Seniorenheim St. Josef im Wandel der Zeit
- 04.07.2012 -
 |
|
|
Kröv. Das Seniorenheim St. Josef in Kröv feiert 2012 sein 10-jähriges Bestehen unter GFA-Trägerschaft. Das Jubiläum wird im Juli mit einem Sommerfest gefeiert.
Wie sich die Zeiten ändern: Als das Haus vor 10 Jahren unter neuer Betreibergesellschaft als GmbH an den Start gegangen war, zählte man damals 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 79 Bewohner. Heute zählt die Einrichtung 85 Angestellte plus etwa 10 ehrenamtliche Helfer und immer noch 79 Bewohner. Neu im Laufe der Jahre sind weitere Angebote hinzugekommen.
Mittlerweile können sich Interessenten aus einer umfangreichen Dienstleistungspalette ein maßgeschneidertes, auf den persönlichen Bedarf zugeschnittenes Angebot zusammenstellen lassen. Heute ist die Einrichtung ein offenes und modernes Service- Kompetenzzentrum, das sich auf außergewöhnlich hohem Qualitätsniveau ausschließlich dem Wohl hilfsbedürftiger Menschen widmet – im Seniorenheim selbst und immer öfter auch bei Senioren, die noch in den eigenen vier Wänden wohnen.
St. Josef ist im Übrigen keine Spezialeinrichtung. Die Einrichtung hat sich gegenüber den Leistungsträgern vertraglich verpflichtet, gewisse Dinge nicht zu tun. In Kröv werden beispielsweise keine Wachkoma-Patienten, keine Akutalkoholiker und keine suizidgefährdeten Menschen behandelt.
Was hat sich in den letzten
10 Jahren geändert? Im Laufe der Jahre sind die Ansprüche der Bewohner gestiegen, die Arbeit der Pflegekräfte und die Ansprüche ans eigene Haus haben sich grundlegend verändert. Neben vollzeitlicher Dauerpflege, Kurzzeitpflege, Tag- und Nachtpflege, sind neue Angebote, wie z. B. ein „Fahrbarer Mittagstisch“ und „Servicenior“ hinzugekommen. Darüber hinaus kooperiert man in Kröv mit zahlreichen regionalen Pflegediensten in einer so genannten Pflegeallianz. Sage und schreibe 288 Anfragen nach einem freien Platz in 2011 sprechen für sich.
Das Selbstverständnis als modernes Sozialunternehmen wird im Seniorenheim St. Josef regelrecht gelebt. „Wir erbringen eine Dienstleistung mit Menschen für Menschen“ – so Martin Köning. „Qualität und Transparenz ist die Verpflichtung zum Wohle der uns anvertrauten Menschen! Etwa
70 Prozent unserer Bewohner sind an Demenz erkrankt. Dennoch sind wir eine offene Einrichtung“.
Nach einer turbulenten Startphase hat man in Kröv schon früh zur strukturierten und systematischen Erreichung wichtiger Ziele Qualitätsmanagementsysteme entwickelt und Managementkonzepte eingeführt, die sich in ihren Strukturen an der „DIN EN ISO 9001:2008“ und dem „EFQM-Modell“ orientieren. Seit 2008 ist das Seniorenheim St. Josef offiziell ISO-zertifiziert. Auf dieses Prädikat ist man in Kröv besonders stolz, weil es bisher einzigartig an der Mosel ist. Aber auch die Einhaltung der Vorgaben zum Arbeits-, Umwelt- und Datenschutz ist ebenso eine Selbstverständlichkeit wie die Einhaltung aller gesetzlichen Normen. Das Seniorenheim St. Josef ist als einzige Einrichtung dieser Art auch zertifiziert nach MAAS-BGW, darüber hinaus auch ausgezeichnet mit dem „TÜV-CERT“, „TQP“ und dem „Grünen Haken“.
Aber was macht der TÜV in einem Seniorenheim? Natürlich prüft er die Qualitätsstandards der Seniorenpflege. Das Seniorenheim St. Josef hat für die bestandenen Qualitätsprüfungen die verdienten Auszeichnungen erhalten. Die Prüfungen sowie die Beurteilung der Qualität obliegen neutralen Partnern mit anerkannter Kompetenz und Erfahrung bei der Dokumentation von Qualität und Sicherheit. Die Dokumentation von Abläufen stellt dabei nur die Basis der Prüfung dar. Die Prüfungen untersuchen insbesondere die Abläufe selbst. So wird etwa durch Begleitung der Pflegerunde und Gespräche mit Pflegebedürftigen und Angehörigen geprüft, ob dokumentierte Qualität auch tatsachlich „gelebt“ wird.
