Aufatmen nach einem unruhigen Wochenende an der Mosel

Mosel.  Immer wieder stellte sich für die Betroffenen an der Mosel die bange Frage: Läuft die Mosel bis ins Haus hinein oder nicht? Am Montag war klar, das befürchtete Hochwasser war dieses Mal weniger schlimm wie erwartet.

Auch die Stadt Zell ist dieses Mal von einer größeren Überflutung verschont geblieben. Am vergangenen Samstagabend sah es noch nicht danach aus. Doch glücklicherweise war der ausschlaggebende Pegel bei Trier bis zum  Sonntagmorgen nicht so stark gestiegen, wie ursprünglich befürchtet. Der Pegelstand lag ziemlich  konstant bei knapp über 8,50 Metern. Das waren zwar fünf Meter über Normal, aber mit fallender Tendenz.

Hintergrund: Sobald in Trier ein Wasserstand von über 9 Meter erreicht wird, muss in Zell davon ausgegangen werden, dass die Altstadt überflutet wird. Dann wären die Fluten über die Schutzwand geflossen und hätten innerhalb kürzester Zeit weit über 100 Häuser direkt am Moselgestade unter Wasser gesetzt. Das ist zum großen Glück nicht der Fall gewesen.

Inzwischen hat das Hochwassermeldezentrum seinen Dienst wieder eistellen können. Endlich ist wieder Entspannung an der Mosel eingekehrt. Überall laufen die Säuberungs- und Aufräumarbeiten mit Hochdruck.

Etliche Gemeinden an der Mosel wurden vom Hochwasser betroffen: Viele Straßen mussten gesperrt werden. Zum Beispiel die B53 von Ürzig bis Traben-Trarbach. In Pünderich (Kreis Cochem-Zell) und Ürzig (Kreis Bernkastel-Wittlich) waren etliche Keller vollgelaufen, in den Straßen stand überall das Wasser.

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