Gute Marktstellung trotz Corona weiter ausgebaut – KSK Vulkaneifel jetzt Milliardensparkasse

Kreissparkasse Vulkaneifel in Daun (Foto EAZ)

Vulkaneifel. Die Kreissparkasse Vulkaneifel blickt auf ein außergewöhnliches Geschäftsjahr 2020 zurück. „Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt. Auch die Kreissparkasse Vulkaneifel musste viele Herausforderungen meistern. Trotz der weiterhin anhaltenden Niedrigzinssituation ist es uns gelungen, ein solides Ergebnis zu erzielen“, erklärte KSK Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen im Rahmen der Jahrespressekonferenz, die pandemiebedingt digital durchgeführt wurde.

„Unser Dank gilt als allererstes unseren Kunden und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben großes Verständnis für die umfangreichen und teilweise sehr einschneidenden coronabedingten Maßnahmen gezeigt, die wir im betrieblichen Ablauf umsetzen mussten“, betonte Vorstandsmitglied Stephan Alt. „Wir alle hoffen sehr, dass wir bald nochmal in die Normalität zurück gelangen“. Im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres ist die Kreissparkasse Vulkaneifel vor dem Hintergrund der besonderen Rahmenbedingungen durchweg zufrieden. Die Marktführerschaft im Landkreis Vulkaneifel konnte weiter gefestigt werden.

Denn zum ersten Mal in der Geschichte der Kreissparkasse Vulkaneifel wurde die Milliardengrenze mit rund 1,07 Milliarden Euro bei der Bilanzsumme überschritten. Die Bilanzsumme erfuhr mit einem Plus von 84 Millionen Euro einen kräftigen Zuwachs in Höhe von aufgerundet 8,5 Prozent. Grund dafür seien ein steigendes Kreditgeschäft und eine Flut von Kundeneinlagen gewesen.

KSK Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen (li.) und KSK Vorstandskollege Stephan Alt (Foto: KSK Daun)

Das Kreditvolumen wuchs um 41 Millionen Euro auf 774 Millionen Euro und damit ebenfalls um rund 5,6 Prozent. Infolge der COVID-19- Auswirkungen war die Kreissparkasse Vulkaneifel als wichtiger Partner der heimischen Wirtschaft gefordert. „Viele Unternehmen können erfreulicherweise auf hohe Liquiditätsreserven und Eigenkapitalbestände zurückgreifen. Allerdings trifft es auch manche Unternehmen stärker“, erläuterte Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen. Es wurden über 20 Millionen Euro als Corona-Darlehen zur Liquiditätssicherung zugesagt und weit über eintausend Tilgungslösungen umgesetzt. Die Firmenkundenberater führten über zweitausend Gespräche und zeigten ihren Kunden im Hinblick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen Handlungsoptionen auf. Das abgelaufene Jahr habe somit deutlich gezeigt, wie sehr sich die Kunden auch in schwierigen Zeiten auf ihre Kreissparkasse Vulkaneifel verlassen können.

Neben den Firmenkrediten sind auch die Privatkundenkredite überproportional angewachsen. Als erster Ansprechpartner vor Ort wurden bei unseren Baufinanzierungsexperten in unseren sieben Filialen zahlreiche Baufinanzierungen, auch verstärkt für den Bau von Eigenheimen, nachgefragt und zügig bewilligt. Das Baufinanzierungsvolumen stieg allein um 16 Prozent auf knapp 100 Millionen Euro, ein absolutes Rekordergebnis für die Kreissparkasse Vulkaneifel. All diese Faktoren führten dazu, dass die Kreditneubewilligungen mit einem Plus von über 12 Prozent auf 191 Millionen Euro außergewöhnlich stark angewachsen sind. „An dieser Stelle zeigt sich unsere, seit 166 Jahren regionale Verankerung: Aus der Vulkaneifel und für die Vulkaneifel. Die uns anvertrauten Gelder werden fast eins zu eins wieder an unsere Kunden der Vulkaneifel ausgereicht“, erklärte Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen.

Auf der Einlagenseite verzeichnete die Kreissparkasse Vulkaneifel eine wahre „Einlagenflut“. Die Kundeneinlagen sind innerhalb eines Jahres um 68 Millionen Euro und damit um 9,0 Prozent auf 825 Millionen Euro angewachsen. Auslöser dieser Entwicklung ist in erster Linie die Einführung von Verwahrentgelten zahlreicher Mitbewerber. Dies führe zu vielen Einlagenumschichtungen zur Sparkasse, für die bei der Deutschen Bundesbank 0,50 % Strafzinsen von der Sparkasse zu zahlen sind. „Bisher haben wir auf die grundsätzliche Einführung von Verwahrentgelten bei unseren Kunden verzichtet. Dies können wir leider jetzt so nicht mehr aufrechterhalten. Für Neukunden wird von daher grundsätzlich ein Verwahrentgelt eingeführt. Für Bestandskunden ist die Höhe des Verwahrentgeltes abhängig von der Intensität der Kundenverbindung“, erläuterte Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen.

