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Betrüger prellen erneut Senioren um hohe Bargeldbeträge

Erneut ist es dreisten Betrügern gelungen, Senioren unter Vorspiegelung falscher Tatsachen um hohe Bargeldbeträge zu bringen

- 11.07.2012 -

Mit dem so genannten Enkeltrick ergaunerten sich Unbekannte einen fünfstelligen Betrag von einer 79-jährigen Frau aus Trier. Eine angebliche Patentochter hatte sich telefonisch bei der Seniorin gemeldet und angegeben, aufgrund eines Wohnungskaufs in einer finanziellen Notlage zu sein. Mit einer geschickten Gesprächsführung brachte sie die 79-Jährige dazu, 35.000 Euro von ihrem Konto abzuheben und an einen unbekannten Boten zu übergeben, der sich als Mitarbeiter eines Notars ausgab. Der Mann ist etwa 170 cm groß, 40 bis 50 Jahre alt und hatte einen braunen Teint. Er hatte kurze schwarze Haare mit leichten Geheimratsecken, eine spitze Nase und einen Bauchansatz. Bekleidet war der Unbekannte mit einem
T-Shirt und einer Hose.

Rund 14.000 Euro ergaunerte ein Unbekannter von einem 81-jährigen Trierer mit dem so genannten Gewinnspieltrick. Er hatte den Rentner angerufen und ihm den Gewinn eines Autos oder eines hohen Bargeldbetrages in Aussicht gestellt. Um den Gewinn zu erhalten, müsse der Geschädigte vorab Geld überweisen, was dieser auch tat. Natürlich gab es keinen Gewinn. Auch die vorab überwiesene Summe dürfte verloren sein. Neu bei dieser Variante ist der Umstand, dass die Vorabüberweisungen auf tatsächlich existierende Konten durchgeführt wurden. Deren Inhaber wurden im Vorfeld vermutlich vom gleichen Täter über den bevorstehenden Geldeingang informiert und gebeten, den Betrag mittels eines Online-Bezahlsystems zu transferieren. Der Empfänger des Geldes bleibt damit im Verborgenen.

Die Polizei warnt nochmals eindringlich davor, Bargeldauszahlungen oder Überweisungen an Unbekannte zu tätigen. Die Polizei rät:
Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen telefonisch Gewinne versprochen werden und Sie zur Angabe persönlicher Daten aufgefordert werden. Gehen Sie nicht auf die Forderungen ein. Geben Sie kein Geld in fremde Hände! Notieren Sie sich die Telefonnummer des Anrufers, wenn Sie in Ihrem Telefon angezeigt wird. Wenn Sie zu einem Rückruf aufgefordert werden: Notieren Sie sich die Rufnummer. Rufen Sie nicht zurück! Wenden Sie sich unverzüglich an Ihre nächste Polizeidienststelle: Notrufnummer 110. 

- Artikel aus Eifelzeitung 28. KW 2012 -

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