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Leserbrief: Eifel-Zeitung ist wichtig für die Region

- 09.05.2012 -

Zum offenen Brief von Preute/Berndorf  möchte ich in zweierlei Hinsicht Stellung nehmen:

1. zur EAZ: Auch ich bin mit der Art und Weise der Berichterstattung in der EAZ nicht immer einverstanden, soweit gelegentlich Grenzen des Persönlichen überschritten werden. Das habe ich auch immer wieder zum Ausdruck gebracht. Wo aber war der Moralapostel Preute und seine mit unterstützenden Konsorten, als im Landratswahlkampf 2007 und in der Sparkassenfusionsdiskussion 2008 die CDU und insbesondere ihre Mandatsträger an den Pranger gestellt wurden. Sie haben nicht nur geschwiegen, sondern sie haben das Ganze damals als „wohltuend“ und „richtig“ empfunden. Kein Wort von einer „miesen Zeitung“. Nach Preutes Meinung ist die EAZ ein „Kampfblatt“. Wo er Recht hat da hat er Recht. Denn ohne Kampf in der EAZ wäre der von Preute so hochgelobte Heinz Onnertz nie und nimmer Landrat geworden. Interessant wie sich Zeiten und Meinungen ändern. Die Eifel-Zeitung ist im Gegensatz zum Wochenspiegel nicht nur „Anzeigenblättchen“, sondern auch  Informationsquelle zu vielen aktuellen Themen aus unserer Region. Hier wird recherchiert und berichtet, unabhängig davon, ob es den Parteien oder handelnden Personen passt oder nicht.

Wer den Offenen Brief und die im Anschluss gegebenen Interviews sorgfältig liest, merkt schnell, dass sich Preute und Co. hauptsächlich daran stören, wie mehr oder weniger pikante Details rund um den Landrat bekannt werden. Wenn an allen Vorwürfen nichts dran ist, so könnte Onnertz dies doch ganz einfach aus der Welt schaffen. Es kommt aber nichts von ihm. Viel schlimmer noch: Es kommt immer mehr ans Tageslicht, dass die Rolle des Landrates in einem ganz besonderen Licht erscheinen lässt. Und Preute und alle anderen sogenannten Unterstützer können sich sicher sein, dass der normale Bürger sehr gut filtern kann, welche Artikel der EAZ passen und welche vielleicht übers Ziel hinausschießen. Aber eines ist auch klar: Politiker in der ersten Reihe, erst Recht wenn sie ihr Brot damit verdienen, müssen immer deutlichere Kritik aushalten als der Normalbürger. Besonders dann, wenn die Kritik gerechtfertigt ist.

2. zu Peter Lepper: Die geführte Kampagne gegen die Person von Peter Lepper ist in ihrer Art und Gehässigkeit nicht mehr zu überbieten. Seit Jahrzehnten habe ich sehr hautnah Peter Leppers Unternehmensphilosophie und die kontinuierliche Unternehmensentwicklung miterlebt und immer wieder bewundert. Mit viel Kraft, ständigem Kampf und einem ungeheuren Durchsetzungsvermögen hat der Visionär Lepper in einem nicht gerade einfachen Umfeld Erfolg gehabt. Fast 3000 Menschen verdanken ihm heute einen modernen und zukunftsorientierten Arbeitsplatz. Ohne den Unternehmer Peter Lepper, der sich nie selbst geschont hat, sähe unsere Region beschäftigungsmäßig völlig anders aus. Als ehemaliger Geschäftsführer der Westeifel Werke kann ich bestätigen, dass es ein persönliches Anliegen von Peter Lepper war, dass mehr als hundert behinderte Menschen in den Werkstätten mit hochqualifizierten Arbeiten aus seinen Unternehmen beschäftigt wurden.

Ohne die großzügige Unterstützung von Peter und Doris Lepper wäre auch die Entwicklung von Special Olympics in Rheinland-Pfalz -eine weltweite Sportorganisation für geistig behinderte Menschen- nicht denkbar gewesen. Als Bürger dieser Region möchte ich Herrn Lepper Dank, Hochachtung und Respekt für seine großartigen Leistungen aussprechen. Natürlich hat Peter Lepper auch Ecken und Kanten und lässt sich nicht nach allen Seiten verbiegen. Das ist auch gut so.

Die Eifel kann gut und gerne auf einen Jacques Berndorf verzichten, während ein Peter Lepper ein Segen für die Region ist. 

Erwin Görgen,
Kirchweiler
 

- Artikel aus Eifelzeitung 19. KW 2012 -

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