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Bewegung schützt vor Krankheit

- 30.05.2012 -

Sport senkt das Risiko zahlreicher Erkrankungen, betont Sportmediziner Prof. Winfried Banzer von der Goethe-Universität. Auch Menschen mit chronischen Krankheiten können durch Sport Therapiemaßnahmen sinnvoll unterstützen.

Auch wenn die angenehmen Temperaturen des Frühjahrwetters zur körperlichen Ertüchtigung im Freien verlocken: Nicht alle Menschen treiben regelmäßig Sport. Dabei unterstreicht die heutige Medizin die hohe Bedeutung von Sport für die Gesundheitsvorsorge. Regelmäßige Bewegung mit moderater Intensität senkt nachweisbar das Risiko zahlreicher Erkrankungen – sagt Prof. Winfried Banzer, Leiter der Präventiven und Rehabilitativen Sportmedizin an der Goethe-Universität. Das Risiko, an einem chronischen Leiden zu erkranken, lasse sich damit deutlich verringern. Auch stärke Bewegung die psychische Gesundheit und trage zum Erhalt der Selbstständigkeit im Alter bei.

Bedeutend sei eine ausgewogene Bewegung auch als Therapiemaßnahme bei den meisten chronischen Erkrankungen. So hat sich Bewegung bei Diabetes, Bluthochdruck oder stabilen Herz-Kreislauf-Erkrankungen als sehr effektiv erwiesen. Selbst bei bestimmten Tumorerkrankungen könne Bewegung prophylaktisch wirken. Bewegung beeinflusse nicht nur klinische Werte günstig, sondern trage auch zur Verbesserung der mentalen und psychischen Verfassung bei chronisch Kranken bei. Welche Sportarten im Einzelnen empfehlenswert sind, hängt von vielen Faktoren, beispielsweise dem Gesundheitszustand, Alter und individuellen Präferenzen ab und sollte im Idealfall in der sportmedizinischen Beratung geklärt werden.

Wer als chronisch Kranker in Maßen Sport treibt, profitiert eindeutig von dieser Aktivität und trägt nur ein geringes Gesundheitsrisiko. Dass man bei der körperlichen Aktivität nicht übertreiben sollte, wird  Neu- oder Wiedereinsteigern empfohlen. Es gibt Hinweise dafür, dass frühere Sportmuffel ihre Aktivität eher aufrecht erhalten, wenn diese von moderater Intensität sind. Grundsätzlich aber gilt: Es ist nie zu spät anzufangen! Studien zeigen, dass eine selbst im Alter erst aufgenommene körperliche Aktivität die Sterblichkeit senken kann.



 

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