Oberliga-Frauen trotz Niederlage nicht unzufrieden

Die HSG unterlag beim Tabellenführer SG Mainz-Budenheim II knapp mit 24:21 (13:9) Toren. Dabei liefen die Gastgeberinnen in ihrer wohl stärksten Besetzung auf. Weil die etatmäßig eingesetzten A-Jugendspielerinnen aufgrund des Parallelspiels fehlten, boten sie mit Sophie Hartstock, Maxine Schmohl und Carina Köpke ihre aktuellen Zweitligaspielerinnen auf und setzten zudem auf die ehemalige Erstligaspielerin Christine Maric. Doch Matchwinner sollte Torhüterin Leonie Moormann werden, die den Unterschied an diesem Tage ausmachte.
Zunächst überraschte das Team von Trainer Thomas Feilen den Favoriten und führte 1:4 in der 8. Minute. Beim 4:4 schien Mainz das Spiel in den Griff zu bekommen. Doch die HSG hielt bis zum 7:7 in der 24. Minute dagegen und lieferte dem Tabellenführer eine Begegnung auf Augenhöhe, um dann innerhalb von vier Minuten einen klaren 13:8 Rückstand verkraften zu müssen. „Wir haben uns jetzt einige dumme Aktionen geleistet, die gleich mit Gegenstößen bestraft wurden. Das war die Vorentscheidung!“, klagte Thomas Feilen. Im weiteren Spielverlauf lieferte das Feilen-Team einen ausgeglichenen Fight, kam aber nie näher als drei Tore heran. So setzten sich die Mainzerinnen am Ende knapp durch, nachdem beim 22:19 in der 56. Minute noch einmal Hoffnung aufkam.
„Es war eine kämpferisch starke Leistung der gesamten Mannschaft und vor allem der Abwehr. Bis auf die letzten fünf Minuten der ersten Hälfte waren wir an diesem Tag gleichwertig und unser Konzept ging auf. Am Ende war es Nachwuchstalent Leonie Moormann im Mainzer Tor, die uns etliche klare Chancen aus der Nahwurfzone wegfischte und zudem drei Siebenmeter hielt. Ansonsten standen sich zwei gleichwertige Teams gegenüber, wobei die Gastgeberinnen uns körperlich überlegen waren. Wir haben stark verteidigt, die Rückraumspielerinnen und den Kreis des Favoriten gut im Griff gehabt. Die zweite Halbzeit war ein Spiel auf Augenhöhe, doch wir kamen einfach nicht mehr in Schlagdistanz. Schade, dass die Mannschaft für ihren Aufwand nicht belohnt wurde. Am Ende fehlte uns das Glück und die Abgeklärtheit. Trotz der Enttäuschung sind wir zufrieden damit, wie wir aufgetreten sind“, resümierte der HSG-Coach. HSG: Scharfbillig und Diede im Tor, Schurich (6), Steffens, Keil, Barthen (2), Flesch, Rolinger (1), Packmohr, Simonis (1), Schieke (4), Lukanowski (2), Schenk (5/5).


Rheinlandliga-Frauen: Nicht eingeplante Niederlage in Schweich

Überraschend schickte Schweich unsere favorisierten Damen II mit 30:25 (19:12) klar geschlagen auf den Nachhauseweg. Nach dem 9:8 in der 16. Minute gelang den Gastgeberinnen eine 13:8 Führung. Wittlichs Trainerin Tanja Nykytenko nahm die Auszeit, konnte jedoch nicht verhindern, dass Schweich schon zur Pause für eine gewisse Vorentscheidung sorgte.
Nach dem Wechsel schien die Begegnung jedoch noch einmal zu kippen. Die HSG kämpfte sich bis auf 20:19 in der 38. Minute heran, doch Schweich hielt dagegen und erspielte sich wieder eine 23:19 Führung. Beim 28:22 in der 52. Minute war die Partie entschieden. „Wir haben nie zu unserem Spiel gefunden und mussten auf Maria Flesch verzichten, die sich in unserem Oberligateam festgespielt hat. Dazu hatte unsere Torfrau nicht ihren besten Tag und im Angriff haben wir viel zu viele Chancen nicht genutzt. Wenigstens im Abwehrverband stimmte die kämpferische Einstellung“, resümierte Nykytenko. HSG: Hayer und, Gansen im Tor, Keil (3), L. Teusch (1), Esch (3/1), Lames (2), S. Teusch (7), Fandel (1), Ertz (3), Steffens (5/1).


