Industriebetriebe erzielten Umsatzzuwächse
- 08.08.2012 -
Solide Beschäftigtenentwicklung
Die rheinland-pfälzische Industrie erzielte in den Monaten Januar bis Mai 2012 Umsätze in Höhe von 35,4 Milliarden Euro. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 2,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (Deutschland: plus 1,8 Prozent). Die Auslandserlöse stiegen um 3,7 Prozent (Deutschland: plus 2,4 Prozent), die Inlandsumsätze um 0,6 Prozent (Deutschland: plus 1,4 Prozent). Der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz (Exportquote) lag bei 53,7 Prozent (Deutschland: 46,7 Prozent).
Die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe zählten im Mai 2012 insgesamt 248.222 Beschäftigte, das waren rund 5.200 bzw. 2,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (Deutschland: plus 2,7 Prozent). Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden lag um 1,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (Deutschland: ebenfalls plus 1,2 Prozent).
Umsatzentwicklung in den wichtigsten Branchen
Von den zehn umsatzstärksten rheinland-pfälzischen Industriezweigen erzielten fünf Branchen gegenüber Januar bis Mai 2011 höhere Verkaufserlöse: An erster Stelle lag die Pharmaindustrie mit einem kräftigen Umsatzplus von 6,9 Prozent, das sowohl von den Erlösen aus den Inlandsgeschäften (plus 9,4 Prozent) als auch den Auslandsumsätzen (plus 5,7 Prozent) getragen wurde. Der Maschinenbau sowie die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln meldeten ebenfalls deutliche Umsatzzuwächse (jeweils plus 6,3 Prozent). Gestützt wurde diese Entwicklung beim Maschinenbau vor allem durch die Auslandserlöse (plus 8 Prozent), während bei der Nahrungs- und Futtermittelindustrie die Inlandsgeschäfte ausschlaggebend waren (plus 7,5 Prozent). Spürbar gestiegene Umsätze verzeichnete auch die Chemieindustrie mit plus 5,9 Prozent (Inland: plus 4,8 Prozent, Ausland: plus 6,4 Prozent). Den stärksten Umsatzeinbruch meldete der Wirtschaftszweig »Metallerzeugung und -bearbeitung« (minus 7,8 Prozent). Ursächlich für diese Entwicklung war hier der überdurchschnittliche Rückgang der Inlandserlöse (minus 15,1 Prozent). Einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichneten auch die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren (minus 5,7 Prozent) sowie von Glas und Glaswaren, Keramik einschließlich Verarbeitung von Steinen und Erden (minus 3 Prozent).
Beschäftigung
Die umsatzstarken Branchen registrierten - von zwei Ausnahmen abgesehen - gegenüber Mai 2011 teils deutliche Zuwächse bei den Beschäftigten. Insbesondere der Maschinenbau (plus 4,5 Prozent), die Pharmaindustrie (plus 4,2 Prozent) und der größte rheinland-pfälzische Industriezweig, die Chemieindustrie (plus 3,7 Prozent), stockten ihren Personalbestand spürbar auf. Bei den übrigen Wirtschaftszweigen bewegten sich die Steigerungsraten zwischen plus 2,5 Prozent (Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln) und plus 0,1 Prozent (Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus). Die Metallerzeugung und -bearbeitung sowie die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren unterschritten demgegenüber die Beschäftigtenzahl des Vorjahresmonats (minus 1,8 bzw. 0,7 Prozent).
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