Mercedes-AMG führt bis kurz vor Unterbrechung des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring

Nürburgring. Die Teams mit dem Rennfahrzeugen von Mercedes-AMG sind gut durch die turbulente Anfangsphase des 49. ADAC TOTAL 24h-Rennen gekommen. Vor allem der von Platz drei gestartete GT3 #4 des Mercedes-AMG Team HRT diktierte in den ersten Rennstunden das Tempo in dem hochkarätigen Feld. Das Fahrzeug von Adam Christodoulou (GBR), Maro Engel, Manuel Metzger und Luca Stolz (alle GER) sammelte dabei zahlreiche Führungsrunden auf der legendären Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs. Trotz der zu Rennbeginn äußerst schwierigen Streckenbedingungen und den damit verbundenen Rückschlägen liegen auch die anderen sieben gestarteten Mercedes-AMG GT3 nach wie vor gut im Rennen. Nach sechs Stunden wurde das Rennen wegen des immer stärker aufkommenden Nebels mit der Roten Flagge unterbrochen. Neben dem GT3 #4 auf dem aktuell zweiten Rang gehören die #7 und #8 des Mercedes-AMG Team GetSpeed, sowie die #6 des Mercedes-AMG Team HRT und die #40 von 10Q Racing Team zum Vorderfeld des Rennens.

  • Mercedes-AMG GT3 bei der Rennunterbrechung auf den Plätzen 2, 9, 10, 11, 18, 23, 25 und 26

Die 49. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring hat mit wechselhaftem Wetter und einer turbulenten Anfangsphase begonnen. Schwer einzuschätzende Streckenbedingungen ließen die Teams mit dem Mercedes-AMG GT3 zu unterschiedlichen Reifenstrategien greifen. Auf geschnitten Slicks erwischte Luca Stolz in der #4 des Mercedes-AMG Team HRT einen furiosen Start. Der 25-Jährige stürmte in der ersten Runde von der dritten Position an die Spitze und lieferte sich danach auf dem zunehmend schwierigen Untergrund packende Führungsduelle mit seinen Verfolgern. Nach einem Doppelstint übergab Stolz den GT3 in den Bilstein-Farben an Manuel Metzger (GER), der auf abtrocknender Strecke weitere Führungsrunden auf der Nürburgring-Nordschleife sammelte. Kurz vor der Rennunterbrechung absolvierte die führende #4, in der sich neben Stolz und Metzger auch noch Adam Christodoulou und Maro Engel abwechseln, einen planmäßigen Boxenstopp und fiel dadurch auf den vorrübergehenden zweiten Rang zurück.

Ungünstig verlief der anfängliche Reifenpoker für die drei weiteren Mercedes-AMG GT3, die von den aussichtsreichen Plätzen 5, 6 und 7 gestartet waren. Während die #7, einer der beiden BWT farbenen Boliden des Mercedes-AMG Team GetSpeed, und das Schwesterfahrzeug #9 des Teams auf nicht optimalen Pneus hinter die Top-20 zurückgeworfen wurden, verlor die #6 des Mercedes-AMG Team HRT sogar noch mehr Boden: Doppelstarter Engel lenkte den GT3 im Komplettdesign der Skateboard- und Streetwear-Marke Palace schon am Ende der Einführungsrunde an die Box, um auf Regenreifen zu wechseln. Hinter den rund 60 Fahrzeugen der ersten Startgruppe machte er sich anschließend auf die Verfolgung, konnte aber nicht von seiner Reifenwahl profitieren, da der angekündigte Regen erst später einsetzte.

Mit einer starken Aufholjagd machte der zweite GT3 im BWT-Design, die #8 des Mercedes-AMG Team GetSpeed, in der Anfangsphase Boden gut: Jules Gounon (FRA), Dirk Müller, Fabian Schiller (beide GER) und Matthieu Vaxiviere (FRA) verbesserten sich vom 27. Startplatz in die Reichweite der Top-Ten. Gleiches gelang der von P31 gestarteten #40 des 10Q Racing Team mit Dominik Baumann (AUT), Yelmer Buurman (NED), Kenneth Heyer (GER) und Thomas Jäger (GER).