Verbandsliga-Männer mit kongenialem Rückraum-Duo

Erst durch das Mitwirken von Adrian Kriewitz, Eugen Lukanowski und Marcus Fau verfügte Trainer Heinz Hammann über eine konkurrenzfähige Mannschaft, die mit einem klaren Auswärtssieg bei der HSG Bad Ems/Bannberscheid II für die Überraschung des Spieltages sorgte. Mit 26:36 (13:19) entführte sein Team beide Punkte und revanchierte sich so für die ärgerliche 27:28 Hinspielniederlage und das in beeindruckender Manier. Kein Wunder, dass Hammann nicht mit Lob an seine Schützlinge sparte: „Wir mussten ohne sieben Stammspieler anreisen, hatten aber durch Adrian, Eugen und Marcus wichtige Hilfen und mit meinem Sohn Fabian sowie Kai Lißmann ein kongeniales Paar auf dem Platz“. Bereits beim 2:6 sahen sich die Hausherren zur Auszeit gezwungen, die zunächst auch Erfolg zu haben schien. Beim 7:10 nahm Hammann seinerseits das Team-Time-Out, konnte aber nicht verhindern, dass Bad Ems in der 23. Minute zum 12:12 ausglich. Kurz vor der Halbzeit fand die HSG aber wieder zu ihrer Linie und zog mit sechs Toren davon.
Nach dem Wechsel gelang in der 50. Minute beim 19:29 die Vorentscheidung . „Fabian und Kai erzielten zusammen 19 Treffer und waren nie auszuschalten. Unser Konzept ging auf, über die Mitte zum Torerfolg zu kommen. Dazu zeigte sich Noah Schabio beim Verwerten seiner Gegenstoßchancen eiskalt. Mit einer solchen Leistung werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, gab sich Hammann, dessen Team jetzt auf den 3. Tabellenplatz vorgedrungen ist, bescheiden. HSG: Herget, F. Hammann (10), Bollig (3), Rudolphi (2), Kriewitz (3), Weikopf (2), Lißmann (9), Lukanowski (2), Schabio (5), Fau.


Oberliga weibl. C-Jugend: HSG-Mädels mit Wiedergutmachung

Merle Kloep sorgte in Rheingönheim für die Entscheidung. Archivfoto: Thomas Prenosil

Mit dem 26:29 (13:16) beim TV Rheingönnheim holten sich die Wittlicher Mädels nach kämpferisch starker Leistung einen verdienten Auswärtssieg. Sie hatten sich auch Einiges vorgenommen, denn: „Wiedergutmachung für die schwache Heimvorstellung am vergangenen Wochenende gegen die MJC Trier war angesagt“, verriet HSG-Trainer Olaf Gierenz. In der Anfangsphase gelang dies eindrucksvoll. „Mit unserer sehr beweglichen Abwehr kamen die Gastgeberinnen nicht zurecht. Immer wieder zwangen wir sie zu Fehlern und kamen zu einfachen Ballgewinnen. Im Angriff agierten wir insbesondere im Rückraum sehr beweglich und kamen vor allem über die rechte Seite zu sehenswerten Treffern. So lagen wir nach 8 Minuten bereits mit 7:3 in Führung,“ freute sich der HSG-Coach. In der Folge schlichen sich in der Abwehr einige Unkonzentriertheiten ein. Dem druckvollen Angriffsspiel der Wittlicher Mädchen hatte Rheingönheim bis zum 10:15 in der 20. Minute nur wenig entgegenzusetzen. „In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit leisteten wir uns zu viele Fehler im Angriff und bauten so die Gastgeberinnen unnötig wieder auf.“

Beim 22:22 in der 33. Minute schien das Spiel zu kippen. Erst in den letzten Minuten sicherten sich die HSG-Mädels durch drei Treffer in Folge einen am Ende verdienten Auswärtssieg. „Nach dem Ausgleich von Rheingönheim entwickelte sich ein von vielen Emotionen und intensivem Kampf geprägtes Spiel. Im Angriff fehlte der Mut und auch der Spielwitz der ersten Halbzeit. Zudem vergaben wir zahlreiche freie Torwürfe. Merle Kloep setzte sich aber immer wieder gekonnt durch und sicherte letztlich mit ihren 8 Treffern in der zweiten Halbzeit den Sieg“, lobte Gierenz. HSG: Stroh im Tor, Keidel (2), Teusch (7/3), Ensch (2), Kalteis (2), Schoppe (2), Zens (2), Rogowski, Hohns, Kloep (12).


