und Rheinland-Pfalz in Zukunft besser auf die Ankunft dieser willkommenen Art vorbereite. Damit sei auch der Dialog mit allen Interessengruppen wie Jäger und Schäfer verbunden.
Lehrausbildung „mangelhaft“
Die Schüler Union Deutschlands (SU) sieht bei der Ausbildung der deutschen Lehrer noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. „Nichts hat größeren Einfluss auf die Qualität von Bildung als die Eignung der Lehrer“, erklärt der Bundesvorsitzende Lutz Kiesewetter. Gute Lehrer sind nach Ansicht der Schüler Union wichtiger als die ständig diskutierte Reform von Schulstrukturen. „Die aktuelle Lehrerausbildung ist zwar vom akademischen Niveau hoch, aber die Lehrer werden nur unzureichend auf ihre spätere Lehrtätigkeit vorbereitet“, so Kiesewetter. Nach Ansicht der Schüler Union kommen insbesondere die pädagogische Ausbildung und der Praxisbezug deutlich zu kurz. Dies wird auch durch die neue Studie der Vodafone-Stiftung bestätigt.
1 Million Stundenausfall jede Woche
„Es macht keinen Sinn, Lehrer auszubilden, die später nicht in der Lage sind, vor der Klasse zu unterrichten. Viele stellen sich den Lehrerberuf völlig realitätsfern vor. Wir fordern deshalb, dass jeder Lehramtsstudent im dritten Semester ein Pflichtpraktika in einer Schule absolvieren muss“, so Kiesewetter. Nur so könne gewährleistet werden, dass Lehrer frühzeitig praktische Erfahrungen sammeln und entscheiden können, ob der Lehrerberuf das Richtige für sie sei. „Darüber hinaus müssen einige Länder erhebliche Anstrengungen gegen den Stundenausfall unternehmen“, so Kiesewetter. Laut dem Deutschen Philologenverband fallen jede Woche über eine Million Stunden aus. „Es darf nicht sein, dass Unterricht nicht gehalten werden kann, weil die Lehrer fehlen“, so Kiesewetter. Eine Lehrerversorgung von über 100% sei in allen Ländern notwendig, um dem flächendeckenden Stundenausfall entgegenzuwirken.
Monschau zeigt sein wahres Gesicht
Das Eifel-Literatur-Festival wagt es, nicht mehr in Monschau anzutreten? Nun gut, dann wird die ganze Eifel abgestraft. Keine Zeile mehr zum Eifel-Literatur-Festival, mehr als 100.000 Lesern in den drei Eifel-Landkreisen Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Bernkastel-Wittlich wird jedes Recht darauf abgesprochen. Von wegen „der Eifel verpflichtet“. Man sagt „Eifel“ und meint „Monschau“. Nur das Eigeninteresse zählt. Was zählt da schon das Recht von 100.000 Lesern auf faire Berichterstattung? Kulturelles Ehrenamt? Monschau walzt es nieder! Ein erfolgreiches Festival, wie das Eifel-Literatur-Festival, das unsere Eifel herausragend präsentiert, bundesweit? Das darf nicht sein, sagt Monschau und versucht alles, um ein großartiges Kulturevent zu zerstören. Da trifft es sich gut, dass man vom eigenen Skandal wunderbar ablenken kann. Man lässt Jacques Berndorf auftreten und Ralf Kramp und mit dem Finger auf die „böse Eifelzeitung“ zeigen.
Natürlich nur Zufall !
Kramp und Preute lachen sich ins Fäustchen, nun offensichtlich uneingeschränkt den Wochenspiegel nutzen zu können. Und sie zeigen sich dankbar gegenüber dem Blatt. Der Dauner Wochenspiegel-Redakteur Thorsten Wirtz bekam gleich den Jacques-Berndorf-Krimi-Preis, ausgelobt vom Hillesheimer Verleger Ralf Kramp - ja, der der die Anti-Eifelzeitungs-Aktion im Internet maßgeblich propagiert. Natürlich alles nur Zufall, ganz klar! Und statt des Aufmachers zum Eifel-Literatur-Festival fanden die Leser des Dauner Wochenspiegels einen Aufmacher gegen die Eifelzeitung gerichtet, und ein ausgiebiges Gespräch mit viel Eigenlob von Preute und Kramp.
Nein, was für Zufälle aber auch!
Und dass ab sofort 100.000 Leserinnen und Leser keine Zeile mehr zum Eifel-Literatur-Festival erfahren dürfen, in dem von Kramp und Berndorf als „mustergültig“ gefeierten „Wochenspiegel“, das ist sicherlich auch Zufall? Der Boykott eines kulturellen Leuchtturms der Eifel mit bundesweiter Ausstrahlung, die Entmündigung von 100.000 Lesern eifelweit - das ist der wahre Stoff, aus dem Eifelkrimis sind. Übernehmen Sie, Herr Kramp und Herr Preute! Und an die Leser der Eifelzeitung sei an dieser Stelle appelliert: Unterstützen Sie das Eifel-Literatur-Festival, jetzt erst recht! Warum sollen wir uns von Monschau dieses hervorragende Kulturereignis zerstören lassen?
Landrat sieht zu und schweigt!
Das Schweigen des obersten Amtsträger im Landkreis Vulkaneifel, der speziell über den Sachverhalt „Boykott -Eifel-Literatur-Festival“ informiert worden ist, lässt zunehmend Raum für viele Vermutungen. Zumal ein Dauner Landrat, der aktuell zusieht, wie aus der gleichen Ecke gegen die Eifelzeitung geschossen wird, sich Kritik am Wochenspiegel momentan nicht leisten kann. Landrat Onnertz war übrigens nicht zu Dr. Zierden‘s Festival-Premiere mit Buchautor Walter Kohl ins Forum Daun gekommen. Zufall? Da kann sich jeder seinen eigenen Reim draus machen.
Zensur in der Schule
Anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai zieht die Deutsche Jugendpresse Bilanz. Nach wie vor findet Zensur in deutschen Schulen statt. Meinungs- und Pressefreiheit sind nicht selbstverständlich. Doch das Auftreten von Schülerzeitungen zeugt vielerorts von einem neuen Selbstbewusstsein. Meinungsfreiheit ist Menschenrecht – doch nicht in der Schule. Zwar zieht die Jugendpresse Deutschland, die Organisation von mehr als 15.000 jungen Journalisten, die Pressefreiheit für junge Medienmacher grundsätzlich auf einem positiven Weg. Doch erschreckende Einzelfälle gibt es immer wieder. Besonders bedenklich ist, dass Schülerzeitungsredakteure in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen und bei kritischer Berichterstattung mitunter schlechte Noten befürchten, sagt Nikoloff. Der größte Feind sei daher die Schere im Kopf der Redaktionen, die Kritik schon verhindert, bevor sie zu Papier gebracht wurde.
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