Eifel-Zeitung

Impressum | Mediadaten | Kontakt | rechtlicher Hinweis



Koalitionsvertrag

Hier können Sie sich den Koalitionsvertrag downloaden!

 
Sie sind hier: Startseite » Titelseite » Artikel lesen

Jetzt schiebt Beck die Schuld der Nürburgring-Pleite nach Brüssel

Julia Klöckner: Es ist feige, die Bundesregierung und die EU-Kommission in Haftung nehmen zu wollen

- 19.07.2012 -
«
1/2
»

Die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner MdL, fordert von Ministerpräsident Beck und den zuständigen Ministern, die volle Verantwortung für die Insolvenz am Nürburgring zu übernehmen. Die Verantwortung nach Brüssel abzuschieben und die Bundesregierung in Mithaftung zu nehmen, sei nicht nur feige, sondern auch realitätsfremd:

„Jetzt wird es nur noch peinlich für die Landesregierung. Während Mitarbeiter, Region und Gläubiger sich zu Recht Sorgen um ihren Arbeitsplatz, die Zukunft der Region und ihr Geld machen, hat die Landesregierung noch nicht einmal die Größe, für das gerade zu stehen, was sie selbst verbockt hat. Wenn der Ministerpräsident betont, er habe in der Nürburgring-Angelegenheit mit der Rückendeckung der Bundesregierung gehandelt, so ist dies nichts weiter als ein misslungener Versuch, sich erneut aus der Verantwortung zu stehlen. Die Bundesregierung hat nur die Aufgabe, die Argumente des Landes nach Brüssel zu übermitteln. Dies ist von Berlin aus geschehen.

Will der Ministerpräsident etwa leugnen, dass er von der Bundesregierung auf die Schwierigkeiten hingewiesen worden ist? Will der Ministerpräsident etwa behaupten, dass die Kanzlerin der Meinung sei, die EU-Kommission hätte falsch gehandelt? Herr Beck will sich hier der Beliebtheit der Bundeskanzlerin bedienen und einen Schulterschluss in der Sache vorgaukeln, der so nicht gegeben ist.

Die gestrigen Formulierungen von Ministerpräsident Beck gehen deutlich zu weit. Herr Beck ist mit seinen Gehilfen - den Herren Lewentz, Hering und Kühl - mit seinem Projekt in ein selbstgemachtes Problem geraten. Und es ist unanständig, jetzt die Bundesregierung als Kronzeugen zitieren zu wollen. Der Ministerpräsident sollte froh sein, wenn ihm jemand aus seinem Schlamassel raushelfen will, aber gerade stehen muss er für die eigenen Fehler schon selbst.

Das Problem liegt auch nicht in Brüssel, es liegt darin, dass die Landesregierung europarechtswidrig gehandelt hat. Denn Rettungsbeihilfen können immer nur einmal gezahlt werden. Bei einer weiteren Unterstützung der Nürburgring GmbH läge eine rechtswidrige Dauersubventionierung vor. Der Ministerpräsident muss deshalb damit gerechnet haben, dass keine weiteren Gelder zur Verfügung gestellt werden können.

Die Kommission ist verpflichtet, nach europäischem Recht zu handeln. Die durch Beck und Co kritisierte Verzögerung ist nur und ausschließlich durch die Landesregierung selbst verschuldet. Die Entscheidung der EU-Kommission nun in Frage zu stellen, zeugt von einem merkwürdigen Rechtsverständnis von Rot-Grün. Ebenso die Behauptungen, die CDU hätte in Brüssel für den Stimmungsumschwung gesorgt. Das entspricht wohl dem Politikverständnis des Herren Ministerpräsidenten, einfach bei Institutionen anzurufen und sie gefügig machen zu wollen. Das soll er aber bitte nicht auf andere übertragen“, so Julia Klöckner.

 

Bookmark:
Weitere Artikel aus "Titelseite"
» Der Eifelverein: 125 Jahre im Dienst der Heimat Mehr als nur Wandern
» Bitte an alle Bürger der VG Kröv-Bausendorf: „Nehmt den Bürgerentscheid wahr“
» Pfingsten 2013 im Tiefdrucksumpf versunken
» Prozess wegen heimtückischem Mord
» Nürburgring: Gemeinsame Erklärung verabschiedet
» Vertretungslehrkräfte als billige Zeitarbeiter?
» Oberverwaltungsgericht Münster lässt Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom 14. Juli 2011 zur Lagerung amerikanischer Atomwaffen auf dem deutschen Fliegerhorst Büchel nicht zu
» Vier Tage Kirmes in Ulmen
» Eifel als Smart-Grid-Modellregion
» Werden Schwarzstorch, Milan & Co. der Windkraft geopfert?
» Motorradunfall endet für Sozia tödlich
» Seniorenresidenz St. Paul wird erweitert
» Preisverleihung im Ideenwettbewerb „Zu Hause alt werden“ im Landkreis Bernkastel-Wittlich
» Nürburgring: Ex-Ringpächter Lindner und Richter scheitern mit Unterlassungsantrag
» Countdown für das härteste Rennen der Welt
» Kein weiterer Zuschuss für die Kindertagesstätte in Jünkerath
» 270.000 Euro für Dorferneuerung in Immerath
» Touristik-Agentur Bad Bertrich mit dem Q-Siegel auf Erfolgskurs
» Adenauer Racing Day ist zurück!
» Kooperationsvereinbarung stellt Weichen für die Zukunft
» Die Faszination eines neuen Jahrgangs erleben
» Bremer Senatswein aus der Lage „Erdener Treppchen“
» 207.000 Euro für Dorferneuerung in Dreis und Minderlittgen
» Erneuter Zwischenfall im Atomkraftwerk Cattenom
» Schusswaffen in Gefängnissen sollen abgeschafft werden
» Countdown läuft: 125 Jahre Eifelverein!
» Drei Fenster der Werktageskapelle erstrahlen im neuen Glanz
» Bürger der VG Kröv-Bausendorf kämpfen um den Erhalt ihrer Verbandsgemeinde
» Bundesverkehrsminister Ramsauer: A1-Lückenschluss hat hohe Priorität
» Großzügiges Vergleichsangebot für Holzmann – Fünf anhängige Verfahren damit eingestellt
» Rote Karte für mehrere Priester
 
 Artikelsuche
Volltextsuche


Impressum | Mediadaten | Kontakt | rechtlicher Hinweis