Regenbogenfahnen wehen von der Brücke in Bernkastel-Kues

Ministerin Anne Spiegel (dritte von links) beim Hissen der Regenbogenfahnen in Bernkastel-Kues. Links Stadtbürgermeister Wolfgang Port – daneben Initiatorin Tina Wilhelmus. (Quelle: Stadt Bernkastel-Kues)

Bernkastel-Kues. Ein buntes Bild zeigt sich beim Hissen der insgesamt acht Regenbogenfahnen in Bernkastel-Kues. Stadtbürgermeister Wolfgang Port und Ministerin Anne Spiegel haben zahlreiche Besucherinnen und Besucher begrüßt – unter ihnen auch viele queere Menschen aus der Region.

Ganz bewusst ist dieser Termin gewählt worden, denn der Monat Juli ist der sogenannte „Pride-Month“ für Menschen, die schwul, lesbisch, bisexuell, transident, intergeschlechtlich und nicht binär sind. Der Juli steht für zahlreiche Christopher Street Days, in denen diese Menschen Straßenzüge organisieren, um damit für mehr Akzeptanz zu werben. In Zeiten von Corona fällt diese Aufmerksamkeit aus und so hat Tina Wilhelmus vom Kultur- und Bildungszentrum SCHMIT-Z e.V. die Flaggen nach Bernkastel-Kues gebracht: „In vielen Ländern wehen diese Fahnen schon. Sie stehen für Weltoffenheit und Akzeptanz von Vielfalt. Und in einer Stadt wie Bernkastel-Kues haben sie noch gefehlt.“

Stadtbürgermeister Wolfgang Port hat spontan zugesagt, die gesponserten Fahnen in den nächsten drei Wochen von der Brücke wehen zu lassen. Denn auch seiner Meinung nach sollte es in der heutigen Zeit keine Rolle mehr spielen, welche sexuelle oder geschlechtliche Identität ein Mensch besitzt. „Wir möchten als Stadt weltoffen sein, uns solidarisch zeigen und für mehr Akzeptanz werben und wenn wir das mit den Fahnen ansatzweise schaffen können, dann lassen sie es uns doch einfach tun“, so der Stadtbürgermeister bei seiner Begrüßung.

Ministerin Spiegel hat persönlich das Hissen der Fahne übernommen. „Die Regenbogenfahnen stehen als Symbol für Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Ich freue mich, dass die Stadt Bernkastel-Kues mit diesem weithin sichtbaren Zeichen Flagge zeigt, denn noch immer gibt es Vorurteile gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten, intergeschlechtlichen und nichtbinären Menschen“, erklärte Ministerin Anne Spiegel. „Wir dürfen mit unserem Kampf gegen Diskriminierung und unserem Engagement für rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt nicht nachlassen. Daher werden wir den Landesaktionsplan ‚Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen‘ gemeinsam mit den Kommunen, gesellschaftlichen Gruppen und Queer-Organisationen auch in Zukunft weiterführen.“

Henrik Wagner von der queeren Jugendgruppe Colors aus dem Jugend-Kultur-Zentrum in Bernkastel-Kues zeigt sich begeistert von dem optischen Signal, welches von den Fahnen ausgeht: „Vor allem in einer Zeit, in der Diskriminierungen gegen LGBTQs in Europa erneut ansteigen, ist es besonders im ländlichen Raum wichtig solch ein Zeichen zu setzen um queeren und vor allem ungeouteten Mitbürger/innen zu zeigen, dass ihre Stadt und ihre Region hinter ihnen stehen. So gibt dieses Zeichen der Solidarität queeren Jugendlichen die Kraft in ihrer Heimat so zu leben wie sie möchten.“

Nach dem Hissen der Fahnen gab es für alle noch ein Stück Regenbogenkuchen.

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