Sollen keine Babys mehr in der Region geboren werden?

Wohnortnahe Geburtshilfe für den ländlichen Raum. – Koalitionsvereinbarung umsetzen. Jetzt!

Die Gleichstellungsbeauftragte der Region Trier und im Landkreis Bernkastel-Wittlich unterstützen die bundesweite Petition und Unterschriftenaktion des Deutschen Landfrauenverbandes e.V. und rufen die Bürger und Bürgerinnen zur Unterschrift auf.

Gab es im Jahr 2000 noch 1.142 Fachabteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, waren es laut Statistischem Bundesamt 2018 nur noch 778. Gerade im ländlichen Raum ist eine gut erreichbare Geburtshilfe nicht mehr gewährleistet ist.

In den vergangenen Jahren haben in der Region insgesamt fünf Entbindungsstationen geschlossen. Dies waren im Einzelnen:

2015 Traben-Trarbach

2016 Prüm

2018 Birkenfeld

2019 Daun

2020 Geburtshaus Saarburg

Eine Entwicklung, die die Gleichstellungsbeauftragten schon 2019 mit den Schließungen der Geburtshilfestation und Klinken in der Eifel angeprangert haben. Die Situation für werdende Eltern verschärft sich im ländlichen Raum weiter. Dieser Trend der Schließung von immer mehr Geburtsstationen ohne alternatives Angebot im ländlichen Raum ist sehr schmerzlich und wurde durch Corona noch verstärkt mit der Schließung der Geburtsstation im Krankenhaus in Trier-Ehrang.

Wir fordern im Sinne von werdenden Eltern eine Verbesserung hin zu einer wohnortnahen, verlässlichen und sicheren Geburtshilfe und unterstützen ausdrücklich die Petition der Landfrauen in der es heißt: Wir LandFrauen fordern Bundesminister Jens Spahn und die Gesundheitsministerkonferenz auf, sich für eine wohnortnahe Geburtshilfe stark zu machen und erinnern dabei ausdrücklich an den von SPD und CDU/CSU unterzeichneten Koalitionsvertrag von 2018. Folgende Vereinbarung wurde hier getroffen: „Zu einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung gehören für uns neben einer gut erreichbaren ärztlichen Versorgung auch eine wohnortnahe Geburtshilfe und Hebammen.“

Der Deutsche LandFrauenverband fordert konkret:

  • Das Schließen von Geburtsstationen und Kreißsälen stoppen!
  • Die Ansiedlung von Hebammen in Kooperation mit Gynäkologinnen und Gynäkologen aktiv fördern und durch Etablierung medizinischer Versorgungszentren sicherstellen!
  • Geburtshilfe politisch zum Thema machen und bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder fest verankern!

Zum Wortlaut der Petition und Unterschriftenaktion:

https://www.change.org/Geburtshilfe-im-ländlichen-Raum

 

 

Gabriele Kretz, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Bernkastel-Wittlich, Tel. 06571-14-2255, Email: Gabriele.Kretz@Bernkastel-Wittlich.de.

Monika Hochscheid, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Wittlich,

Brigitte Heintel, Gemeinde Morbach,

Rita Busch, Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues,

Christine Reuter Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf,

Gertrud Adler, Verbandsgemeinde Traben-Trarbach,

Ursula Wollscheid, Verbandsgemeinde Wittlich-Land

 

 

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