Jugendfeuerwehr: Kreis Mayen-Koblenz sieht sich gut gerüstet

Kreis Myk/Kettig. Die Jugendfeuerwehr im Landkreis Mayen-Koblenz kann sich über stabile Zahlen bei den Mitgliedern mit leichtem Zuwachs freuen. Dies wurde besonders deutlich, als über 130 Delegierte in das Bürgerhaus nach Kettig anreisten, um das vergangene Geschäftsjahr Revue passieren zu lassen.

Die Nachwuchsarbeit wird schwieriger, denn mit Familie, Freunden und Hobbys und der großen Palette an Freizeitaktivitäten bleibt bei jungen Menschen die Feuerwehr nicht zwangsläufig übrig: „Wir müssen mehr bieten als früher, um attraktiv zu sein“, sagt Kreisjugendwart Horst Klee. Obwohl die Rahmenbedingungen schwieriger geworden sind, konnte Klee äußerst positive Zahlen melden: „2016 konnten wir einen Zuwachs von 2,3 Prozent  an Mitgliedern verzeichnen, so dass wir aktuell in 40 Jugendfeuerwehren im Kreis über 442 Jugendliche an Bord haben. Mehr als ein Viertel – 107 – sind Mädchen. Das ist ein wert, auf den wir ganz besonders stolz sind.“

Dass die Jugendwehren nach wie vor einen großen Stellenwert genießen, zeigten auch die politischen Gäste: Landrat Dr. Alexander Saftig wertete die Jugendarbeit als „wichtiges Element“ und freute sich besonders, dass in den vergangenen Monaten gleich drei neue Jugendgruppe in Dieblich (VG Rhein-Mosel), Nickenich (VG Pellenz) und Urmitz (VG Weißenthurm) gegründet werden konnten. „Habt Spaß bei allem, was Ihr tut. Wir stehen hinter Euch und wissen zu jeder Zeit, dass wir uns auf Euch verlassen können.“ Auch Thomas Przybylla, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Weißenthurm, wertete die Nachwuchsarbeit als „Basis für die Feuerwehr überhaupt“. Und Kettigs Ortsbürgermeister Peter Moskopp betonte, dass man das Bürgerhaus gerne für die Versammlung zur Verfügung gestellt habe.

Bei Teilneuwahlen des Vorstandes gab es eine Veränderung bei der Mädchenvertreterin: Anika Wolff (Feuerwehr Plaidt/VG Pellenz) musste aus privaten Gründen das Amt abgeben. Ihre Nachfolgerin wurde Carina Straub (Feuerwehr Mayen-Hausen). Im Amt bestätigt wurde Peter Moskob (Feuerwehr St. Sebastian/VG Weißenthurm). Dem Kassierer Olaf Kalz wurde nach seinem Jahresbericht über die finanziellen Entwicklungen und Investitionen von den Kassenprüfern eine sorgfältige Arbeit attestiert. Moskob, Matthias Schneider (Feuerwehr Plaidt/VG Pellenz), Michael Feinen (Feuerwehr St. Johann/VG Vordereifel) und Patrica Höfer (Feuerwehr St. Sebastian/VG Weißenthurm) übernahmen gerne für ein weiteres Jahr ihre Aufgaben.

Bei der Wahl zum Austragungsort der Delegiertenversammlung 2018 setzte sich im zweiten Durchgang die Jugendfeuerwehr Vallendar gegen die angereisten Vertreter aus Bell (VG Mendig) durch. Bei der Wahl zur Ausrichtung des Kreisjugendfeuerwehrtages 2018, der klassischerweise mit einem Jubiläum der Jugendfeuerwehren verbunden ist, standen Ettringen (VG Vordereifel, 50 Jahre) und St. Sebastian (VG Weißenthurm, 50 Jahre) zur Wahl. Mit deutlichem Abstand stimmten die Delegierten für St. Sebastian. Jugendwart Peter Moskob freute sich über die Zustimmung, zumal auch das neue Feuerwehrhaus, was sich derzeit im Bau befindet, besichtigt werden kann.

Doch dann wurde es nochmal feierlich: Manuela Koll von der Feuerwehr Andernach-Miesenheim erhielt aus den Händen von Tobias Zelter, dem stellvertretenden Landesjugendfeuerwehrwart, und Horst Klee das Ehrenabzeichen der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz in Bronze. Auch ein kleines symbolisches Dankeschön für die Arbeit mit Feuerwehrmann Thomas Blum, der im vergangenen Jahr bei einem tragischen Unfall aus der Feuerwehrfamilie gerissen wurde. Beide waren viele Jahre in den Zeltlagern des Kreises für die Verpflegung der Teilnehmer mit großem Einsatz und Herzblut dabei.

 

 

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