Eifel-Zeitung

Impressum | Mediadaten | Kontakt | rechtlicher Hinweis



Koalitionsvertrag

Hier können Sie sich den Koalitionsvertrag downloaden!

 
Sie sind hier: Startseite » Politik » Artikel lesen

Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes / Berichterstattung SWR

Hans-Josef Bracht: Kein „Gegengutachten“ des Wissenschaftlichen Dienstes

- 01.08.2012 -

Zur aktuellen Berichterstattung des SWR über ein angebliches „Gegengutachten“ des Wissenschaftlichen Dienstes des Landtags zu beihilferechtlichen Fragen im Kontext des Nürburgrings erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Josef Bracht:

„Die Behauptung der Landesregierung, der Wissenschaftliche Dienst des Landtages habe ein „Gegengutachten“ abgefasst, das die Ausführungen von Herrn Rechtsanwalt Dr. Antweiler zu beihilferechtlichen Fragen im Kontext des Nürburgrings widerlege, ist unzutreffend. Dies schon deshalb, weil sich der Wissenschaftliche Dienst des Landtages in seiner Expertise gar nicht mit den hier in Rede stehenden beihilferechtlichen Fragestellungen befasst.

Herrn Landtagspräsident Mertes fordere ich auf, richtigzustellen, dass es sich nicht um ein „Gegengutachten“ handelt. Denn geklärt werden sollte in seinem Auftrag lediglich die Frage einer möglichen Strafbarkeit des künftigen Verhaltens von Abgeordneten bei der Bewilligung von weiteren Haushaltsmitteln im Zusammenhang mit der Insolvenz der Nürburgring GmbH. Dass hier der in der Verfassung verankerte Grundsatz der Indemnität gilt, ist selbstverständlich.

Die Indemnität schützt den Abgeordneten nicht um seiner Person Willen, sondern räumt ihm zum Schutz der freien Rede und der freien Willensäußerung rechtliche Verantwortungsfreiheit ein. In dieser Hinsicht bleibt der Abgeordnete seinem Gewissen unterworfen. Sie schließt alleine die Strafverfolgung aus, nicht aber das Vorliegen eines Tatbestandes, der Rechtswidrigkeit einer Handlung und individueller Schuld.

Eine solche Strafbarkeit des Verhaltens von Landtagsabgeordneten wird in dem Gutachten von Herrn Rechtsanwalt Dr. Antweiler aber auch gar nicht behauptet. Er spricht vielmehr allgemein von „Personen, die an dieser Vermögensverfügung mitwirken“, für die „eine Strafbarkeit wegen Untreue zu Lasten des Vermögens des Landes Rheinland-Pfalz oder wegen Beihilfe“ in Betracht kommen könne.

Dies könnte beispielsweise auf diejenigen zutreffen, die mit der Umsetzung eines Landtagsbeschlusses befasst sind und für die der Grundsatz der Indemnität nicht gilt. Denn die Indemnität gilt nur für die Abgeordneten selbst, nicht aber für Mitglieder und Mitarbeiter der Landesregierung. Daher ist auch eine Strafverfolgung des früheren Finanzministers Prof. Deubel möglich.“

- Artikel aus Eifelzeitung 31. KW 2012 -

Bookmark:
Weitere Artikel aus "Politik"
» Erklärung der Landtagsabgeordneten Anke Beilstein zu den Äußerungen des Sprechers des Innenministeriums im RZ-Artikel vom 11.05.2013
» Erklärung des CDU Kreisvorstandes zu den Äußerungen des Sprechers des Innenministeriums im RZ-Artikel vom 11.05.2013
» Undurchdachter Schnellschuss des Justizministers zu Lasten der Vollzugs- und Polizeibeamten
» SPD macht Politik gegen den ländlichen Raum
» Familienpolitik, die ihren Namen verdient
» Alexander Licht: Die Landesregierung hätte längst selbst klagen müssen
» Simone Huth-Haage: Rot-grüne Landesregierung hat Hausaufgaben nicht gemacht
» Hering/Schmitt: Verkehrsinfrastruktur im Land soll durch Anmeldungen beim Bund weiter verbessert werden
» „Politik am Abend – CDU lädt ein zum geselligen Austausch“
» „Ansprüche aus dem kommunalen Ehrenamt“
» Rot-grünes Schulschließungsprogramm betrifft auch Cochem-Zell
» Staatssekretärin Raab ernennt 152 neue Polizeikommissarinnen und -kommissare
» Dreyer/Schweitzer: Kompetenzen älterer Arbeitsloser nutzen
» Ministerin Höfken: Klimawandel belastet zunehmend unsere Wälder
» Steuer-CDs ersetzen keine Steuerabkommen
» Koalition arbeitet eng zusammen
» Schweitzer: Flächendeckender Mindestlohn ist notwendig
» Hering: Mehrheit der Länder hat bereits Wahlalter mit 16 eingeführt
» Minister Schweitzer: Das Patientenwohl steht im Mittelpunkt
» Patrick Schnieder MdB: Rettungsdienst in seiner jetzigen Form muss erhalten bleiben
» Höfken: CDU will Axt an landwirtschaftliche Sozialversicherung legen
» Für mehr Steuergerechtigkeit
» VG Irrel: Überwältigende Mehrheit gegen Zwangsfusion
» Alfred Dreher kommissarisch kaufmännischer LBM-Geschäftsführer
» Kommunaler Finanzausgleich: Zu wenig, zu spät
» Landesentwicklungsprogramm: Rot-Grün fährt die Energiewende vor die Wand
» CDU/CSU und FDP bringen Verbesserungen für Freiwillige Feuerwehren auf den Weg
» Anke Beilstein: „Kommunen stärken – Zukunft sichern“
» Julia Klöckner gratuliert Anke Beilstein zur Wiederwahl
» Ankauf einer Steuer-CD durch die Landesregierung
» FDP Rheinland-Pfalz meldet sich zurück: jünger, weiblicher, moderner
 
 Artikelsuche
Volltextsuche


Impressum | Mediadaten | Kontakt | rechtlicher Hinweis