Politik trifft Wirtschaft
Peter Bleser, MdB (CDU) – Parlamentarischer Staatssekretär und Landwirt
- 06.06.2012 -
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v.l.n.r. vorne: Bürgermeister Werner Klöckner (CDU), Peter Lepper, geschäftsführender Gesellschafter TechniGruppe, Peter Bleser MdB und Parlamentarischer Staatssekretär (CDU), Herbert Schneiders MdL (CDU), v.l.n.r. hinten: Patrick Schnieder MdB (CDU) und Gordon Schnieder (CDU) |
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Daun. Bundesministerin Ilse Aigner (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) hatte am 17.02.2011 Peter Bleser (CDU) als neuen Parlamentarischen Staatssekretär in ihrem Bundesministerium begrüßt. In der seinerzeitigen Pressemitteilung hieß es: „‘Peter Bleser ist ein ausgewiesener Kenner der Agrarpolitik und auch ein engagierter Verbraucherschützer. So hat er sich erfolgreich eingesetzt für die Stärkung der Verbraucherrechte bei der Telekommunikation und für mehr Transparenz bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln. Aus seiner Erfahrung als Landwirt kennt Peter Bleser auch die Situation der bäuerlichen Betriebe wie kaum ein anderer. Ich freue mich auf die gemeinsame Zusammenarbeit und wünsche ihm viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe“, sagte Aigner bei der Übergabe der Amtsgeschäfte der bisherigen Staatssekretärin Julia Klöckner an ihren Nachfolger. Der gelernte Landwirtschaftsmeister Bleser engagiert sich seit vielen Jahren für Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Seit 2005 leitete er die Arbeitsgruppe für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.“
Besuch in Daun und gute Gespräche mit Firmen der TechniGruppe
➢ Eifelacker & Wald
Der CDU-Politiker Peter Bleser, MdB, aus Brachtendorf im Landkreis Cochem-Zell stammend, besuchte am Freitag, den 1. Juni 2012 Firmen der TechniGruppe. Als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Landwirtschaft interessierte er sich ganz stark für die Aktivitäten der Eifelacker & Wald GmbH. Hier ging es um die Themen nachwachsende Energierohstoffe sowie die Produktion von Nahrungsmitteln aus Eifler Anbau. Anwesend bei den Gesprächen war der Agraringenieur Tobias Schwoll (27 Jahre alt), der den Weilerhof in Berlingen bei Gerolstein für die Eifelacker & Wald GmbH seit zwei Jahren bewirtschaftet. Frau Petra Fischer, Geschäftsführerin der Eifelacker & Wald GmbH, und Herr Schwoll führten aus, dass man zum einen die Firmen der TechniRopa Holding in der Eifel im Laufe der Jahre energieunabhängig machen will. Was den Anbau von Kartoffeln, Raps, Hafer, Weich- und Hartweizen angeht, setzt die Eifelacker & Wald GmbH auf eine eigene Weiterverarbeitung zu hochwertigen Nahrungsmittelprodukten unter dem Label „Eifel-Naturprodukte“.
➢ TPS-Technitube Röhrenwerke
Für die TPS-Technitube Röhrenwerke GmbH, ebenfalls eine Firma der TechniRopa Holding GmbH, waren die TPS-Geschäftsführer Horst Nelles und Dietmar Weides bei den Gesprächen anwesend. Die beiden Herren informierten Peter Bleser über die Aktivitäten der TPS-Technitube Röhrenwerke GmbH in den letzten 33 Jahren an den Standorten im Industriegebiet Daun-Rengen sowie im Industrie- und Gewerbepark Nerdlen. Dietmar Weides führte die Besuchergruppe durch das Edelstahlrohrwerk und erklärte die wichtigsten Produktionsschritte. Im TPS-Edelstahlrohrwerk wurde vor gut einem halben Jahr das siebte Kaltpilgerwalzwerk installiert und in Betrieb genommen sowie Anfang 2012 ein zweiter Glühofen. Die Produktion wurde in den letzten drei bis vier Jahren von nahtlosen rostfreien Edelstahlrohren für die Petrochemie und den Wärmetauscherbau im Wesentlichen umgestellt auf hochwertige nahtlose Spezial-Chrom-Nickelrohre für Hochdruck-Einspritzelemente für die Automobilindustrie.
➢ Infosat Verlag
Ebenfalls anwesend bei den Gesprächen mit Peter Bleser war Frau Petra Schneider, Geschäftsführerin der Dauner Firma Infosat Verlag & Werbe GmbH („Ihr Multimedia-Ratgeber“), die ebenfalls zur TechniRopa Holding gehört. Infosat feiert in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen.
➢ TechniSat Digital
Peter Lepper, einer der drei Geschäftsführer der TechniSat Digital GmbH Daun informierte über die Aktivitäten der TechniSat-Firmen, und zwar über die Produkte, Forschung und Entwicklung und die Produktionsstätten. Neben der positiven Etablierung von TechniSat am Markt für Fernseher und insbesondere auch digitale Receiver konnte Lepper die Entwicklung im Bereich Automotive darstellen. Hier wurden und werden hochwertige Autoradios und Autoradio-Navigations-Kombigeräte selbst entwickelt und in mehreren TechniSat-Werken produziert.
