„Kunst(h)orte im Eupener Land entdecken” immer am ersten Sonntag des Monats „entrée libre“

Kreis Eupen. Am Sonntag, 6. Oktober 2013, zwischen 14 und 18 Uhr warten wieder die partnerschaftlich verbundenen Kunst(h)orte im regionalen Eupener Land auf Ihren Besuch. Für Kunstinteressierte haben wie immer am ersten Sonntag im Monat gleichzeitig geöffnet:

Kunstatelier 2Stark, B-4720 Kelmis, Plaatweg 23
Zentrum für Kunst und Kultur de Kopermolen, von Clermontplein, NL 6291 AT Vaals
Kunst und Kultur im Köpfchen, Eupener Straße 420, D-52076 Aachen  
Ramírez-Máro-Institut, Gostert 102, B-4730 Hauset-Raeren
Fondation Peter Paul J. Hodiamont, Mazarinen 9, B-4837 Baelen  
Göhltalmuseum, Maxstraße 9-11, B-4720 Kelmis / Neu-Moresnet  
Kulturelle Begegnungsstätte ‚Maison art Pütz‘, rue de Hombourg 2, B-4850 Montzen
Atelier I.S., Heidestr.39, B-4711 Walhorn 

Außerordentlicher Kunst(h)ort am 6. Oktober: Skulpturengarten und Studio des Bildhauers Professor Wolfgang Binding, B-4731 Raeren-Eynatten, Johannesberg 101

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei: info@kunstroute-weser-goehl.eu oder Website: www.kunstroute-weser-goehl.eu

Aktivitäten in den Kunstorten „en détail“:

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Skulpturengarten 2Stark in Kelmis ©Urban Stark

Kunstatelier 2Stark, Plaatweg 23, B-4720 Kelmis: Neben Ruth und Urban Stark präsentieren Gastkünstlerinnen aus Aachen (Ela Schwartz, Malerei) und Düren (Sarah Schiffer, Papierschnitte und Papier-Figuren-Theater (Aufführung Papiertheater: Di, 08.Okt., 17h) ihre Arbeiten. Öffnungszeiten: So, 6.Okt, von 14-18h;  sowie jeden Dienstag von 11-18h.

Kopermolen Vaals:  Am 6. Oktober um 15 Uhr Vernissage der Ausstellung von Monika Petschnigg und Christel Wermuth. Monika Petschnigg, 1940 in Köln geboren, studierte an der RWTH Aachen, der Universität Bonn und an der Kunstakademie Trier. Ihre Bilder sind abstrakte Kompositionen, die ihre Inspiration in der Natur finden. Aus der Fülle der Farben werden Formen. Die Künstlerin widmet sich ebenfalls der Fotografie. Die Malerin Christel Wermut, 1951 in Ibbenbüren geboren, hat in Aachen und Bielefeld studiert. In ihren Bildern spürt sie Spannungsverhältnisse von Formen und Farben auf. Bildelemente fangen an zu “Tanzen” und scheinen schwerelos durch den Raum zu schweben. Die Kopermolen ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt zu Gebäude und Ausstellung ist frei.

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Ausstellung “Give me a house” von Olivia Mortiers im ehem. Belgischen Zollhaus ©mortier

Kunst und Kultur im Köpfchen: „Give me a house“ > Olivia Mortier, belgische Künstlerin. Die Szenografin absolvierte ergänzend ein Bildhauerei-Studium an der Académie Royale des Beaux-Arts in Brüssel. Seither ist Olivia Mortiers Arbeit ein Zusammenschluss von Skulptur, Keramik und Gravur. Sie neigt dazu, mit neuen experimentellen Wegen Materialien zu verwandeln. Hierbei konzentriert sie sich auf den Widerstand der Materialien, insbesondere auf den des Porzellans. Mortiers Ziel ist nicht die Funktionalität von Keramik, sondern die Erforschung und Hinterfragung des Materials. Im Belgischen Zollhaus zeigt sie allerdings eine Installation, in der sie sich zentral mit dem Thema Heimatlosigkeit beschäftigen wird und als Werkstoff das Plastikmaterial von Tragetaschen wählt – die Tasche als Rest eines Lebens, eine Zuflucht mit der Aufgabe von Schutz.

