MdL Alexander Licht (CDU) zur Bilanz der Flughafen Hahn GmbH: „Dauerhaft schlechte Finanzentwicklung am Hahn wird Thema im Ausschuss“

Alexander Licht, MDL CDU

Alexander Licht, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, kommentiert die nun vorliegende Bilanz der Flughafen Hahn GmbH (FFHG):

„Die aktuelle Bilanz der FFHG für das Jahr 2018 wirft viele Fragen auf: Erheblich gesunkene Passagierzahlen, nach Zwischenhoch sinkendes Frachtaufkommen, massiv abnehmende Investitionen und unter dem Strich – bei erstmaliger Betriebsbeihilfe aus Steuermitteln (rd. 7 Mio. Euro) – beim operativen Betriebsergebnis wieder Verlust in zweistelliger Millionenhöhe und kaum eine Verbesserung.

Nach den vorliegenden Zahlen hat die FFHG das Jahr 2017 mit einem Verlust in Höhe von rd. 19 Mio. Euro abgeschlossen, das Jahr 2018 in Höhe von rd.15 Mio. Euro. Hier ist aber zu berücksichtigen, dass im Jahr 2017 eine Rückstellung für mögliche Verluste aus einer Wartungshalle für Flugzeuge vorgenommen wurde, die sicherlich auf 4-5 Mio. Euro geschätzt werden kann. Operativ bedeutet das etwa gleichbleibende Verluste in 2017 und 2018.

Foto: Eifel-Zeitung

Zur Erinnerung: Die Landesregierung und damit die Steuerzahler sind trotz Verkauf weiter im Boot. Denn neben den schon bisher geleisteten Sicherheitskostenzuschüssen hat das Land Rheinland-Pfalz im Jahr 2018 erstmals einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von rd. 7 Mio. Euro gezahlt und kann zudem Investitionskostenzuschüsse geben.

Auch nach der ‚Privatisierung‘ fährt der Hahn Jahr für Jahr massive Verluste ein, die nun durch Zahlungen aus dem Landeshaushalt gedrückt werden. Bislang ist nicht erkennbar, wie die Vorgabe der EU-Kommission erfüllt werden soll. Diese besagt, dass der Hahn bis 2024 schwarze Zahlen schreiben muss. Hier muss die Landesregierung Stellung nehmen, zumal der neue Eigentümer auch die Investitionen erheblich zurückgefahren hat. Wir wollen von der Landesregierung u.a. wissen, wie sie diese Entwicklung beurteilt und was sie tut, um die mit dem Hahn verbundenen Arbeitsplätze zu erhalten.“

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