Weihbischof Dr. Helmut Dieser
feiert Skapulierfest im Koster Springiersbach
- 18.07.2012 -
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Weihbischof Dr. Helmut Dieser (Mitte) feiert das Skapulierfest im Koster Springiersbach. Rechts neben ihm der Prior des Klosters, Pater Theodor Vreeswijk. |
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Springiersbach – Der Trierer Weihbischof Dr. Helmut Dieser hat am Sonntag, 15. Juli im Kloster Springiersbach das Ordenshochfest der Karmeliten begangen. Gemeinsam mit den Ordensleuten und zahlreichen Gottesdienstbesuchern feierte er am Fest „Maria, unsere Liebe Frau vom Berge Karmel“ (Skapulierfest) das Hochamt und eine feierliche Vesper mit anschließender Sakramentsprozession.
„Wir feiern an diesem Tag die große Frau der Kirche und Patronin unseres Ordens“, sagte der Prior des Klosters Springiersbach, Pater Theodor Vreeswijk zur Begrüßung. Er erinnerte an die Ursprünge des Karmelitenordens, als Einsiedler Mitte des 12. Jahrhunderts am Berg Karmel im heutigen Israel ihre Zellen um eine Kapelle bauten, die Maria geweiht war: „Maria ist als Mutter und Schwester in unserer Mitte.“ Es gebe in diesem Jahr aber noch mehr zu feiern, sagte Pater Theodor Vreeswijk. So habe vor 90 Jahren, am 8. September 1922 mit einer Eucharistiefeier das Wirken der Karmeliten in Spingiersbach seinen Anfang genommen. Außerdem sei vor 30 Jahren die Exerzitien- und Bildungshaus „Carmel Springiersbach“ eröffnet worden.
Weihbischof Dieser dankte den Ordensleuten und den vielen Unterstützern des Klosters für ihren Einsatz. „Springiersbach ist ein Ort, an dem der Glaube immer wieder entdeckt werden kann“, sagte Dieser. Maria, die Patronin der Karmeliten, führe die Menschen ins Zentrum des Glaubens: „Sie ist der Anfang der Kirche, sie führt und zu Jesus.“ Die Karmeliten seien besonders geprägt von der Liebe zu Maria und vom Vertrauen, von Maria geliebt zu sein, sagte der Weihbischof in seiner Festpredigt. Darauf dürften alle Menschen vertrauen, dafür stehe die im Johannesevangelium beschriebene Szene, als der gekreuzigte Jesus zu seinem Jünger Johannes sagt: „Siehe, deine Mutter.“
Gott habe sich in die Menschheit begeben, indem er seinen Sohn in die Welt gesandt habe durch eine Mutter, sagte dieser. Das gebe die Gewissheit: „Gott will mich, er lässt mich vertrauen, dass alles in Beziehung zu ihm steht, weil Gott mich zu seinem Sohn oder seiner Tochter macht in Jesus.“ Vielen Menschen erscheine das Leben heute sinnlos, es sei geprägt von Kämpfen und Konflikten. „Gerade junge Menschen müssen immer mithalten, sich gut verkaufen“, sagte der Weihbischof. Gott aber wolle in den Herzen der Menschen sein und mache so deutlich, wie wertvoll jeder Mensch sei, ohne dass dieser seinen „Marktwert“ zeigen müsse. Daher dürften die Menschen die Hoffnung haben, dass das Leben ein Ziel habe, an dem sie einmal ankommen würden.
Das Fest „Maria, unsere Liebe Frau vom Berge Karmel“, auch bekannt unter dem Namen „Skapulierfest“, feiern die Karmeliten seit Ende des 14. Jahrhunderts. Das Skapulier ist ein brustbreites Tuch, das über der Kutte als Zeichen der besonderen Marienverbundenheit getragen wird. Diese besondere Bedeutung geht auf die Überlieferung zurück, wonach dem Generaloberen der Karmeliten, dem Heiligen Simon Stock, Maria erschien und ihm ein Skapulier übergab mit der Zusage, dass jeder, der es trägt, unter ihrem besonderen Schutz stehe.
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