Herr Bleser wurde begleitet von seinem CDU-Kollegen MdB Patrick Schnieder, von Herbert Schneiders MdL (CDU), Gordon Schnieder (Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes) sowie von den beiden Verbandsbürgermeistern Werner Klöckner (CDU) Daun und Matthias Pauly (CDU) Gerolstein.
Zur Person Peter Bleser, CDU,
Mitglied des Deutschen Bundestages
Peter Bleser wurde 1952 in Brachtendorf, Kreis Cochem-Zell, geboren. Nach dem Besuch der Volksschule wurde er im elterlichen Betrieb zum Landwirtschaftsgehilfen ausgebildet. Es folgte der Besuch der Landwirtschaftlichen Fachschule Mayen, wo er 1978 die Meisterprüfung zum Landwirtschaftsmeister ablegte. Peter Bleser ist verheiratet und hat drei Kinder.
Bereits 1970 wurde er Mitglied der Jungen Union und der CDU. Bleser war Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Cochem-Zell und seit Juli 2006 Schatzmeister des CDU-Landesverbandes Rheinland-Pfalz. Seit 1990 ist Bleser Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2003 bis 2005 war er tierschutzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Seit 2005 ist er Vorsitzender der Fraktionsarbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und somit auch agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.
Seit dem 15. Februar 2011 ist Bleser Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Peter Bleser setzt sich neben seinem politischen Engagement in Berlin zu Hause im Wahlkreis sehr stark für die Interessen seiner Region ein. So war er von 1985 bis 1992 Kreisvorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes Cochem-Zell und ab 1990 für zehn Jahre Präsidiumsmitglied des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V. Von 1987 bis 1999 war Bleser Mitglied der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Von 1999 bis 2009 war Peter Bleser Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Kaisersesch mbH und von 2002 bis 2009 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Technologie- und Gründerzentrums Region Kaisersesch GmbH (TGZ).
Bei der Bundestagswahl 2009 erreichte Peter Bleser in seinem Wahlkreis 47,7 Prozent der Erststimmen.
Interview:
Im Gespräch mit Peter Bleser
Frage: Herr Bleser, manche Jungs wollen Feuerwehrmann oder Kapitän werden, wollten Sie schon immer in den Bundestag?
Bleser: Nein, wollte ich nicht. Ich wollte eigentlich immer Bauer werden.
Frage: Was hat der Bauer was der Politiker nicht hat?
Bleser: Eine selbständige Existenz ist die höchste Form der Freiheit die ein Mensch erfahren kann. Leider ist dies in der Politik so nicht immer möglich. Kompromisse gehören zur Demokratie.
Fragte: Sie stammen aus der kleinen Gemeinde Brachtendorf in der Eifel. Wie wichtig sind Ihnen Ihre Wurzeln?
Bleser: Wer gute Wurzeln hat, der hält auch starke Stürme aus. Deswegen sind mir meine Wurzeln extrem wichtig.
Frage: „Wer eine gerade Furche ziehen will, muss weit vorausschauen“ – Gilt dieser Satz für Politik und Landwirtschaft gleichermaßen?
Bleser: Das ist identisch. Wer nicht weit nach vorne schaut, macht zu viele Umwege und schlägt Haken.
Frage: Gab es einen Moment in Ihrer politischen Karriere, in der Sie am liebsten alles hingeschmissen hätten?
Bleser: Mehrfach. Aber aufgeben – Das gibt‘s bei einem Bauern nicht.
Frage: Die Bundespolitik verlangt tägliche neue Kompromisslösungen, auch in Zeiten einer schwarz-gelben Koalition. Ist es da überhaupt noch möglich die Interessen der Wähler in der Heimat zu vertreten?
Bleser: Alles was ich mache dient den Menschen und somit auch den Wählern in der Heimat. Auch bei Kompromissen muss zumindest eine Verbesserung erreicht werden. Sonst stimme ich nicht zu.
Frage: Bei der letzten Bundestagswahl im September 2009 haben Sie 47,7% der Erststimmen in Ihrem Heimatwahlkreis erhalten. Wie erklären Sie sich dieses Ergebnis?
Bleser: Dieses Wahlergebnis ist die Folge einer langen Zeit in der ich mit den Menschen in meiner Heimat zusammen arbeite. Ich habe viele Petitionen bearbeitet und auch das ein oder andere Projekt zum Erfolg geführt. So werde ich es auch in der Zukunft halten.
Frage: Herr Bleser, haben Sie ein Hobby?
Bleser: Ja, Skifahren und Traktorfahren.
Frage: Was ist so besonders schön am Traktorfahren?
Bleser: Beim Traktorfahren blickt man auf das, was hinter dem Pflug liegt. Am Abend sieht man, was man geleistet hat. Man hat den Boden für Neues bereitet.
Frage: Politik ist ein ‚Full-Time-Job‘, was machen Sie wenn Sie aber doch mal frei haben?
Bleser: Wenn ich Zeit habe, bin ich gerne mit Freunden zusammen und nutze auch die Gelegenheit auf unserem Bauernhof die ein oder andere Arbeit zu erledigen.
Frage: Was möchten Sie noch in Berlin bewirken bevor Sie der Bundeshauptstadt den Rücken kehren?
Bleser: Die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, insbesondere der Abbau der Arbeitslosigkeit ist das zentrale Ziel meiner politischen Arbeit. Dabei vertrete ich besonders hartnäckig die Interessen unserer ländlichen Region.
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