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Kleine Ritter, große Ritter: So schön war es rund um die Kasselburg

- 23.05.2012 -
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Pelm. Tapfere Tomburg-Ritter und schöne Maiden waren am vergangenen Wochenende auf der Kasselburg zu Gast. Das Mittelalter polarisiert ganz offenbar. Jede Menge Besucher, teilweise von weit her, konnten die Rittersleut an allen vier Tagen rund um die Kasselburg begrüßen. Neben dem Markt veranstalteten die Mittelalterfreunde großartige Ritterspiele, überwiegend für den ritterlichen Nachwuchs. Insbesondere der Verzicht auf hohen Wegezoll für Kinder machten die historischen Gemäuer von Donnerstag bis Sonntag zu einem beliebten Ausflugsziel für Familien. Es gab nichts, was es im Mittelalter wahrscheinlich nicht auch gegeben hat – jedenfalls gab es das, was sich die meisten heute unter Mittelalter vorstellen. Speziell die Kinder hatten ihren Spaß. Fleißigen Handwerkern – einem Kunstschmied, einem Holzschnitzer, einer Filznerin, einem Gewandschneider und einem Waffenschmied konnte man beim Arbeiten zusehen. Krämer boten ihre Waren an. Wer noch nicht ausgerüstet war, konnte sich vor Ort von Kopf bis Fuß mittelalterlich einkleiden.

Die heimlichen Stars waren aber zweifellos die Greifvögel. In den alten Gemäuern des Burghofs der Kasselburg aus dem 12. Jahrhundert leben Adler, Milane, Falken, Uhus, Geier und Eulen in artgerecht, großzügig gestalteten Volieren. Im freien Flug dicht über die Köpfe der vielen Zuschauer hatten drei rasant schnelle Falken ihren wahren Spaß. Aber auch die zwei Geier gleiteten während der Flugvorführungen majestätisch zuerst über die Baumwipfel, dann auch über die Köpfe der Zuschauer hinweg.  

Nach der Greifvogel-Flugvorführung ging es hinunter in die Wolfsschlucht. In den Wäldern rund um die Kasselburg hat das größte Wolfsrudel Westeuropas seinen Lebensraum. Eine Attraktion und Nervenkitzel zugleich ist ein erhöhter, eingezäunter Erlebnisweg, von dem aus die Besucher während der Fütterung freien Blick und unmittelbaren Kontakt zu den Tieren haben. 

- Artikel aus Eifelzeitung 21. KW 2012 -

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