Interview: Not macht erfinderisch

Region. Weil Banken und Sparkassen wegen der Zinsflaute die Gewinne wegbrechen, versuchen seit neuestem immer mehr Geldhäuser in Städten ihre Kunden fürs Geldabheben abzukassieren. Saftige Dispozinsen für überzogene Girokonten, horrende Aufschläge für Barabhebungen an fremden Bankautomaten und reihenweise Filialschließungen – private wie öffentliche Banken waren zuletzt wenig zimperlich, wenn es darum ging, ihre Kosten zu drücken und die Einnahmenseite zu verbessern. Dass sie auf diese Weise ihre Kunden verprellen und in die Arme der Direktbanken treiben, haben sie offenbar nicht bedacht.

Der Imageschaden wiegt viel schwerer als die ohnehin kärglichen Einnahmen durch fragwürdige Abhebe-Gebühren. Die Geldhäuser in der Eifel-Mosel-Region tun gut daran, die Finger davon zu lassen. Es streitet niemand ab, dass die Lage für die Finanzwelt rauer geworden ist. Beim Service für die Kunden sollten die Banken aber zuletzt sparen. Die Eifel-Zeitung sprach mit Elmar Schmitz, dem Vorstandsvorsitzenden der Volksbank RheinAhrEifel eG über dieses Thema. … weiterlesen »

Windkraft lässt sich nur mit Profitgier, Ideologie und Dummheit erklären

Als ich die letzte Eifel-Zeitung gelesen habe, ist mir direkt der Artikel über den Windpark Breit ins Auge gesprungen. Ich war entsetzt! Man denkt immer, so etwas ist woanders, nicht hier bei uns. Im Internet bin ich dann auf die Pressemitteilung und auf Ihren Bericht gestoßen. Es kann doch nicht sein, dass so eine eilig erteilte Genehmigung rechtens ist, nur damit die Subventionen für das Jahr 2016 noch eingestrichen werden können. Wo bleibt denn da die Öffentlichkeitsarbeit. Ich hab immer geglaubt, wir leben in einer Demokratie, doch so langsam bezweifle ich das. Viele Menschen geben auch nichts mehr auf Natur- und Tierschutz (letzte Woche in der Eifelzeitung: Unbekannte reißen Weidezaun um und bewerfen Schafe mit Steinen, neugeborenes Lamm verschwunden!). Ich frage mich, was ist mit den Menschen los? Wieder zur Sache. Wenn schon nicht Umwelt- und Artenschutz ein Grund ist etwas gegen die Windräder zu tun, vielleicht muss man den Menschen an einer empfindlicheren Stelle packen, nämlich bei sich selbst. Ich denke viele Bürger informieren sich gar nicht über Windkraft. Im Internet findet man so viele Beiträge z.B. auf Youtube von Menschen, die nahe an einem Windpark leben. Von der Geräuschkulisse her muss es wohl nicht so prickelnd sein. Und da gibt es dann noch den Infraschall, der die tiefen Töne hat, die wir bewusst nicht wahrnehmen, die aber trotzdem Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Dänemark und Australien haben den Ausbau von Windkraftanlagen gestoppt, weil keine ausreichenden Studien über Infraschall vorliegen. Dann sind da noch die Urlauber, die ja auch in unsere Region kommen, der schönen Landschaft wegen, der Ruhe und Stille. Doch wir kennen das ja, wenn einer mit etwas anfängt, ziehen andere nach. Ein jeder hat ja Angst es würde ihm etwas entgehen.

Das Centouris Institut Passau hat folgende Zahlen ermittelt: 86% der Urlauber kommen wegen intakter Landschaft, 26% der Urlauber buchen keinen Urlaub in Orten mit WKA. Die Fachhochschule Furtwangen ermittelt folgende Zahlen: 33% der Urlauber buchen keinen Ort mit WKA. Die IHK Gießen: Übernachtungen in der Gemeinde Ulrichstein nach dem Bau von WKA minus 80 Prozent. Die Zahlen stammen zwar nicht aus unserer Region doch kann man sie bestimmt übertragen. Wir haben so schöne Wanderwege und Radwege hier wie z.B. den Lieserpfad und viele andere Wege mehr. Die Zahl der Wanderer nimmt stetig zu und eines ist ihnen gemeinsam, sie suchen Ruhe und Erholung vom Alltag. Windenergie ist hochgradig schwankend. Strom wird nicht erzeugt wenn er gebraucht wird, sondern wenn der Wind weht. Versorgungslücken müssen weiterhin mit Atomkraft und Kohlekraftwerken ausgefüllt werden. Wie rentabel ist Windkraft wirklich? Sendung vom 11.09.2014 im SWR: 1/3 zufriedenstellend, 2/3 laufen schlecht bis ganz schlecht. Fehlender Wind. Zitat: Bundesverband Windenergie Windenergieanlagen haben eine begrenzte Lebensdauer und müssen vollständig zurückgebaut werden. Aber: Bei finanziellen Problemen des Betreibers haftet der Grundeigentümer für den Rückbau. IMMER!

