Stelioplast-Cup 2012
Die Weltklasse des Frauen-Handballs trifft sich vom 04. bis 05. August wieder in Wittlich
- 01.08.2012 -
Erstmalig gelang es der HSG Wittlich beim letztjährigen Stelioplast-Cup, die Zuschauer mit der Handball-Nationalmannschaft Großbritanniens zu überraschen. In diesem Jahr ist es wieder gelungen, ein Nationalteam aufzubieten. Die ungarische Nationalmannschaft wird ihr Debüt beim Stelioplast-Cup 2012 bestreiten. Star der Mannschaft ist die 170-fache Nationalspielerin und Welthandballerin 2005, Anita Görbicz. Nicht zuletzt durch die guten Kontakte des HSG Vorstandes zum Trainer der Ungarinnen, Karl-Erik Böhn, konnte das Nationalteam für das Turnier gewonnen werden. Der Norweger ist in Wittlich kein Unbekannter. Im vorletzten Jahr gewann er mit dem Champions-League-Sieger Larvik HK das Turnier.
Ebenfalls sein Debüt gibt das Team des dänischen Erstligaaufsteigers Skive FH.
Allerdings nimmt der Trainer Ryan Zinglersen auch nicht zum ersten Mal am Turnier in Wittlich teil. Erst im letzten Jahr reiste er mit dem dänischen Spitzenclub und aktuellem Pokalgewinner der Europäischen Handballföderation (EHF-Pokal) FC Midtjylland nach Wittlich und gewann auf Anhieb den Cup. Bereits Jahre zuvor coachte er Hypo Niederösterreich beim Stelioplast-Cup.
Als dritter Debütant wird der diesjährige deutsche Vizemeister Buxtehuder SV auflaufen. Im letzten Auswärtsspiel der Saison verloren die Niedersachsen knapp mit 26 : 28 beim Thüringer HC, der sich mit diesem Sieg die Meisterschaft sicherte. Bekannteste Spielerin dürfte Stefanie Melbeck sein, die in den 13 Jahren ihrer Zugehörigkeit zum BSV, in 224 Bundesligaspielen 852 Tore erzielte. Von 2002 bis 2006 spielte die 204-fache Nationalspielerin in der starken dänischen Liga, davon 3 Jahre bei Randers HK und 2 Jahre bei KIF Vejen.
Bayer 04 Leverkusen gehört zu den drei Mannschaften - neben Trier und Leipzig – die ununterbrochen seit 1999 in Wittlich am Start sind. Bereits einen Tag vor Turnierbeginn treffen die Mannschaften aus Leverkusen und Leipzig in Leverkusen zum Saisonauftakt am aufeinander. Allerdings können sie sich frühestens wieder am Sonntag, den 05.08. in der Endrunde miteinander messen. Mit Heike Ahlgrimm sitzt erstmals eine neue Trainerin auf der Bank. Sie löst Renate Wolf ab, die weiterhin als Geschäftführerin dem Verein treu bleibt.
Auf ihren Neuzugang Becky van Nijf müssen die Elfen verzichten. Die Linkshänderin, die im Mai ihre ersten Länderspiele für die A-Nationalmannschaft absolvierte, hat sich bei der U20-Weltmeisterschaft in Tschechien nach einem Torwurf am Kreuzband des rechten Knies verletzt.
Der HC Leipzig wird gleich mit drei Neuzugängen aufwarten: Debbie Bont, Jessy Kramer und Nora Reiche. Wobei Nora Reiche eher eine Rückkehrerin ist. Auch sie zog es in die starke dänische Liga. 2008, 2009 und 2010 wurde sie mit Viborg HK dänischer Meister. 2011 und 2012 mit dem Thüringer HC Deutscher Meister und 2011 Gewinnerin des DHB-Pokals. Bei 73 Einsätzen im Nationaltrikot erzielte sie 141 Tore.
Der neue Torwarttrainer dürfte den älteren Handballfans noch ein Begriff sein. Wieland Schmidt kann auf 276 Einsätze in der Nationalmannschaft der DDR zurück schauen und auf den Olympiasieg 1980 in Moskau.
Die Trierer Miezen starten sicherlich in eine ihrer schwersten Bundesligasaisons. Nach den Abgängen wichtiger Leistungsträgerinnen gilt es, ein Team zu formen, das in der ersten Bundesliga bestehen kann. Mit dem neuen Trainer Jörn Ilper will man die ersten Schritte in Richtung Klassenerhalt schaffen. Als langjähriger, ehemaliger Abwehrspieler des VfL Gummersbach wird der 37-Jährige sicher großen Wert auf die Abweharbeit legen.
Neuzugang Torfrau Verena Flöck wird ihren Anteil dazu beitragen. Von 2005 bis 2011 spielte sie beim österreichischen Rekordmeister HYPO Niederösterreich. Im letzten Jahr wechselte Flöck zum Deutschen Meister Thüringer HC. Die 32-jährige Slowakin Andrea Czanik vom slowakischen Erstligisten HK Slovan Duslo Sala komplettiert das Trio der Neuzugänge. Sie spielte dort in den vergangenen beiden Jahren unter dem ehemaligen „Miezentrainer“ Michael Lukacin.
Andrea Czanik ist eine abwehrstarke Kreisläuferin und passt somit in das Konzept des neuen Trainers Ilper. Erst kürzlich wurde sie für die slowakische Nationalmannschaft nominiert.
Bericht: Dieter Rau
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