Externer Sachverstand
ist nicht gewünscht!
Will Astrid Schmitt (SPD)
mit neuem Posten Macht demonstrieren?
- 08.08.2012 -
Planmäßig soll der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Vulkaneifel am 24.08.2012 tagen. Wie die EAZ Eifel-Zeitung aus gut informierten Kreisen erfahren hat, sind an diesem Tag mindestens 6 von 15 Mitgliedern des Verwaltungsrates wegen anderweitiger wichtiger Termine verhindert und haben deshalb um eine Terminverschiebung von wenigen Tagen gebeten. Dabei wurde allem Anschein nach auch kein fester Termin vorgegeben, sondern nur beispielhaft einige Tage ins Spiel gebracht. So zum Beispiel der 31.08.2012.
Kurios: Den 31.08.2012 hat Astrid Schmitt (SPD) abgelehnt, da Sie angeblich den Landrat bei einem Termin mit Frau Ministerin Höfken in den Naturparken Nord- und Südeifel vertreten müsse.
Nach unserer Kenntnis hat bei fast allen Mitgliederversammlungen des Naturparks Nordeifel ein Verwaltungsmitarbeiter aus der Kreisverwaltung den Landrat vertreten. Dann könnte dies im Grunde auch so geschehen beim Besuch der Ministerin, wenn man wollte. Aber man will nicht.
Wenn bei diesem Termin unbedingt die Kreisspitze vertreten sein soll, schließt sich die Frage an: Warum kann dann nicht eine andere, oder ein anderer Beigeordneter reisen? Wir haben doch drei Beigeordnete im Landkreis!
Es verdichtet sich also der Verdacht, dass entweder SPD-Frau Astrid Schmitt unbedingt mit der Ministerin aufs Bild will, um Publicity für die eigene Person zu machen. Oder sie will die vermeintlich starke neue Frau an der Spitze spielen. Egal, welcher Beweggrund dahinter steckt: Ein Neuanfang mit gegenseitigem Respekt und Achtung wird mit solchen Machtspielchen bereits im Keim erstickt. Und diese Machtspielchen hat Frau Schmitt alleine zu verantworten. So ist das Aufsichtsorgan einer Kreissparkasse sicherlich nicht zu führen. Und ein Landkreis erst Recht nicht!
Als Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses konnte Frau MdL Schmitt (SPD) in der letzten Legislaturperiode (SPD-Alleinregierung) in Sachen Nürburgring-Finanzskandal leider nicht überzeugen. Ex-Finanzminister Deubel (SPD) hatte in seiner aktiven Zeit in Mainz ganz offensichtlich auch keinen externen Sachverstand gewünscht. Im „System Deubel“ waren solche Posten leider von „Fußsoldaten“ besetzt. Das war sicherlich so gewollt. Das Ergebnis am Nürburgring lässt die Besetzung von damals so vermuten. Ob ein Neuanfang im Landkreis unter dieser Postenbesetzung möglich wird? Sachverstand sollte unbedingt vor Machtinteresse stehen, ohne jemand zu nahe zu treten. Schließlich geht es hier um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Vulkaneifelkreis, nicht um eine Machtdemonstration.
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