Und nun kommt meiner Meinung nach die Krönung des Ganzen. Das Thema „sauberer Strom“, auf Youtube: Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder. In vielen Windrädern werden Generatoren mit Neodym verarbeitet, welches in China abgebaut wird. Neodym ist ein Metall, das aufwendig und mit hochgiftigen Chemikalien aus dem Gestein herausgelöst werden muss. Thorium muss zwangsläufig mit abgebaut werden, welches hoch radioaktiv ist. Bei der Aufbereitung entsteht hochtoxischer Schlamm, der einfach in die Natur gepumpt wird. Ganze Landstriche sind verseucht und eigentlich unbewohnbar. Trotzdem leben dort Menschen, Bauern die kein Getreide mehr anbauen können, weil die Brunnen verseucht sind. Studien belegen auch eine erhöhte Krebsrate bei den Arbeitern, die das Neodym abbauen. Verpächter, Planer und Hersteller der Windräder verdienen ihr Geld. Aber zu welchem Preis? Windkraft lässt sich nur mit Profitgier, Ideologie und Dummheit erklären. Nie mit Vernunft. Wir alle stehen in der Verantwortung für unseren Planeten. Warum wollen wir ihn unbedingt zerstören? Die Erde mit allem was darauf existiert, ist einmalig. Wo wollen wir denn hin, wenn hier alles verseucht und zerstört ist?

Roswitha Koch, Wittlich

Klara Marie Faßbinder

– Pazifistin und Pädagogin, Tochter eines Lehrers aus Ehlenz

Klara Marie Faßbinder kam 1890 in Trier als Tochter des Lehrers Peter Faßbinder und dessen Ehefrau Anna Maria Schütz zur Welt. Durch Beruf und Herkunft bedingt drehte sich bei den Faßbinders „alles um die Schule“, wie der Bonner Archivar Dr. Thomas P. Becker, ein Nachkomme des Paares Faßbinder-Schütz und bester Kenner der Biographie K. M. Faßbinders, notierte. Peter Faßbinder entstammte ebenso wie seine Frau Eifler Lehrerfamilien; von ihren sieben Kindern ergriffen sechs ebenfalls den Lehrerberuf. Der angesehene Schulmeister Matthias Faßbinder, Klaras Großvater väterlicherseits, hatte in Speicher unterrichtet, die Vorfahren von Klaras Mutter (z. B. Mengelkoch in Daun) wurzelten tief in der Vulkaneifel. Großneffe von Klara Marie Faßbinder war der herausragende Regisseur Rainer Werner Faßbinder (1945-1982). … weiterlesen »

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Trinkwasserqualität von 50.000 Einwohnern bedroht!

Die beabsichtigte Errichtung von gigantischen, bis zu 230 m hohen Windrädern im Planungsgebiet Am Holzbeul entlang der alten Prümer Straße im Landkreis Bernkastel-Wittlich in den Gemarkungen der Gemeinden Bettenfeld, Meerfeld, Eisenschmitt und Deudesfeld führt, was in der öffentlichen Diskussion völlig vernachlässigt wird, zu erheblichen Gefahren für die Trinkwasserversorgung der Region. Das Trinkwasser wird aus dem Wasserschutzgebiet zwischen der Prümer Strasse und dem Salmtal gewonnen.