Rheinlandliga männl. B-Jugend: HSG-Jungs enttäuschend

Bereits im Vorfeld war auch aufgrund der schlechten Trainingsbeteiligung die mangelnde Einstellung bei einigen Jungs zu erkennen und so musste sich das Nachwuchsteam der HSG letztendlich trotz einer 18:19 Halbzeitführung deutlich beim Tabellennachbarn GW Mendig mit 39:32 geschlagen geben. Gegenüber letzter Woche war die Mannschaft nicht wiederzuerkennen. Im gesamten Spiel wurden zu viele Zweikämpfe in der Abwehr verloren und so die jüngeren Gastgeber immer wieder zu einfachen Toren eingeladen. Nur durch eine akzeptable Chancenauswertung konnte das Spiel noch bis zum 26:26 Mitte der 2. Halbzeit ausgeglichen gestaltet werden. Aber nach dem ersten 3 Torerückstand kippte die Begegnung endgültig zugunsten der spielfreudigen und agilen Gastgeber. Um wenigstens noch ein ausgeglichenes Punkteverhältnis in der Rheinlandliga zu erreichen, muss das HSG-Team wieder die richtige Einstellung vor und während der beiden letzten Spiele zeigen. Für die HSG spielten: Fabian Maas im Tor, Johannes Stephan (9), Nojus Koenen (5), Maximilian Werner (5), Carlo Esch (5), Lennard Weber (2), Moritz Alt (2), Lukas Kirsch (2/1), Leon Kloep (2), Leon Wolff und Luca Follmann. Bericht: Jürgen Werner

Quelle: mosel-handball.de


Ergebnisse vom Wochenende:

BK mE-Jugend Fortuna Saarburg (a.K.) – HSG 6:19
BL wE-Jugend HSC Schweich – HSG I 18:19
BL wE-Jugend HSG II – TV Hermeskeil (a.K.) 9:29
BL mD-Jugend HSG I – HSG Kast./Simmern 29:22
BL mD-Jugend HSG Mertesdorf/Ruw. – HSG II 23:20
BL mC-Jugend HSG I – DJK St. Matthias Trier 17:8
BK mC-Jugend TV Bitburg – HSG II 25:26
OL wC-Jugend TV Rheingönnheim – HSG I 26:29
BL wC-Jugend HSG II – HSG III 28:17
RL mB-Jugend GW Mendig – HSG I 39:32 BL wB-Jugend HSG – TV Morbach 28:9
BK Frauen DJK/MJC Trier III – HSG III 25:24 VL Männer HSG Bad Ems/Bannberscheid II – HSG I 26:36
RL Frauen HSC Schweich – HSG II 30:25
OL Frauen SG Mainz/Budenheim II – HSG I 24:21


Die nächsten Heimspiele in der BBS-Halle:

Samstag, 17.02.2018
14:15 Uhr BL mB-Jugend HSG II – HSG Kast./Simmern 16:00 Uhr RL mB-Jugend HSG I – SF 09 Puderbach
18:00 Uhr VL Männer HSG I – TV Güls
20:00 Uhr OL Frauen HSG I – TSG Friesenheim

Sonntag, 18.02.2018
10:30 Uhr BL mD-Jugend HSG II – SV Neuerburg
12:00 Uhr BK mE-Jugend HSG – SK Prüm 13:30 Uhr BL wE-Jugend HSG I – HSG II 15:15 Uhr BL wC-Jugend HSG III – TV Bitburg 17:00 Uhr RL Frauen HSG II – HSC Schweich

(OL = Oberliga, RL=Rheinlandliga, VL=Verbandsliga, LL=Landesliga, BL=Bezirksliga, BK=Bezirksklasse)

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