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Gebaut wird zurzeit überall in der Stadt Sprunghafter Anstieg beim Wohnungsbau

- 01.08.2012 -
Eröffnung im Oktober: Das neue Bau- und Gartencenter der Firma Globus im Konversionsgebiet. Hier wird auch eine Tankstelle  mit Waschanlage errichtet  (Foto: Thomas Steinmetz)
Eröffnung im Oktober: Das neue Bau- und Gartencenter der Firma Globus im Konversionsgebiet. Hier wird auch eine Tankstelle mit Waschanlage errichtet (Foto: Thomas Steinmetz)
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Wittlich. Im Jahr 2011 gab es einen merklichen Anstieg der Bauanträge für Wohngebäude im Stadtgebiet. Sichtbares Beispiel ist das Konversionsgebiet zwischen Kasernenstraße und L 141. Wer durch den Klausener Weg fährt, für den ist die Bautätigkeit im Bereich ehemalige französische Wohnsiedlung nicht zu übersehen. Dies gilt auch für das Baugebiet entlang der Römerstraße, wo zurzeit fast wöchentlich mit dem Bau neuer Häuser begonnen wird.

Unübersehbar ist auch die Entwicklung im Neubaugebiet Kalkturmstraße. Auf dem Gelände, auf dem noch vor kurzem die Eisenhandlung Heinrich Lütticken ihren Firmensitz hatte, scheinen die Neubauten förmlich aus dem Boden zu schießen. Allzu viele Grundstücke sind dort nicht mehr frei. Von 2007 bis 2011 haben sich die Bauanträge für Wohnbauvorhaben fast verdoppelt.

Wurden im Jahre 2007 bei der Stadtverwaltung 38 Anträge mit 65 Wohnungen bearbeitet, so waren es  im vergangenen Jahr 74 Bauanträge mit 87 Wohnungen. Alleine von 2010 zu 2011 gab es einen Anstieg von 55 auf 74 Anträge. Der Trend geht klar zum Einfamilienhaus. In den letzten fünf Jahren wurde in der Stadt Wittlich der Bau von 396 neuen Wohnungen genehmigt. Bei den gewerblichen Bauvorhaben schwankt die Zahl der Anträge nur gering: zwischen 47 im Jahre 2007 und 58 im letzten Jahr. 

Nicht zu übersehen ist auch die größte Baustelle im Stadtgebiet: Zwischen Römerstraße und L 141 entsteht das neue Globus Bau- und Gartencenter mit einer Verkaufsfläche von 9.500 Quadratmetern. Ergänzt wird dieses Großprojekt um eine Tankstelle mit Waschanlage. Fast unbemerkt gehen die Bautätigkeiten in den Wittlicher Justizvollzugsanstalten weiter. Dort wurden ein neues Wirtschaftsgebäude und die Gärtnerei an der Trierer Landstraße fertiggestellt.

An öffentlichen Bauvorhaben seien hier nur die Großsporthalle mit Mehrzwecknutzung auf dem Sportplatz des Cusanus-Gymnasiums, der neue Kindergarten im Vitelliuspark und die Erweiterung der Kindertagesstätte im Talweg genannt.

Innenentwicklung: 45 neue Wohnungen in der Altstadt

Während das Bauvorhaben Lohner in der Neustraße seiner Vollendung entgegensieht, werden die Bauarbeiten für das „Lieserdomizil“ bald beginnen. In der Neustraße 6 bis 10 sind zehn neue Wohnungen und ein Ladenlokal entstanden. Außerdem verbindet die sogenannte „Altstadtpassage“ die Neustraße mit der Altneugasse und der Burgstraße.

In der Altneugasse wird ein neuer attraktiver  innerstädtischer Platz mit Außengastronomie entstehen. In dem viergeschossigen Baukörper des „Lieserdomizils“ entlang der Feldstraße sind 29 Wohnungen mit Stellplätzen in der eigenen Tiefgarage geplant. Schräg gegenüber entsteht in der Feldstraße ein weiterer Neubau. Komplett umgestaltet wurde das Haus Trierer Landstraße 4. Im Herbst soll mit dem Umbau und der Generalsanierung der Alten Posthalterei am Marktplatz begonnen werden. Das durch die Fußgängerpassage zerstörte Erdgeschoss soll wieder hergestellt werden und ein Restaurant aufnehmen.

Der vorhandene Innenhof soll zum Marktplatz hin geöffnet und gastronomisch genutzt werden. Auch der Eingang zum Marktplatz über die vorhandene zweiarmige  Treppe wird wiederhergestellt. In den beiden Obergeschossen des repräsentativen Wohnhauses aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sollen Ausstellungsräume entstehen. Die Fassaden der Geschäftshäuser Marktplatz 1 und 2 und Trierer Straße 1 sollen weitgehend wiederhergestellt oder umgestaltet werden.

Im rückwärtigen Bereich des ehemaligen Areals der Firma Freckmann sind in einem späteren Bauabschnitt entlang der Kirchstraße 20 neue Wohnungen geplant.

Für die Anlegung der Zufahrt zur Tiefgarage im vorhandenen Keller wurde bereits ein Gebäude in der Kirchstraße abgebrochen.  /uj

- Artikel aus Eifelzeitung 31. KW 2012 -

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