Gastronomie in der Eifel – Digitalisierung eröffnet neue Chancen

Die Eifeler Küche galt lange Zeit und das völlig zu Unrecht als „arme Leute“-Küche und stand im Schatten der Rheinischen und Burgunder-Küche. Doch die typischen Gerichte aus regionalen Zutaten wie „Döppekooche“, „Spießbroode“ oder auch einfach nur „Schloot“ und „Kappes“ sind mittlerweile stark nachgefragte Gerichte, die auch immer noch in vielen Restaurants in der Eifel serviert werden. Mit dem Servieren ist es nun jedoch schon seit einiger Zeit nicht mehr ganz so einfach, da bis auf Weiteres geschlossen bleiben muss. Um zu überleben sind viele Restaurantbesitzer geradezu zwangsläufig in die Digitalisierung gerutscht und entdecken gerade die Vorteile. Nicht wenige sind sogar begeistert von den Chancen der Digitalisierung für die Branche.

Handy früher nur zum Telefonieren genutzt

Natürlich sind auch die Eifeler Restaurantbetreiber schon lange Besitzer eines Smartphones. Dieses wurde früher jedoch hauptsächlich zum Telefonieren, für die eine oder andere WhatsApp-Nachricht oder auch für die eine oder andere Freizeitbeschäftigung wie Mega Fortune Spielautomat online spielen genutzt, vorausgesetzt, es gab eine brauchbare Internetverbindung.

Heute, und das hat auch mit der Pandemie zu tun, nutzen viele das Handy oder Tablet einerseits, um zu überleben, andererseits vor allem aber auch, um neue Kunden zu gewinnen. Sie bieten ihre Gerichte außer Haus bei App-Betreibern und Lieferplattformen an oder haben sogar eine eigene App entwickeln lassen, um den Nullumsatz in den Innen- und Außenbereich ihrer Restaurants wenigstens halbwegs zu kompensieren.

Nicht wenige in der Branche haben erkannt, dass ihnen das Online-Geschäft auch nach der Pandemie einen zusätzlichen Umsatz bringen kann und investieren daher auch kräftig in die Digitalisierung.

Die Digitalisierung ist somit auch in der Eifeler Gastronomie kein Neuland mehr. Sie geht jedoch noch weit über Online-Verkäufe hinaus und wird zukünftig nahezu alle Abläufe in einem Betrieb erfassen und auch effizienter machen, wovon die Gäste profitieren können.

Der Gast muss im Mittelpunkt stehen

In der Vergangenheit hatten viele Restaurants für Reservierungen, Bestellungen und Abrechnungen Insellösungen bei sich installiert. Mit diesen konnte zwar auch der eine oder andere Arbeitsablauf flüssiger gestartet und etwas mehr Überblick gewonnen werden. Der ganz große Wurf war dies in den meisten Fällen jedoch nicht, da nicht alle betrieblichen Prozesse umfasst wurden und so noch viel „Handarbeit“ notwendig war.

Die dafür aufgewendete Zeit, konnte nicht auf die Gäste verwandt werden, also für die, um die es in einem Restaurantbetrieb eigentlich geht. Die heutigen digitalen Anwendungen in den Restaurants und Gastronomiebetrieben sind dagegen offen und umfassen die gesamte „Produktionskette“ vom Einkauf, über den Verbrauch in der Küche sowie Bestellungen und Auslieferungen bis hin zur Buchhaltung, der Integration neuer Zahlungsmethoden oder der Vorbereitung der Steuererklärung.

Es handelt sich sozusagen um Systeme für alles. Im Grunde genommen ist es sogar möglich, dass solch ein digitales Restaurant-Management-System automatisch Bestellungen bei Zuliefern auslöst und dabei auch Verbrauchsmengen an bestimmten Tagen antizipiert. Das spart den Restaurantbesitzern enorm viel Zeit, in der sich, egal ob beim Kochen oder Bedienen auf den Gast und auf ihre typische Eifeler Küche fokussieren können. Vor allem der administrative Aufwand, der in den Restaurant- und Gastronomiebetrieben anfällt, kann erheblich reduziert werden. Die Systeme können außerdem gebrandet und auf den einzelnen Betrieb zugeschnitten werden.

Online-Sichtbarkeit erhöhen

Um das Online-Geschäft, also vor allem Esssensauslieferungen und Übernachtungen zu optimieren, müssen die Betriebe natürlich auch ihre Online-Sichtbarkeit erhöhen. Hier spielen auch die sozialen Netzwerke eine große Rolle. Über eine geschickte Verknüpfung von Instagram- oder Facebook-Posts oder Newsletter mit einem bestell- oder Reservierungssystem lassen sich praktisch von null auf hundert eine ganze Schar an Followern gewinnen, die in vielen Fällen auch zu neuen Kunden werden.

Kunden, die ein Restaurantbesitzer in der Peripherie einer Stadt beispielsweise vorher gar nicht erreichen konnte.  Für die Kunden bedeutet das umgekehrt noch mehr Vielfalt hinsichtlich des zur Verfügung stehenden kulinarischen oder gastronomischen Angebots. Wird dann die versprochene Qualität auch noch eingehalten, kann ein Restaurant, dass vorher nur ein begrenztes Einzugsgebiet hatte, nicht selten noch hinsichtlich der Gästezahlen expandieren.

 

 

 

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