Gerade in der anhaltenden Niedrigzinsphase rät die Kreissparkasse zur Vermögensabsicherung den Vermögensaufbau über Wertpapiere zu gestalten. Die Gelder auf Giro– und Tagesgeldkonten werden so gut wie nicht verzinst und versprechen keinen Inflationsschutz. „Entsprechend den Wünschen unserer Kunden in puncto Sicherheit, Liquidität und Rendite bieten wir individuell abgestimmte werterhaltende sowie wertsteigernde Geldanlagealternativen an“, unterstrich Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen.

Trotz den coronabedingten Verwerfungen konnte der DAX das Aktienjahr doch noch mit einem moderaten Plus von rund 3,6 Prozent beenden. „Die von unserem Haus empfohlene breite, internationale Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen und -themen war auch 2020 richtig gewesen“, erläuterte Vorstandsmitglied Stephan Alt. „Die Depotwerte unserer Kunden sind um mehr als 8 Prozent auf 213 Millionen Euro gestiegen“. Bei den rheinland-pfälzischen Sparkassen nimmt die Kreissparkasse Vulkaneifel hinsichtlich ihrer Vertriebsorientierung im Bereich Investmentfonds einen Spitzenplatz ein.

Das Thema Vorsorge- und Sicherheitsbedürfnis der Kunden steht bei der Kreissparkasse Vulkaneifel ganz besonders im Vordergrund. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2018 eine eigenständige Versicherungsagentur geschaffen. Seit dem Start verzeichnet die neue Agentur von Jahr zu Jahr bei den Lebens- und  Sachversicherungen enorme Zuwächse. Immer mehr Menschen sichern sich gegen Sachschäden, Unfälle und andere Risiken des täglichen Lebens ab oder sorgen fürs Alter vor. „Dabei setzen sie auf das Vertrauen unserer Kolleginnen und Kollegen unserer Versicherungsagentur. Mittlerweile sind wir im Verhältnis zu unserer Größe die zweitstärkste Vertriebssparkasse im kompletten Geschäftsgebiet der Provinzial Rheinland. Also vom Ruhrgebiet über das Rheinland bis hin zum nördlichen Rheinland-Pfalz“, erklärte Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen.

Die Bedeutung digitaler Beratung und Services im Bankgeschäft nimmt seit Jahren stetig zu. Die Corona-Pandemie habe diese Entwicklung auch bei der Kreissparkasse Vulkaneifel noch einmal enorm beschleunigt. Gemessen am Gesamtbestand der Girokonten stieg die Onlinequote jetzt auf 75 Prozent. Mittlerweile nutzen mit einem Zuwachs von rund 20 Prozent knapp 7000 Kunden die von Stiftung Warentest ausgezeichnete Sparkassen-App. Fast alle Online-Banking-Verträge sind mit einem elektronischen Postfach verknüpft. Die Kreissparkasse Vulkaneifel ist im Hinblick auf die Digitalisierung sehr gut aufgestellt. „Gerade in Coronazeiten haben sich unsere telefonischen und digitalen Service-und Beratungsangebote bewährt. Aktuell wollen wir die digitalen Serviceund Beratungsmöglichkeiten zu einer eigenständigen Filiale ausbauen“, informierte Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen. Daneben hat die Kreissparkasse Vulkaneifel auch verschiedene Veranstaltungsformate digital angeboten. Gemeinsam mit der DekaBank, dem zentralen Wertpapierhaus der Sparkassen in Frankfurt, wurden mehrere Webcast-Veranstaltungen zu den Entwicklungen und Aussichten an den Kapitalmärkten durchgeführt.

Auch 2020 habe sich die Kreissparkasse Vulkaneifel in den Bereichen Kultur, Bildung, Sportförderung und Soziales mit über 200.000 Euro engagiert und viele Spenden an soziale und karitative Einrichtungen vergeben. Hinsichtlich dem Thema Nachhaltigkeit ist die Kreissparkasse Vulkaneifel im vergangenen Jahr der „Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften“ beigetreten. Unser bisher schon nachhaltiges Geschäftsmodell wollen wir weiter bis hin zur Klimaneutralität ausbauen“, so Vorstandsmitglied Stephan Alt. Gute Noten erhielt die Kreissparkasse Vulkaneifel bei ihrer Onlineumfrage zum Thema Kundenzufriedenheit, die im vergangenen Jahr wieder durchgeführt wurde. 96 Prozent der Teilnehmer beurteilten ihre Gesamtzufriedenheit mit der Kreissparkasse Vulkaneifel mit mindestens gut. Besonders überzeugen konnten die Bereichen Serviceleistungen, Kundenbetreuung, Vertrauenswürdigkeit und Beratung. Gerade die Kunden, die in den letzten 12 Monaten eine Beratung in Anspruch genommen haben, gaben der Kreissparkasse Vulkaneifel besonders gute Noten.

„Hierüber freuen wir uns natürlich sehr und danken unseren Kunden für ihre Verbundenheit. Unser Dank gilt auch unseren knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren 12 Auszubildenden für ihr großes Engagement in einem außergewöhnlichen Geschäftsjahr. Alles in allem können wir feststellen, dass die Kreissparkasse Vulkaneifel bestens gerüstet ist und allen Grund hat positiv in die Zukunft zu blicken“, so der Vorstand der Kreissparkasse Vulkaneifel.

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