Alexander Schweitzer: Die Unterstützung der Betroffenen hat weiterhin höchste Priorität

Ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal berichtete Minister Alexander Schweitzer über die Fortschritte der vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung initiierten Projekte, die Betroffene in der Region unterstützen. „Wir lassen die Menschen nicht im Stich und werden weiterhin alles unternehmen, um Betroffene der Hochwasser-Katastrophe vor Ort zu unterstützen. Ich bin sehr froh, dass wir sehen, wie gut die Projekte angenommen werden“, betonte Schweitzer.

Um die arbeitssuchenden Menschen im Ahrtal in ihrem veränderten Alltag zu unterstützen und sie zu begleiten, werden seit Mitte Oktober die beiden Projekte „Ganzheitliches Coaching in der Flutregion“ durchgeführt. Die Coaches nehmen die Belange der Teilnehmenden ganzheitlich in den Blick und verstehen sich als Lotsen zu bestehenden Unterstützungs- und Beratungsangeboten. So sind neben der Sicherung der alltäglichen Bedürfnisse die Entwicklung beruflicher Perspektiven oder Hilfen bei der beruflichen Neuorientierung zentrale Elemente der Projekte, um die Teilnehmenden auf die Eingliederung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorzubereiten. Die beiden Projekte haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022.

Insgesamt stehen in den beiden Projekten, die das Land fördert, 80 Plätze zur Verfügung. Die Plätze werden durch Beratungsgespräche im Jobcenter Ahrweiler oder der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen vermittelt. Bereits rund 70 Teilnehmende profitieren von dem ganzheitlichen Coaching.

Die Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 hatte auch massive Auswirkungen auf die Ausbildung von zukünftigen Pflegefachpersonen im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Viele praktische Ausbildungsorte wie ambulante Pflegedienste wurden in der Katastrophe zerstört. Zudem sind etliche Pflegeauszubildende aus dem Landkreis auch persönlich von der Katastrophe betroffen. Damit die Ausbildung dennoch fortgesetzt werden kann, wurde ein Pflegeschulstandort am Krankenhaus der Marienhaus GmbH im Landkreis reaktiviert“, so Sozialminister Alexander Schweitzer. Für die praktische Ausbildung wird das sogenannte Skills-Lab aus Mitteln der Landesregierung in Höhe von 124.000 Euro vollfinanziert.

Das Skills-Lab enthält neben verschiedenen Pflegesimulationspuppen und der dazugehörigen Software auch die Möglichkeit, per Videoübertragung die praktische Ausbildung zu gestalten. Es bildet typische Tätigkeitsbereiche des Pflegeberufes ab und bietet die Möglichkeit, demonstrierte pflegerische und medizinische Tätigkeiten beobachtbar zu machen. Damit wird für die Pflegeauszubildenden die Möglichkeit geschaffen, einen lernzielorientierten und effektiven simulationsgestützten Unterricht durchzuführen. Der Bewilligungsbescheid wurde im Dezember 2021 überreicht. Derzeit werden die Geräte zum Aufbau des Skills-Lab beschafft und installiert.

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