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Sprachförderung in Kindertagesstätten

Landkreis Vulkaneifel führt neben Sprachfördermaßnahmen in Kindertagesstätten bereits zum dritten Mal eine Qualifizierungsreihe für Sprachförderkräfte durch

- 18.07.2012 -
 

Die Entwicklung von Sprachkompetenz ist ein zentraler Schlüssel zur Bildung, eine wichtige Voraussetzung für den schulischen und beruflichen Erfolg und unabdingbar für eine aktive, verantwortungsvolle Beteiligung am gesellschaftlichen und politischen Leben.

Sprachliche Bildung und Förderung im frühen Kindesalter sind daher unerlässlich. Im Rahmen des Programms „Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an“ ist daher die qualitätsvolle Sprachförderung in der Kindertagesstätte ein zentrales Ziel.

Seit 2006 fördert das Land Rheinland-Pfalz Sprachfördermaßnahmen in Kindertagesstätten für Kinder mit einem zusätzlichen Sprachförderbedarf.

Jährlich stehen den rheinland-pfälzischen Jugendämtern 6.000.000 Euro zur Verfügung, die nach festgelegten Kriterien als Budgets an die Jugendämter verteilt werden.

„Dem Landkreis Vulkaneifel stehen im Kindergartenjahr 2012/2013 70.351 Euro zur Verfügung.

Mit diesem Betrag konnten insgesamt 33 Module Basis - Sprachförderung in 21 Kindertagesstätten des Landkreises bewilligt werden“, freut sich Angelika Heber vom Jugendamt der Kreisverwaltung Vulkaneifel. Die übrigen 8 Kindertageseinrichtungen des Kreises hatten keine Maßnahmen beantragt, bzw. Maßnahmen werden als Kooperationsprojekte kleinerer Kindertageseinrichtungen gemeinsam durchgeführt.

Mit den Mitteln für ein Basismodul Sprachförderung finanziert der Träger der Kindertagesstätte 100 Stunden Sprachförderung in seiner Einrichtung durch eine Sprachförderkraft.
Um landesweit zu gewährleisten, dass Sprachfördermaßnahmen gleichermaßen auf einem qualitativ hohen Niveau durchgeführt werden, beauftragte das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur im Februar 2007 den Trägerverbund FIF mit dem Projekt „Qualfizierung von Sprachförderkräften in Rheinland-Pfalz“.

Leitidee des Projekts war es, zum einen bei den bereits vorhandenen Kompetenzen von Anbietern im Bereich von Sprachfördermaßnahmen (etwa aufgrund ihrer bereits vorhandenen Konzept- oder Projekterfahrungen in diesem Bereich) und Kindertagesstätten einerseits und bei den Kompetenzen von (potentiellen) Sprachförderkräften andererseits anzusetzen. Vor diesem Hintergrund wurde ein Orientierungsrahmen zur Qualifizierung von Sprachförderkräften entwickelt, der die vorhandenen Kompetenzen integriert und zugleich einen notwendigen Qualifikationsfächer entwickelt.

Insgesamt wurde eine enge Verbindung von hohen fachlichen Standards mit einer starken Praxis- und Anwendungsorientierung angestrebt.

Seit 2008 werden im Landkreis Vulkaneifel, über die kommunale Fachberatung für Kindertagesstätten, Qualifizierungsmaßnahmen für Sprachförderkräfte angeboten. Auch für die Qualifizierungsmaßnahmen der Sprachförderkräfte stellt das Land Fördermittel zur Verfügung.

In den 3 durchgeführten Qualifizierungsreihen des Landkreises konnten bisher 68 Personen als „qualifizierte Sprachförderkraft in rheinland-pfälzischen Kindertagesstätten“ ausgezeichnet werden. Zu den Teilnehmern gehörten sowohl Erzieher und Erzieherinnen, Lehrer, und in der Tagespflege oder im Ganzstagsschulbereich tätige Fachkräfte.

Die 3. Qualifizierungsreihe endete am 30.06.2012. An 8 Fortbildungstagen von Januar 2012 bis Juni 2012 jeweils samstags in der Zeit 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr beschäftigten sich 23 Frauen und 1 Mann intensiv mit Themen wie Wahrnehmung und Beschreibung kindlicher Sprachentwicklungsprozesse, Beobachtung und Dokumentation von Sprache und Sprachentwicklung, methodischdidaktisches Wissen zur Sprachförderung, Konzeption und Durchführung von Sprachfördereinheiten und deren Dokumentation, Auswertung und Weiterentwicklung“ aber auch mit Themen wie Sprachstörungen, Mehrsprachigkeit und kulturelle Identität, Zweitspracherwerb und Förderung von Mehrsprachigkeit.

Die Referentinnen der Maßnahme, Meike Unger und Marion Hansen, fanden bei der Vermittlung der Themen eine gute Mischung aus theoretischer Wissensvermittlung und Praxisanteilen.

Am letzten Fortbildungstag präsentierten die Teilnehmer in Arbeitsgruppen je eine auf der Grundlage eines Bilderbuches entwickelte Sprachfördereinheit, in der sie das erlangte Wissen über Sprachförderung in die Präsentation dieser Sprachfördereinheit einbrachten.

Die Übergabe der Zertifikate erfolgte dann im Anschluss an die Präsentation. 

- Artikel aus Eifelzeitung 29. KW 2012 -

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