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„Renergie Stadt Wittlich GmbH“ aus der Taufe gehoben

Gesellschaftsvertrag am Montag in Wittlich notariell beurkundet

- 27.06.2012 -
Auch auf dem oberen Flachdach der Wittlicher Großsporthalle sollen künftig Photovoltaikanlagen Strom aus Sonne erzeugen (Foto: Hanns-Wilhelm Grobe)
Auch auf dem oberen Flachdach der Wittlicher Großsporthalle sollen künftig Photovoltaikanlagen Strom aus Sonne erzeugen (Foto: Hanns-Wilhelm Grobe)
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Notariell beurkundet wurde am Montag dieser Woche der Gesellschaftsvertrag für die neue „Renergie Stadt Wittlich GmbH“. Gesellschafter sind mit 70 Prozent die Stadt Wittlich und die Rheinland-Westfalen-Energiepartner GmbH zu 30 Prozent, ein Unternehmen der RWE Deutschland AG.

Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 15. März 2012 „grünes Licht“ für die Unternehmensgründung gegeben.

An der Beurkundung nahmen für die beiden Gesellschafter Bürgermeister Joachim Rodenkirch als Vertreter der Stadt Wittlich und Hans-Joachim Dunkel (Rheinland-Westfalen-Energiepartner GmbH) sowie die beiden Geschäftsführer der neuen Renergie Stadt Wittlich GmbH, Rainer Stöckicht (Kämmerer der Stadt Wittlich) und Michael Arens (Leiter Region Trier der RWE Deutschland AG) teil.

Erklärtes Ziel der GmbH ist es, renditeorientiert regenerative Energieformen im Stadtgebiet innovativ zu nutzen, auszubauen und die damit verbundene Wertschöpfung vor Ort zu betreiben.

In einem ersten Schritt sollen die Dachflächen von drei kommunalen Gebäuden zur Stromgewinnung durch Photovoltaik genutzt werden: das Dach der neuen Großsporthalle, des Kindergartens Vitelliuspark und das Dach des Servicebetriebs der Stadtwerke in der Rudolf-Diesel-Straße. Für die drei Anlagen ist ein Investitionsvolumen von ca. 250.000 Euro vorgesehen, das durch ein Gesellschafterdarlehen finanziert werden soll.

Trotz möglicher Förderkürzungen im Rahmen des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) – der Vermittlungsausschuss tagt dazu am 27. Juni in Berlin – sollen die wirtschaftlichen Eckdaten für die ersten drei Projekte in Wittlich unverändert bleiben: Man geht von einer jährlichen Gesamtleistung der drei PV-Anlagen von insgesamt ca. 150.000 Kilowattstunden (kWh) aus. Das entspricht einem Jahresstromverbrauch von 30 bis 35 Einfamilienhäusern.

Sobald die GmbH  im Handelsregister eingetragen ist, kann der Geschäftsbetrieb aufgenommen werden und die geplanten Photovoltaikanlagen bestellt werden. Die Geschäftsführer erwarten, dass die Anbieter von Solarmodulen und Wechselrichtern ihre Preise entsprechend den zu erwarteten Kürzungen nach Neufassung des EEG nach unten anpassen werden.

Für die Zukunft ist die Entwicklung weiterer Projekte durch die städtische Renergie Stadt Wittlich GmbH geplant, Projekt- und Finanzierungsvorschläge dazu sind willkommen. Angedacht ist dabei langfristig auch,  finanzielle Beteiligungsmodelle für  Bürger der Stadt Wittlich zu konzipieren.  Diese Modelle sollen auch für  Kleinanleger interessant werden./hg

 

- Artikel aus Eifelzeitung 26. KW 2012 -

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