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Abschlussbericht der Koalitions-AG mit konkreten Handlungsempfehlungen für die ländlichen Räume

- 04.07.2012 -

Ich begrüße es sehr, dass die Koalitions-AG Ländliche Räume in diesem Abschlussbericht die Weichen für die Zukunft der ländlichen Räume gestellt hat. Für mich war die Mitarbeit in dieser AG von großer Bedeutung: Gerade bei uns in den ländlichen Räumen ist der demografische Wandel seit längerem spürbar. Die Geburtenraten sind rückläufig, den Firmen fehlt es an Arbeitskräften. Hier müssen wir gegensteuern. Nur wenn Leben und Arbeiten auf dem Land attraktiv bleibt, erhalten wir die große regionale Vielfalt in Deutschland. Nur so können wir die junge Generation motivieren, in ländlichen Räumen Zukunft zu gestalten.

Der Schlüssel für die Stabilisierung der ländlichen Räume ist eine prosperierende Wirtschaft. Daher haben wir überlegt, wie die Wirtschaft, insbesondere der innovative Mittelstand, auf dem Land langfristig gestärkt werden kann. Dazu gehört der Ausbau der Infrastruktur, sei es die Straße und Schiene, sei es der Breitband- und der Netzausbau. Daneben haben wir Maßnahmen aufgeführt, um die Land- und Forstwirtschaft als zentralen Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum zu stärken. Als weiteren Schwerpunkt setzen wir auf eine nachhaltige Raumentwicklung, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen landwirtschaftlicher und siedlungsbezogener Flächennutzung zu sichern.

Auch die Daseinsvorsorge muss zukunftsfest gemacht werden.

Die Koalition geht bereits gegen den Ärztemangel auf dem Lande vor, etwa mit der Verbesserung der Vergütungsstruktur für Landärzte. Nötig ist die intensive Nutzung von Lebensarbeitszeitkonten für altersgerechte Arbeit, vermehrte Anstrengungen für die Kinderbetreuung und die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Hierbei kommt auch der Wirtschaft und den Kommunen eine entscheidende Rolle zu. Starke ländliche Räume nützen unserem gesamten Land. Wir haben im Abschlussbericht umfangreiche Maßnahmen aufgeführt, wie die Bundespolitik mit günstigen Rahmenbedingungen dazu beitragen kann. Nach der Sommerpause geht es um die Umsetzung.

Dr. Edmund Geisen MdB/FDP

 

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