In Kröv wird eben nicht nur etwas in der Seniorenpflege getan. Auch in den Arbeitsabläufen läuft alles Hand in Hand, sagt Heimleiter Martin Köning. Zur stetigen Optimierung wurde vor zwei Jahren Köning als Qualitätsbeauftragter für die gesamte GFA* berufen. Seine Aufgabe war es, das hohe Ziel der Zertifizierung zu erreichen. »Heute hat das Einhalten des Qualitätsstandards im Hause höchste Priorität“, versicherte Heimleiter Martin Köning.
Die Ausrichtung im Seniorenheim St. Josef ist eindeutig. Qualität, Qualität und nochmals Qualität. Ausgebildete Fachkräfte sind hier unumgänglich. In Kröv hat man zudem die Ausbildungskapazität von 4 auf 8 Plätze erhöht. Darüber hinaus erhalten Pflegekräfte ohne Ausbildung die Möglichkeit einer Nachqualifizierung, um das Qualitätsniveau dauerhaft auf einem möglichst hohen Standard zu halten. Auch das Thema Nachhaltigkeit nimmt bei Heimleiter Martin Köning einen hohen Stellenwert ein.
„Zu Hause alt werden“
Unter dem Motto „Zu Hause alt werden“ hat der Landkreis Bernkastel-Kues ein Projekt ins Leben gerufen, zu dem auch die Senioreneinrichtung St. Josef aktiv ihren Beitrag leistet.
Seit 2004 gibt es den fahrbaren Mittagstisch. Angefangen mit 30 Essen täglich, werden heute mit Hilfe von sechs Touren insgesamt 230 Haushalte an 365 Tagen mit einem schmackhaften Mittagessen versorgt.
Mit dem Dienstleistungsangebot „Servicenior“ trifft man in Kröv den „Zahn der Zeit“. Immer mehr ältere Menschen können und wollen ihr eigenes Zuhause nicht missen, sind aber nicht mehr so gut in der Lage, alle Erledigungen selbst zu regeln. Zu diesem Zweck bietet man in Kröv individuell Dienstleistungen an, die den älteren Menschen helfen, den Alltag in den eigenen vier Wänden auch im fortgeschrittenen Alter zu bewältigen. Vom Einkaufsservice, der Hilfe im Garten, über Botengänge, Wäscheservice, Hausmeisterservice, Hilfe beim Haustier bis hin zur Grabpflege reicht das Dienstleistungsangebot, das seit 1. Juni 2011 immer öfter in Anspruch genommen wird. Wichtig: Es gibt keine Vertragsverpflichtung!
Sommerfest Seniorenheim St. Josef, Kröv
am Sonntag, 08. Juli 2012
Motto: 10 Jahre GFA - Seniorenheim St. Josef, Kröv – mit Herz und Verstand
14.30 Uhr Begrüßung durch Heimleitung Seniorenheim St. Josef, Kröv: Martin Köning
15.00 Uhr Kaffee und Kuchen im Garten
15.30 Uhr Tanzgruppe „Nixen“ aus Kröv
15.45 Uhr Gefangenenchor Traben-Trarbach
16.00 Uhr Square-Dance-Gruppe „Alfbach-Swingers“ aus Strohn
16.45 Uhr Gefangenenchor Traben-Trarbach
Musikalisch unterhält Werner Reiss aus Kröv mit seinem Keyboard und Akkordeon. Moderation: Monja Götten-Baetz
Während des Nachmittags besteht die Möglichkeit, sich ausgiebig das Seniorenheim St. Josef, Kröv sowie die zum Seniorenheim St. Josef, Kröv gehörende Residenz „Alte Burg“ zu besichtigen. In dem denkmalgeschützten Gebäude der „Alten Burg“ befinden sich zwei Ferienappartements**** sowie ein mit modernster Technik ausgestattetes Schulungs- und Informationszentrum, das für jedermann buchbar ist.
Was ist die GFA?
Die gemeinnützige Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe (GFA) ist Träger und Eigentümer von 9 Einrichtungen der Seniorenpflege in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Bayern (Franken). Darüber hinaus hält die GFA mbH 100% Anteile an der Paritätischen Sozialstation, Thalfang. Die GFA mbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV), Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland. Die GFA mbH beschäftigt derzeit über 900 Mitarbeiter.
Bookmark: