51 neue Schulen für Burkina Faso: Ministerium fördert Initiativen des Solidaritätskreises Westafrika mit 1,8 Millionen Euro

schule_01_49_15Hillesheim. Bittere Armut, sengende Hitze und fehlende Zukunftsperspektiven.  – Bilder, die viele mit Afrika verbinden. Wer mit dem in Hillesheim/Eifel ansässigen Solidaritätskreis Westafrika bei der jährlichen Projektbesichtigung der von ihm durchgeführten Schulbauten in Burkina Faso teilnimmt, lernt auch ein anderes Afrika kennen: Lachende Kindergesichter, engagierte Lehrer, eine gesellschaftliche Aufbruchsstimmung sowie deutliche Verbesserungen in der Infrastruktur und bei der Nahrungsmittelversorgung.

Dazu trägt auch der Entwicklungshilfeverein um den früheren Notar Charly Simonis bei. In den letzten 25 Jahren hat seine Initiative mit großer Beharrlichkeit sich um den Schulausbau in dem westafrikanischen Land verdient gemacht.

schule_02_49_15Dieses Engagement wird nun erneut von der deutschen Entwicklungspolitik gefördert: Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat dem  Verein für sein neues Schulbauprogramm 2016-2018 einen Zuschuss von 1,8 Millionen Euro bewilligt.  Im Rahmen dieses Schulbauprogramms werden in den kommenden beiden  Jahren in Burkina Faso 49 „Collèges“ (entspricht unseren Realschulen mit den Klassen 7 – 10) und 2 Grundschulen gebaut und die Bohrung von 21 Tiefbrunnen finanziert. Gerade der Bau weiterführender Schulen ist für die Entwicklung des Landes unerlässlich. Denn nur der erfolgreiche Besuch eines Collèges und eines sich gegebenenfalls anschließenden Gymnasiums eröffnet den Weg zu beruflichen Qualifikationen als Lehrer, Erzieher, Ingenieur und fördert neue Ideen und Kompetenzen in der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen oder im Logistikbereich. Besonders wird darauf geachtet, dass möglichst viele Mädchen eingeschult werden und im Unterricht auch über Geburtenregelung gesprochen wird. Dies alles trägt dazu bei, die Flüchtlingsströme aus Westafrika zu reduzieren.

Insgesamt hat der Solidaritätskreis Westafrika dann 206 Collèges (1.217 Klassenräume) und 164 Grundschulen (593 Klassenräume), 459 Lehrerhäuser und 115 Brunnen errichtet und für über 135.000 Kinder neue Schulplätze geschaffen. 17,6 Millionen Euro wurden insgesamt investiert. Da durchschnittlich ca. 75 Kinder in einer Klasse sind, kostete jeder Schulplatz rund 130 Euro. Besonders wichtig für den Verein ist es, dass das Entwicklungshilfeministerium nochmal erlaubt, das Sammeln von Sand, Kies und Steinen durch die jeweilige Dorfbevölkerung und den Transport zur Baustelle auf die vom Solidaritätskreis zu erbringende Eigenleistung von einem Viertel der Gesamtkosten  anzurechnen. So muss der Verein im Rahmen seines neuen Schulbauprogramms nur ein Achtel der Kosten eines Schulprojekts durch Geldspenden aus Deutschland finanzieren, weil die afrikanischen Dörfer durch ihre aktive Mitarbeit vor Ort ebenfalls zum Gelingen beitragen. Durch den großzügigen Zuschuss des deutschen Entwicklungshilfeministeriums werden alle eingehenden Spenden vervielfacht.

Spenden werden auf das Konto des Solidaritätskreises Westafrika bei der Kreissparkasse Vulkaneifel  IBAN DE77 5865 1240 0002 0101 71 erbeten. Weitere Informationen: www.solidaritaetskreis.de  oder www.facebook.com/solidaritaetskreis/?fref=ts. Anfragen an: info@solidaritaetskreis.de

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