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Porsche wiederholt den Vorjahressieg bei den „6 Hours of Nürburgring“

Audi Sport-Team Joest auf Rang zwei und drei
Termin für 2017 steht schon fest

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Das Siegerpodium der 6 Hours of Nürburgring: v.l.n.r.: Audi Sport-Team Joest mit Lucas di Grassi, Loic Duval und Oliver Jarvis; Porsche Team mit Brendan Hartley, Timo Bernhard und Mark Webber; Audi Sport-Team Joest mit Marcel Fässler und Andre Lotterer – Foto: Florian Hanf

Nürburgring. Le-Mans-Gewinner Porsche ist auch bei den „6 Hours of Nürburgring“ der Sieger. Fünf Wochen nach dem französischen Langstreckenklassiker konnten der Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer #1 den Vorjahressieg wiederholen.

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Foto: Florian Hanf

Veranstalterangaben zufolge erlebten insgesamt 58.000 Zuschauer am vergangenen Wochenende einen spektakulären vierten Lauf zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) auf dem Grand-Prix-Kurs in der Eifel, bei dem letztlich Timo Bernhard (GER), Mark Webber (AUS) und Brendon Hartley (NZL) triumphierten.

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Audi und Porsche waren stark unterwegs. Marcel Fässler fuhr die schnellste Runde (5. Rennrunde – 1’40.325 Minuten) im Rennen – Foto: Florian Hanf

Nach 194 Runden setzte sich das Porsche-Trio mit 53,787 Sekunden Vorsprung gegen den Audi R18 #8 von Lucas Di Grassi (BRA), Loïc Duval (FRA) und Oliver Jarvis (GBR) durch. Dritte wurde der zweite Audi mit Marcel Fässler (SUI) und André Lotterer (GER). Die Führung in der Weltmeisterschaft verteidigten die Viertplatzierten Romain Dumas (FRA), Neel Jani (SUI) und Marc Lieb (GER) im Porsche 919 mit der #2.

Konnten den Speed von Audi und Porsche nicht mitgehen – der Toyota

Konnten den Speed von Audi und Porsche nicht mitgehen – der Toyota TS050 Hybrid – Foto: Florian Hanf

Das in Le Mans nur knapp geschlagene Toyota-Team konnte in den Kampf um den Rennsieg nicht eingreifen, die beiden TS050 Hybrid landeten auf dem fünften und sechsten Platz.

Nürburgring bleibt im WEC-Kalender

Der spannende Kampf der WEC auf dem Nürburgring wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt, die Langstrecken-WM wird vom 14. bis 16. Juli 2017 auf der Traditionsstrecke in der Eifel gastieren. Alles Wichtige zum Rennen und zu den weiteren Events im Jahresprogramm des Nürburgrings gibt es im Internet unter www.nuerburgring.de.

Offener Schlagabtausch zwischen Porsche und Audi

Der offene Schlagabtausch der Hybrid-Prototypen von Audi und Porsche über die gesamte Renndauer von sechs Stunden begeisterte die große Kulisse rund um den 5,148 km langen Grand-Prix-Kurs, nachdem das Rennen von Ski-Legende Maria Höfl-Riech freigegeben worden war. Das Quartett aus Audi R18 und Porsche 919 lieferten sich schon in der ersten von sechs Rennstunden ein atemberaubendes Duell, bei dem der aus der Pole-Position gestartete Audi #7 mehrere Angriffe der Vorjahressieger im Porsche #1 abwehren mussten. Auch im Fight zwischen den dahinter folgenden Audi #8 und Porsche #2 ging es um Sekundenabstände.

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In der Anbremszone Ausgangs der Start-/Zielgeraden erwischte der Ford GT #66 den Porsche #2. Foto: Florian Hanf

Erst mit der ersten Boxenstoppphase nach 30 Runden wurden die ersten Vier etwas auseinandergezogen, und in mehreren Gelbphasen und durch glücklich abgepasste Boxenstopps konnten die Porsche sich zunächst etwas Luft verschaffen. Beiden Stuttgarter Autos lagen in Führung, als die WM-Führenden Dumas, Jani und Lieb in der #2 eineinhalb Stunden vor der Zielflagge nach einer Kollision beim Überrunden eines GT-Fahrzeugs eine Durchfahrtstrafe erhielten. Das brachte den Audi #8 mit Di Grassi, Duval und Jarvis auf Position zwei – nur knapp vor dem Porsche. Was folgte, wird den Fans lange in Erinnerung bleiben, denn in den beiden Hybrid lieferten sich Jani und Duval eine rundenlange Verfolgungsjagd auf Biegen und Brechen. Durch das Duell verloren beide so viel Zeit, dass der zweite Audi die Lücke zufahren konnte. Eine Stunde vor dem Rennende war der Kampf um die Podiumsplätze wieder völlig offen. Schließlich hatten aber die beiden Audi des Joest-Teams das bessere Ende für sich. Sie gingen auf der zweiten und dritten Position hinter dem siegreichen Porsche durchs Ziel.

Heimmannschaften im Pech

Glücklos waren am Nürburgring diesmal die Heimmannschaften. Allen voran Toyota: Die beiden TS050 Hybrid waren mit der großen Hoffnung aus dem Team-Hauptquartier im nahen Köln angereist, um den unglücklichen Ausfall in Le Mans vergessen zu machen. Doch konnten sie nicht das Tempo der Spitzenreiter mitgehen und liefen als Fünfte und Sechste im Ziel ein.

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Der CLM P1/01 – AER mit Simon Trummer, Oliver Webb und Pierre Kaffer am Steuer musste aufgrund eines technischen Defektes und Rauchentwicklungen am Fahrzeug aufgeben. Foto: Florian Hanf

In der LMP2 war René Rast im Pech: Mit seinen Teamkollegen Roman Rusinov und Alex Brundle führte er im G-Drive-Oreca 05 in der Klasse der „kleinen“ Sportwagen von Beginn an. Doch nach zweieinhalb Stunden musste er die Box anlaufen, ein Getriebeproblem verhindert den anvisierten Sieg: Es war das vierte Mal in Folge, dass der Pole-Position der Startnummer #26 ein Ausfall folgte. Die Führung erbten so Gustavo Menezes (USA), Nicolas Lapierre (FRA) und Stéphane Richelmi (MCO), die im Alpine A460 – Nissan mit der #36. Sie trugen die Klassenführung bis ins Ziel. In der GT-Kategorie konnte Ford den Heimvorteil ebenfalls nicht nutzen.

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Ford GT #66 von Stefan Mücke (GER) und Olivier Pla (FRA) – Foto: Florian Hanf

Für den Ford GT #66 von Stefan Mücke (GER) und Olivier Pla (FRA) blieb in der Endabrechnung nur der vierte Platz hinter zwei Ferrari und einem Aston Martin.

Ergebnis Rennen (Top 10)

1. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) 194 Runden
2. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18) + 53,787 Sek.
3. Fässler/Lotterer (Audi R18) + 54,483 Sek.
4. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) + 1.37,324 Min.
5. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) –1 Rd.
6. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) –4 Rd.
7. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (Rebellion) –16 Rd.
8. Lapierre/Menezes/Richelmi (Alpine) –16 Rd.
9. Albuquerque/Gonzalez/Senna (Ligier-Nissan) –16 Rd.
10. Cumming/Dalziel/Derani (Ligier-Nissan) – 18 Rd.

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