Pfarreienreform: Sondierungsphase beginnt mit der Bildung von Steuerungsgruppen

Kenntnisse der Situation vor Ort zusammentragen

Trier/Bistumsweit – Genauere Kenntnisse der Situationen in den zukünftigen Pastoralen Räumen zusammentragen, um die jeweils passenden Entwicklungsschritte gemeinsam vorzubereiten: Das ist das Ziel der sogenannten Sondierungsphase, mit der die Pfarreienreform im Bistum Trier voranschreitet. Im November 2020 hatten Bischof Dr. Stephan Ackermann, Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und Mechthild Schabo, Direktorin für den Bereich Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, darüber informiert, dass es ab 2022 Fusionen von bisherigen Pfarreiengemeinschaften zu Pfarreien sowie die Bildung von Pastoralen Räumen geben wird (https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/pastoral-und-kirchliches-leben-neu-ausrichten-und-weiterentwickeln/).

Generalvikar von Plettenberg hat sich nun in einem Schreiben an die Dekanatsleitungen sowie die Vorsitzenden der Dekanatsräte gewandt und sie gebeten, dass sie für die jeweiligen Pastoralen Räume (siehe https://www.bistum-trier.de/fileadmin/user_upload/PdZ_Bistum_Pfarreien_A2_2020_11.pdf)

Steuerungsgruppen bilden. Denn: „Für diese Aufgabe der Sondierung brauchen wir Ihre pastorale Kompetenz und Ihre Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten“, heißt es in dem Schreiben. Diese Gruppen sollen sich aus Seelsorgerinnen und Seelsorgern der Dekanatskonferenz und Ehrenamtlichen (etwa aus den Dekanatsräten) zusammensetzen, damit verschiedene inhaltliche und örtliche Perspektiven zusammenkommen. Der Generalvikar empfiehlt auch, Mitarbeitende aus den Ortscaritasverbänden und kirchlichen Einrichtungen einzubeziehen.

Ziel ist, „im Hinblick auf die Gründung des Pastoralen Raumes und möglichen Fusionen der Pfarreiengemeinschaften die Situation in den 35 geplanten Räumen und den jeweiligen Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften zu sondieren“. Dazu gehören nach Angaben des Generalvikars Sachthemen wie Vakanzen, die Besetzung der Gremien oder die Personalisierung. Aber auch soziale und emotionale Faktoren wie die Bereitschaft zur Fusion, die Befassung mit den Synodenergebnissen oder die Wahrnehmung von Orten von Kirchen sollen einfließen in das Ergebnis: eine „Skizze, die Auskunft darüber gibt, wie sich die Akteure vor Ort die Schritte zur Gründung des Pastoralen Raums und das Vorgehen bezüglich der geplanten Fusionen vorstellen“, erläutert von Plettenberg. Insbesondere sollten ein angemessener Zeitraum empfohlen und Themen und Fragen, die noch zu bearbeiten sind, identifiziert werden.

Die Sondierungsphase dauert bis 30. Juni 2021. Danach werden die vereinbarten Schritte Zug um Zug in den Pastoralen Räumen und Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften umgesetzt. Die Fusionen der Pfarreien und Kirchengemeinden sind Aufgabe der Ende 2021 neu zu wählenden Gremien. Für Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften, die bereits zum 1. Januar 2022 fusionieren möchten, besteht auch diese Möglichkeit. Weitere Informationen zur Synodenumsetzung im Bistum Trier und zur Pfarreienreform sind unter www.herausgerufen.bistum-trier.de zu finden.

(JR)

 

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