Der Grillclub mit dem roten Auto

1. Alle „Auderather Plattespieler“ zeigten ihr ganzes Können beim Stück „Der Grillclub mit dem roten Auto“ was sie draufhaben.

„Audarther Platt(e)spieler“  waren wieder klasse – Lachmuskeln waren maximal gefordert

AUDERATH. Voll besetzt war das völlig ausverkaufte Bürgerhaus in Auderath. Schließlich begann „der Run“ auf die Karten unmittelbar nachdem der Vorverkauf eröffnet wurde und die Menschen standen teilweise Schlange, um die begehrten Tickets zu erwerben. Und das Publikum musste dies nicht bereuen, denn die Laiendarsteller/innen hatten sich wieder viel einfallen lassen, um ihre Gäste zufrieden zu stellen. Daher war die Vorfreude bei allen groß, die gekommen waren, um das neue Stück anzusehen und die Spannung bei allen, die als Schauspieler/innen oder „im Hintergrund“ mitwirkten, ob ihr Stück den „ankommen“ würde.

Nach einer Zeit der Proben und des Bühnenaufbaus hatten die Laiendarsteller/innen ihr Stück „Der Grillclub mit dem roten Auto“ einstudiert, eine Feuerwehrsatire frei nach Carsten Lögering in vier Akten. Und das diese aus dem „echten Leben“ gegriffene Geschichte sehr gut ankam, davon konnte sich auch der Landtagsabgeordnete Benedikt Oster (SPD) überzeugen, der sich als Ehrengast diese Vorstellung nicht entgehen ließ.

Er erlebte zusammen mit den anderen Gästen ein Stück, das wirklich gut ausgewählt und auf die Laienspieler/innen passend zugeschnitten war. Es wurden recht “brenzligen Situationen“ der personell eher überschaubaren Auderather Feuerwehr, deren Brandmeister Theo kürzlich verstorben war, oft drastisch und zum „Schieflachen“ dargestellt. Und nahezu alle bestehenden Vorurteile, Gerüchte und Klischees im Zusammenhang mit einer bescheiden funktionierenden Feuerwehr wurden „erstklassig bedient.“ Klar, dass dabei auch der eine oder andere Kalauer oder derbe Witz nicht fehlen durfte, sodass am ganzen Abend nahezu kein Auge trocken blieb und die Lachmuskeln Höchstleistungen vollbringen mussten.

Die neue Brandmeisterin Roswitha Specker (Natalie Hay) zeigte ihren männlichen Kollegen, wohin der Weg in der Auderather Feuerwehr führen soll.

Zum Inhalt des Stückes nur so viel: Die freiwillige Feuerwehr Auderath besteht nur noch aus drei Mitgliedern: Georg Knollenknacker (Christoph Bober), Harry Pichler (Björn Scülfort) und Otto Müller (Rudi Hieronimus). Sie sind stolz auf ihre Wehr, bringen aber außer Bier trinken und Fleisch grillen eigentlich nichts auf die Reihe. Aber das stört zunächst niemanden. Erst als Kreisfeuerwehrinspektor Sigismund Simon (Manfred Schoenemann) und seine leicht lispelnde Mitarbeiterin aus dem Katastrophenschutz Trudje Clever (Rosi Steimers) feststellen, dass diese Situation „slomm, slomm, slomm“ ist (also sehr schlimm), hat der Spaß ein Ende. Mit Roswitha Specker (Natalie Hay) wird eine Frau als neue Brandmeisterin eingesetzt, die den „Laden“ wieder auf „Vordermann“ oder besser gesagt „Vorderfrau“, bringen soll. Wie dabei die Frauen beziehungsweise die Lebensgefährtin der Feuerwehrmänner, Helga Knollenknacker (Michelle Hay), Else Pichler (Beate Thomas) und Cindy Schmidt (Linda Valerius) und die Dorfpolizistin Bärbel Becker (Aloisia Theusch) sowie „Dorftratsche“ Gretje Schumacher (Elke Scülfort) in das Geschehen eingreifen und welche Intrigen und Aktionen sie sich alle einfallen lassen, wird hier nicht verraten.

So gab es am Ende des Stückes viel Applaus und lang anhaltenden Beifall des total begeisterten Publikums, dass etwa beim Absingen von Liedversen oft auch aktiv ins Geschehen eingebunden wurde und das war der gerechte Lohn für eine großartige Leistung der Laienspielgruppe. Und am Ende des Stückes war vielfach zu hören: „Das war Theater wie es eben sein soll: einfach Spitze. Ich habe Tränen gelacht und werde da auch wieder hingehen.“

Bei dieser Aufführung ging es nicht ohne Helfer/innen vor und hinter der Bühne, bei denen sich das Ensemble ausdrücklich bedankte. Thomas Hay, Christoph Valerius, Uli Hürter und Philipp Hees waren für Ton- und Lichttechnik verantwortlich, Dieter Reck für die Filmaufnahmen. Um die Maske kümmerten sich Andrea Stoll und Michelle Hay und als Souffleusen hatten Raphaela Reicherz, Jutta Stadtfeld und Gesine Schoenemann kaum etwas zu tun. Und nicht vergessen werden darf Andrea Horst, die sehr zum Dank der Laienspielgruppe im „Ulmener Leseecke“ den Kartenvorkauf für alle Aufführungen übernommen hatte.

v. Wilfried Puth

Die weiteren Auftritte in diesem Jahr finden am Freitag, 24. November, und am Samstag, 25. November, jeweils um 20.00 Uhr im Bürgerhaus in Auderath statt. Zu diesen Vorstellungen sind noch ganz wenige Restkarten im „Ulmener Antiquariat“ in der Ulmener Bahnhofstraße erhältlich. (wp)

 

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