Die Salm gehört bisher zu den saubersten Wasserläufen Deutschlands. Zwar nehmen die Planungen dieses Wasserschutzgebiet aus, sind aber direkt angrenzend der Schutzzone geplant. Die gesamte Grundwasserzone wird gefährdet:
Um eine einzige Anlage sicher aufzustellen, muss ein Fundament aus 1.400 Kubikmetern Stahlbeton bis zu 20 Meter tief ins Erdreich gegossen werden. Beton ist aber keinesfalls umwelt- und wasserfreundlich. Dies ist in den vergangenen Jahren von Wissenschaftlern zunehmend erforscht worden: Beim Herstellungsprozess werden Sonderabfälle in den Zementöfen mitverbrannt. Damit ist Beton sehr viel stärker als der Ausgangsstoff mit Schwermetallen belastet. Im Kontakt mit Boden und Wasser werden vor allem Arsen, Zink, Chrom, Cadmium, Quecksilber und Vanadium abgegeben, alles gesundheitsschädliche, zum Teil krebserregende Stoffe. … weiterlesen »

Bodenlose Frechheit!

Dorferneuerungsprojekt der Ortsgemeine Großlittgen!

„WIR BRAUCHEN SIE!“ (Oder wie macht man die Arbeit der Bürger zu Nichte)

Ich betätigte mich im Ausschuss „Touristik“ der Gemeinde Großlittgen. Hier wurde in kleinem Kreise schon einiges an Vorschlägen erarbeitet. Unter anderem nachdem wir erfahren hatten, dass in der Gemeinde seit dem 01.04.2017 das Be- und Entladen des Radbusses ermöglicht wird. Hier kam uns im Ausschuss die Idee dass eine eBike-Ladestation vielleicht eine sinnvolle Anschaffung wäre, um den „Rad-Touristen“ evtl. ein wenig für die Erkundung Großlittgens und Umgebung zu animieren; auch um ein wenig in unserer Gastronomie zu verweilen. Hierauf bezogen erkundigte ich mich über eBike Ladestationen und schrieb einige Stromproduzenten diesbezüglich an. … weiterlesen »

Indutiomarus

– Fürst der Treverer

In den letzten vorchristlichen Jahrhunderten, aber auch noch lange danach, wurde in der Eifel eine keltische Sprache gesprochen – die der Treverer. Die Eifel gehörte zum Kernland der Treverer, auch wenn sich deren Stammesgebiet darüber hinaus südlich der Mosel sowie westwärts der heutigen deutschen Grenze erstreckte. Die historische Erstnennung der Treverer erfolgte im Jahr 58 v. Chr. durch Caesar in dessen Werk „Über den gallischen Krieg“, in dem er seinen Eroberungskrieg gegen die Gallier dokumentierte. Der römische Heerführer war besonders von der Reiterei der Treverer beeindruckt, die seiner Einschätzung nach die stärkste in ganz Gallien war. Caesars Kriegsbuch ist es auch, das fast alle Informationen über Indutiomarus liefert, der sich der römischen Eroberung nicht widerstandslos beugen wollte. Wo dieser Keltenfürst genau geboren wurde, ist nicht bekannt. Versuche, ihn mit konkreten Orten der Trevererhistorie – etwa dem Dollberg bei Otzenhausen – in Verbindung zu bringen, bleiben vorerst spekulativ. Ungeklärt ist auch die Bedeutung seines Namens. Während der zweite Namensbestandteil – „mar“ als bekanntes Wort für „groß, berühmt, bedeutend“ leicht zu erklären ist, ist der erste Teil „Indutio“ rätselhafter. … weiterlesen »

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Kinder der Eifel – aus anderer Zeit

Ernst Landsberg – Rechtshistoriker aus Stolberg

In auffälligem Gegensatz zur fundamentalen Bedeutung, die Recht auch im Leben früherer Generationen spielte, steht die geringe Bekanntheit derjenigen Gelehrten, die sich wissenschaftlich mit Rechtsgeschichte beschäftigen. Dies gilt sogar für den Juristen Ernst Landsberg, der zu Lebzeiten immerhin als „Geschichtsschreiber der deutschen Rechtswissenschaft“ (Otto von Gierke) gewürdigt worden war. … weiterlesen »

