Erstes Seniorenheim im Landkreis Vulkaneifel von Corona-Virus befallen

Hillesheim. Im Maternus Seniorencentrum Katharinenstift Hillesheim  sind 14 der insgesamt 105 Bewohner und 4 Pflegekräfte positiv auf COVID-19 getestet worden. 2 Bewohner werden derzeit stationär im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth in Gerolstein behandelt. Die übrigen 12 positiv getesteten Bewohner haben bisher keine oder nur sehr geringe Symptome.

Zunächst ist das Corona-Virus bei einer stationär behandelten Bewohnerin sowie bei einer Pflegekraft nachgewiesen worden. Die positiv getestete Pflegekraft ist seither in häuslicher Quarantäne. Im Rahmen des Kontaktpersonenmanagements wurden darauf hin von Seiten des Gesundheitsamtes bei 34 weiteren Bewohnern und 8 Pflegekräften sofort Abstriche durchgeführt. Der betroffene Wohnflur wurde entsprechend in Quarantäne versetzt, um eine weitere Verbreitung zu minimieren. Die Bewohner standen seither unter besonderer Beobachtung. Alle nötigen Schutzmaßnahmen wurden in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sofort umgesetzt. Am gestrigen Abend hat das Gesundheitsamt die Testergebnisse erhalten: Bei insgesamt 14 Hausbewohnern und 4 Pflegekräften wurde das Virus bisher nachgewiesen. Die positiv getesteten Pflegekräfte befinden sich seit dem Bekanntwerden der Ergebnisse am gestrigen Abend in häuslicher Quarantäne.

Gesundheitsamt des Landkreises Vulkaneifel arbeitet mit Hochdruck

Das Gesundheitsamt des Landkreises Vulkaneifel ist bereits seit den frühen Morgenstunden des heutigen Samstags, 04.04.2020 unter Leitung von Dr. Volker Schneiders  mit mehreren Teams vor Ort in Hillesheim, um dort gemeinsam mit der Einrichtungsleitung weitere Wohnbereiche zu isolieren und alle bisher noch nicht getesteten 69 Bewohner sowie 83 Mitarbeiter zu testen. Die Angehörigen der Bewohner wurden seitens der Einrichtungsleitung informiert. Bereits seit Mitte März wurden Besuche von außerhalb im Maternus Seniorencentrum Katharinenstift in Hillesheim auf das absolut Nötigste beschränkt, seit dem 12.03.2020 sind keine Besuche von außen mehr möglich. Ebenso sind gemeinschaftliche Aktivitäten oder Veranstaltungen bereits seit dem 20.03.2020 eingestellt.

Landrat Heinz-Peter Thiel ruft Vulkaneifler zu Solidarität auf

„Alle Sicherheits- und Schutzmaßnahmen wurden entsprechend eingehalten. Dennoch sieht man, wie heimtückisch und schnell das Virus sich verbreiten kann, vor allem bei unseren älteren Mitmenschen, die eine der Risikogruppen bilden“, so Landrat Heinz-Peter Thiel. „Die Nachricht, dass Senioren in Ihrer besonders behüteten und schutzbedürftigen Umgebung vom Corona-Virus erreicht wurden, macht mich sehr betroffen. Die, die wir gemeinsam mit der Senioreneinrichtung mit am stärksten behüten wollten, sind nun leider direkt betroffen. Wir wünschen allen, dass sie den Erkrankungen gut widerstehen. Allen Vulkaneiflern: Halten Sie sich an die vorgegebenen Regeln, halten Sie Abstand. Ich weiß, dass das derzeit sommerliche Wetter dazu verlockt, Ausflüge zu machen oder gar Verwandte oder Freunde zu besuchen.  Übernehmen Sie Verantwortung für Andere, zeigen Sie sich solidarisch. Heute ist Weniger Mehr. Diszipliniertes Einschränken von Kontakten verzögert die schnelle Verbreitung des Corona-Virus und kann Leben retten. Schützen Sie sich und schützen Sie vor allem auch all die Menschen, die durch entsprechende Vorerkrankungen oder ihr Alter besonders jetzt gefährdet sind“, so der eindringliche Aufruf von Landrat Heinz-Peter Thiel.

Fallzahlen im Landkreis Vulkaneifel am heutigen 04.04.2020

Die Fallzahlen im Landkreis Vulkaneifel haben sich seit gestern Abend, Stand heute 04.04.2020, 16:00 Uhr nicht verändert. D.h. bisher sind 82 Personen mit Wohnsitz im Landkreis Vulkaneifel positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Davon konnten 30 Personen die häusliche Quarantäne in der Zwischenzeit wieder verlassen. Aktuell sind demnach 52 Personen mit dem Corona-Virus im Landkreis Vulkaneifel infiziert. Davon sind 4 in stationärer Behandlung.

 

 

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