Gottesdienst vor dem Atomwaffenlager in Büchel

Büchel. Zu einem ökumenischen Karfreitagsgottesdienst am 3.4.2015 auf der Zufahrt zum Atomwaffenlager in Büchel laden Christen im Rahmen der Aktion „büchel65“ – einer Kette von Blockadeaktionen – ein. „ Es ist ein Kreuz mit den Atomwaffen – mit ihrer menschenverachtenden Zerstörungskraft sind sie ein Symbol für die Ablehnung christlicher Ethik“ meint der evangelische Pfarrer Berthold Keunecke aus Herford, der den Gottesdienst verantwortet. Er fügt hinzu: „Mit unserem Gottesdienst feiern wir die Ohnmacht Christi, der für uns Gewalt und Unrecht erduldet hat, und stellen uns damit der Macht und dem Unrecht in den Weg.“

Der Gottesdienst wird die Zufahrt zum Atomwaffenlager blockieren und stellt somit eine Aktion des Zivilen Ungehorsams dar. „Wir setzen damit ein öffentliches Zeichen dagegen, dass hier deutsche Soldaten den Einsatz von Atomwaffen üben – denn wir halten das für völkerrechtswidrig“ fügt Pfarrer Berthold Keunecke an.

Der Gottesdienst beginnt um 13.30 Uhr vor dem Fliegerhorst Büchel, B 259 / L 52 in Alflen bei Cochem. Es wird bis 15.30 Uhr die gesamte Passionsgeschichte gelesen und in Liedern und Texten meditiert. Die Gottesdienstbesucher werden gebeten, schon um 13 Uhr an einer kurzen Vorbesprechung auf der Wiese neben der Landstraße teilzunehmen.

Seit dem 26.März 2015 blockieren unterschiedliche Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet mehrmals in der Woche die Zufahrt zum Fliegerhorst in Büchel, wo die letzten US-Atomwaffen im Rahmen der Nuklearen Teilhabe gelagert sind und Bundeswehrsoldaten ihren Einsatz üben. Dies wird die 5. Blockade im Rahmen der Kampagne büchel65 sein.

 

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