Türkei und Deniz Yücel

Die Türkei bzw. deren Präsident Erdogan steht wegen des Verfassungsreferendums seit längerem im Visier von Politik und Medien in Deutschland; und das zurecht. Seit einigen Wochen ist jedoch ein spezieller Fall hinzu gekommen: Die Inhaftierung des türkisch-deutschen Journalisten der WELT, Deniz Yücel. Fast täglich wird über diesen Fall in allen Medien berichtet und unisono von der Politik bis hin zum neuen Bundespräsidenten Steinmeier die Freilassung des Korrespondenten gefordert. Der Hype um Deniz Yücel gipfelte jetzt in der Verleihung des renommierten Theodor-Wolff-Preises (Sonderpreis) des Verlegerverbandes BDZV. Nirgendwo konnte man jedoch etwas näheres über den Menschen Deniz Y., seine Ansichten und journalistischen Leistungen lesen oder gar in Fernsehen oder Rundfunk hören. Neugierig geworden habe ich mich daraufhin im Internet informiert. Was ich dort lesen musste, hat mir glatt die Sprache verschlagen. Zur Information der Leser möchte ich aus einer Kolumne von Y. aus der TAZ auszugsweise zitieren, und das wörtlich: … weiterlesen »

Zu „Kommunalhaushalte in Rheinland-Pfalz nahezu ausgeglichen“

(„Zweitbestes Ergebnis der letzten 27 Jahre“)

Wiederholt falsche Darstellung der Landesregierung zu den Kommunalfinanzen.

Die Aussage, dass die Kommunen im Jahr 2016 mit dem „zweitbesten Ergebnis der letzten 27 Jahre“ ihre Haushalte nahezu ausgeglichen abschließen werden, ist schon ein Armutszeugnis für die Landesregierung. Nicht nur, dass man den Zeitraum auf 27 Jahre ausdehnt, damit die Ministerin,  in einer konjunkturstarken Zeit, ein positives Ergebnis verkünden kann, sondern auch die Tatsache, dass nur die „landespositiven“ Merkmale verkündet werden, schreit zum Himmel! … weiterlesen »

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Josef Schiffels

Volksschulrektor, Autor und Komponist aus Hasborn

Vor dem 1. Weltkrieg gab es in Preußen rund 40000 Volksschulen mit circa zehn Millionen Schulkindern. Unterrichtet wurden sie von ungefähr 135.000 Lehrerinnen und Lehrern. Kaum jemand dieser Volkschullehrer war im Rheinland bekannter als Josef Schiffels, der Rektor der Volksschule Wittlich. Jahr um Jahr veröffentlichte dieser vielseitig begabte Pädagoge neben anderen Werken gefragte Schriften zu Themen des katholischen Unterrichts. Auch wenn Schiffels in zeitgenössischen Lexika erwähnt wurde, so findet sich bis jetzt die umfangreichste Darstellung über ihn in einem Aufsatz von Kathrin Simon aus dem Kreisjahrbuch Bernkastel-Wittlich 1989. … weiterlesen »

Peter Aloys Licht

Deutschkatholischer Priester aus Kesten

Deutschkatholiken – das ist die Bezeichnung für eine in den 1840er Jahren aus der römisch-katholischen Kirche hervorgegangene kirchenkritische Bewegung, die schnell viele Anhänger gewann, sich aber nicht lange erfolgreich halten konnte. Historisch wirksam bleibt sie als Vorläuferin moderner freireligiösen Gruppen. Zu ihren Vordenkern gehörte der 1781 in Kesten geborene Pfarrer Aloys Licht. Für seine damalige Bekanntheit spricht, dass von ihm sogar eine Abbildung existierte: Der Offenbacher Maler P. C. Appell verkaufte ein lithographiertes Porträt Lichts; Appell hatte sich darauf spezialisiert, Bildnisse prominenter Deutschkatholiken (insbesondere des schlesischen Priesters Johannes Ronge) anzufertigen. Dass Licht in seiner Moselheimat nicht vergessen ist, zeigen zwei Beiträge in den Kreisjahrbüchern Bernkastel-Wittlich (2010 und 2011), in denen Hermann Grumbach, Lichts Landsmann aus Lieser, dessen Lebensgang darstellt und dabei den geistig-politischen Hintergrund kenntnisreich ausleuchtet. … weiterlesen »

EAZ Eifel-Zeitung – Regionale Nachrichten aus Eifel und Mosel der Landkreise Vulkaneifel, Daun, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell, Ahrweiler-Adenau, aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Polizei und Sport.