Manuel Metzger, Mercedes-AMG Team HRT #4: „Die Rennunterbrechung ist absolut berechtigt, die Sicht ist jetzt immer schlechter geworden. Natürlich ist es schade, dass wir dadurch unseren Vorsprung von über 30 Sekunden einbüßen, aber die Sicherheit geht vor. Mein Doppelstint war sehr gut. Ich habe das Auto von Luca (Stolz) auf P1 übernommen, da war es teilweise noch recht nass. Nach drei oder vier Runden habe ich auf Slicks gewechselt und ich konnte die Führung verteidigen. Da ging dann endlich richtig was nach vorne.“

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team HRT #4: „Es ist immer schön, den Start dieses legendären Rennens zu fahren. Man hat aber auch eine gewisse Last auf seinen Schultern, das Auto gut ins Rennen zu bringen. Wir haben auf geschnittenen Slicks begonnen und das war die richtige Entscheidung. Die Bedingungen bei meinem Doppelstint waren knifflig, aber der Fight um die Spitze hat richtig Spaß gemacht. Ich habe das Auto in Führung liegend übergeben und ich hoffe, wir können uns weiter da vorne festsetzen.“

Maro Engel, Mercedes-AMG Team HRT #4 und #6: „Ich bin den Start in der #6 gefahren und die Anfangsphase war wirklich ernüchternd für uns. In der Einführungsrunde hat es geregnet und die Vorhersagen waren so, dass sich das schnell ausbreiten wird. Also bin ich am Ende der Einführungsrunde noch einmal reingekommen, um auf Regenreifen zu wechseln. Im Nachhinein eine falsche Entscheidung, denn zunächst blieb es dann doch noch relativ trocken und wir haben einiges an Zeit und Positionen verloren. Immerhin haben wir noch viele Stunden, um diesen Rückstand wieder aufzuholen, aber das wird nicht einfach.“

Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team GetSpeed #7: „Wir hatten eigentlich einen guten Rennstart, aber haben dann eine Runde zu spät gestoppt. Da haben wir leider super viel Zeit verloren. Dann kam dieser Wolkenbruch und wir haben auf Heavy-Wet-Reifen gewechselt, was aber nur zwei Runden sehr gut funktionierte. Somit haben wir leider wieder etwas Zeit eingebüßt, weil es wieder trockener wurde. Wir haben aber noch alle Chancen – vor allem jetzt mit dem Restart werden wir von P9 starten. Da ist noch alles drin für uns!“

Fabian Schiller, Mercedes-AMG Team GetSpeed #7 und #8: „Ich hatte zu Beginn des Rennens eine kleine Berührung und bedingt dadurch plötzlich sehr viel Rauch im Auto. Ich musste kurz anhalten und checken, ob ich weiterfahren kann – das ging zum Glück. Aber der Zeitverlust war da. Danach konnte ich mich aber wieder gut nach vorne arbeiten. Das Auto lief mega gut bei den schwierigen Bedingungen. Das macht mich zuversichtlich für den Restart.“

Thomas Jäger, 10Q Racing Team #40: „Der Start war sehr aufregend. In der Einführungsrunde war es zunächst nur ein leichtes Nieseln. Dann gab es aber heftige Schauer im Bereich Flugplatz / Schwedenkreuz und später auch in anderen Bereichen. Entsprechend schwierig war es zu fahren. Gerade in der ersten Stunde gab es schon enorm viele Unfälle. Man muss einfach höllisch aufpassen, um das Auto auf der Strecke zu halten. Das klappt soweit ganz gut. Wir haben schon ein paar Plätze gutgemacht.“

Moritz Kranz, GetSpeed Performance #9: „Ich bin den Start gefahren – zum ersten Mal im GT3 hier beim 24-Stunden-Rennen. Ich wollte erstmal sehen, wie aggressiv die Jungs so fahren. Ich bin in der Menge mitgeschwommen. Die letzte Runde war taktisch eine zu viel. Wir waren auf geschnittenen Slicks unterwegs und der hält solchen Wassermassen nicht stand. Da hieß es langsam fahren und auf der Strecke bleiben.“

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