Ramírez-Máro-Institut: Hier werden die Werke der international renommierten Kunstmaler Antonio Máro und seines Sohnes Rafael Ramírez Máro präsentiert. In 4837 Baelen, Mazarinen 9 finden Sie die Fondation Peter Paul J. Hodiamont. In dem von Peter Hodiamont in den 70er Jahren renovierten und ausgebauten wallonischen Bauernhof beeindrucken eine Fülle von Arbeiten aus seiner über 60-jährigen Schaffenszeit. Der Skulpturenpark lädt bei schönem Wetter zum Open-Air-Rundgang ein. Gleichzeitig sei an die Hodiamont-Ausstellung im Kulturkino Vogelsang ip in Schleiden erinnert: Krieg und Versöhnung. Die Ausstellung mit Anti-Kriegsbildern wird noch bis Ende 2013 in der ehemaligen NS-Ordensburg zu sehen sein. Ab Aachen Bushof verkehrt täglich mehrmals ein Bus direkt bis Vogelsang (NATIONALPARK-LINIE SB63).

Im Göhltalmuseum in Kelmis gibt es am 6. Oktober voraussichtlich eine kleine „Kunstpause“. Der Besuch lohnt sich trotzdem. Hier erfährt man viel Interessantes zur Bergbauhistorie des Altenburger Landes und über die einzigartige Konstellation von Neutral-Moresnet in der bewegten Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Neutral-Moresnet (dt. auch Altenberg) war von 1815 bis 1919 ein 3,4 km² großes neutrales Territorium zwischen Deutschland und Belgien 7 km südwestlich von Aachen gelegen. Im Norden reichte das Gebiet Neutral-Moresnets bis zum Vaalserberg, der damit ein Vierländereck (mit den Niederlanden, Belgien und Deutschland) bildete.

Maison art Pütz in Montzen: Bildhauer, Kunstsammler und Ausstellungsmacher Dieter Schlusche hat als Gastkünstler für die Hausgalerie den Bildhauer Herbert Koller aus Meerbusch und die beiden Maler P.J. Abels u. H.J. Söffker aus Düsseldorf gewinnen können. In dem historischen Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert können in einem separatem Schauraum die eindrucksvollen Steinskulpturen von Dieter Schlusche besichtigt werden. Einige Objekte sind käuflich zu erwerben.

Im Atelier I.S. in Walhorn kann man ganzjährig wechselnde Kunstausstellungen in entspannter Atmosphäre erleben. In den Werkstatträumen zeigt die Künstlerin Inge Sauren den interessierten Besuchern traditionelle Arbeitstechniken der Vergolder- und Restaurationskunst. Die Besucher des Ateliers finden hier eine kleine Oase wo das Wort Kunst kein Begriff ist, sondern eine Lebensform, die zum Verweilen einlädt und neugierig macht.

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Skulpturengarten des Bildhauers Prof. Wolfgang Binding in Eynatten ©oedekoven.com

Das Studio und der Skulpturengarten des bekannten Bildhauers Prof. Wolfgang Binding in Eynatten, Johannesberg 101  steht erstmalig für Freunde der Kunstroute Weser-Göhl offen. Von 1976 bis 1993 war Binding Professor für Bildhauerei an der Fakultät für Architektur der RWTH in Aachen. Seit 1993 arbeitet er als freischaffender Bildhauer und hat in seiner langjährigen Künstlerzeit zahlreiche Denkmäler und Skulpturen für den öffentlichen Raum in ganz Deutschland geschaffen. Und immer wieder sind es die Lebewesen, ob Mensch oder Tier, die ihn beschäftigen. Eine Ziegenplastik Bindings steht übrigens im New Yorker Guggenheim Museum und eine tonnenschwere Skulptur mit dem Titel „Spielende Pferde“ begrüßt seit Jahren die Freunde des Reitsports in der Aachener Soers zum jährlich stattfindenden CHIO. Sein Studio ist von Deutschland aus leicht zu erreichen: Monschauer Straße, Grüne Eiche, hinter dem Bio-Bauernhof rechts abbiegen, Johannesberg! Parkplätze bitte im weiteren Umfeld nutzen. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei: info@kunstroute-weser-goehl.eu Website: www.kunstroute-weser-goehl.eukarte

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