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Neugestaltung des Eingangsweges auf dem Ehrenfriedhof Stadtkyll – Gemeinsames Engagement für fortwährende Mahnmale für den Frieden

- 08.08.2012 -
 

Trier/Stadtkyll – Zu einem gemeinsamen Termin auf der Kriegsgräberanlage in Stadtkyll trafen sich nach der Neugestaltung des Eingangsbereiches der Kriegsgräberstätte Vertreter der Verbandsgemeinde Obere Kyll, der Ortsgemeinde Stadtkyll und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie der im Bereich der Gräberfürsorge in Rheinland-Pfalz landesweit zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD).

„Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Das Erscheinungsbild der Gedenkstätte nach den Umgestaltungsarbeiten hat gewonnen“, freuten sich VG-Abteilungsleiter Dieter Hilgers, Ortsbürgermeister Harald Schmitz mit Friedhofspflegerin Angela Gülden, Günter Jakobs (VDK) und ADD-Vertreter Raimund Schneider gemeinsam. Für den Ehrenfriedhof wurde zunächst von der Verbandsgemeindeverwaltung Obere Kyll und der ADD ein Konzept für die erstmalige Anlage eines Pflasterweges erstellt. Vom Eingangstor bis zum Hochkreuz wurde der Rasenbelag und eine Bodenschicht des bisherigen unbefestigten Fußweges entfernt bzw. ca. 25 cm tief ausgekoffert und
55 m²n grauschwarzes Verbundpflaster „Germania-Antik“ verlegt. Zusätzlich wurden rd. 50 lfdm. Drainage eingebaut sowie auf beiden Seiten des Pflasterweges die Randbegrenzung zur Mauer und den Gräberfeldern mit Schotter abgeschlossen.

Durch diesen farblich zur Begrenzungsmauer und zum Hochkreuz abgestimmten Pflasterweg müssen sich die Besucher der Friedhofsanlage im besonderen im Trauermonat November und auch bei der jährlichen Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag keine nassen Füße mehr holen“ erklärt Ortsbürgermeister Schmitz. „Auch die Beeinträchtigungen durch Rutschgefahr auf dem bisweilen morastigen und glitschigen Fußweg bedeuten ab sofort kein Problem mehr im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht“. Auf eine leichte Nachpflanzung verständigten sich die Vertreter von Verwaltung, Ortsgemeinde und ADD.

Günter Jakobs (VDK) betonte, dass durch den neuen Fußweg, der sich schön in das Gesamtbild der Anlage einpasst, aber noch mehr durch die verbesserte Funktionalität die Kriegsgräberstätte nachhaltig aufgewertet und gesichert wird. Raimund Schneider erklärte „Die Sicherung und Pflege der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zielt im übrigen auf zwei wichtige Säulen“, dem Gedenken an die dort bestatteten Kriegstoten und als zweite wesentliche Säule die Mahnung für den Frieden. Die Kriegstoten, so auch in Stadtkyll sind fortwährende Mahnmale für den Frieden.“ In der Verbandsgemeinde Obere Kyll wird die Gedenk- und Friedensarbeit durch die ADD und die Ortsgemeinden Esch und Lissendorf mit dem geplanten Arbeits- und Friedenslager Esch im August sowie der erforderlichen Instandsetzung der Kriegsgräberstätte Lissendorf zusätzlich thematisiert.

Die Gesamtkosten des Pflasterweges belaufen sich auf rd. 13.000 €. Die ADD stellt dem Friedhofsträger jährlich 8.800 € als Pflegepauschale aus Bundesmitteln zur Verfügung. Die Maßnahme konnte durch Rücklagen aus den v. g. Pflegemitteln sowie aus dem bei der ADD geführten Hilfsfonds für Instandsetzungs- und Pflegemaßnahmen im Bereich der Kriegsgräberfürsorge finanziert werden. Abschließend gedachten die Teilnehmer den hier bestatten Kriegstoten und legten ein Blumenbouquet nieder.
 

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