Ja zur Biotonne, unserer Gesundheit zuliebe!

Die Kontamination sämtlicher Flächen mit Krankheitserregern im Umkreis der Biomüll-Sammelcontainer widerspricht jeglicher Hygienevorschrift und jeglichem Infektionsschutz! (Foto EAZ)

Vulkaneifel. Das zentrale Bundesgesetz „Kreislaufwirtschaftsgesetz“ verpflichtet Privathaushalte seit 2015 zur Mülltrennung. Jahrelang war die Bio-Tonne im Landkreis Vulkaneifel in Verbindungen mit einer 14-tägigen Leerung die Ideallösung mit der alle Beteiligten leben konnten, was die Gebühren anging und vor allem die Hygiene betraf. Weit über 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland verfügen über diese Biotonnen-Holsystem.

Anfang 2020 wurde im Landkreis Vulkaneifel das Einsammeln von Biomüll dahingehend geändert, dass man den Haushalten die Biotonne sozusagen weggenommen und durch sogenannte 800Liter Biomüllcontainer ausgetauscht hat. Das Ergebnis dieser Umstellung konnte man überall im Landkreis Vulkaneifel erleben. Der beauftrage Zweckverband hatte kein Konzept. Die Container quellten über. Überall lagen verdorbene Essensreste rings um die Container. Die Sauerei verschandelt die Landschaft. Mangelnde Hygiene war die Folge. Ein Nährboden für allerhand Krankheiten und Ungeziefer war die Folge. In den anderen Landkreisen des ZweckverbandesA.R.T. landet der Biomüll meistens noch in den Restmülltonnen. Niemand beschwert sich! Es gibt sogar Gemeinden, die überhaupt keinen Biomüll-Container haben.  Read more

„Mit Aktion Grün Hoffnung pflanzen“ – Umweltministerin Höfken und Gartenexpertin Heike Boomgaarden zu Besuch in Daun

Daun. Am Mittwoch, den 8. Juli, wird Umweltministerin Ulrike Höfken den Wochenmarkt in Daun besuchen. Gemeinsam mit Gartenexpertin Heike Boomgaarden macht sich Ulrike Höfken bereits zum zweiten Mal auf den Weg durch Rheinland-Pfalz, um auf regionalen Wochenmärkten Bürgerinnen und Bürger zu informieren und Anregungen zu geben, wie jeder für den Artenschutz aktiv werden kann. Read more

Beschäftigte mit Behinderung in Werkstätten können auf Verbesserungen hoffen

Bundesrat stimmt am 03.07.2020 über Gesetzesänderungen ab – Lebenshilfe begrüßt finanzielle Unterstützung in der Corona-Krise und Förderung der Interessenvertretung

Berlin. Für die rund 310.000 Menschen mit Behinderung, die bundesweit in Werkstätten arbeiten, ist morgen ein wichtiger Tag: Der Bundesrat stimmt über einen Zuschuss in Höhe von bis zu 70 Millionen Euro ab. Das Geld soll den Werkstattbeschäftigten zugutekommen, die in der Corona-Krise weniger Lohn erhalten haben. Außerdem will der Bund die Interessenvertretung der behinderten Beschäftigten fördern, indem er die Arbeit des Vereins „Werkstatträte Deutschland“ mit mehr als 400.000 Euro jährlich unterstützt. Beide Finanzhilfen hat der Bundestag bereits beschlossen.

Dazu erklärt die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, Ulla Schmidt, MdB und frühere Bundesministerin: „Eine inklusive Gesellschaft braucht Menschen mit Behinderung, die ihre Interessen selbst vertreten. Mit der dauerhaften Finanzierung von Werkstatträte Deutschland wird die Selbstvertretung in den Werkstätten gestärkt. Das begrüßen wir als Lebenshilfe sehr.“ Auch dem Bundesvorstand der Lebenshilfe gehören Menschen mit Beeinträchtigung an – Selbstvertreter und Selbstvertreterinnen wie Ramona Günther aus Freudenstadt. Sie sagt: „Lasst uns einfach mal machen. Die Zeiten sind vorbei, dass andere immer besser wissen, was gut und richtig für uns ist. Wir sind die Experten für unser Leben.“

Werkstatträte sind Betriebsräten ähnlich und setzen sich für die Interessen von Menschen mit Behinderung in den bundesweit rund 700 Hauptwerkstätten mit ihren fast 3000 Betriebsstätten ein. Werkstatträte Deutschland e.V. (WRD) ist ein Zusammenschluss von allen Landesarbeitsgemeinschaften der Werkstatträte. Er ist für alle Werkstatträte in Deutschland da und macht sich für die Beschäftigten in Werkstätten stark. Lange war eine dauerhafte Finanzierung nicht geregelt. Nach dem Bundestag soll nun auch der Bundesrat morgen eine Änderung der Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung verabschieden. Damit erhält der WRD künftig 1,60 Euro für jede beschäftigte Person im Arbeitsbereich der Werkstätten direkt von den Trägern der Eingliederungshilfe. Der Betrag wird jährlich angepasst, die neue Regelung tritt ab dem Jahr 2021 in Kraft. Werkstatträte Deutschland hat einen ehrenamtlichen Vorstand und eine Geschäftsstelle in Berlin mit zurzeit drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen (www.werkstattraete-deutschland.de).

Für die Beschäftigten in Werkstätten gibt es noch eine weitere erfreuliche Entwicklung. Bundesweit waren viele Werkstätten geschlossen oder haben nur mit einem kleinen Teil der Beschäftigten in der Notbetreuung die Produktion aufrechterhalten. So haben Werkstätten finanzielle Einbußen. Zusätzlich sind wichtige Aufträge in der Corona-Krise weggebrochen. Das Geld fehlt nun in einigen Werkstätten, so dass der sogenannte Steigerungsbetrag als Teil des Entgeltes nicht überall an die Beschäftigten gezahlt werden kann.

Die Bundesregierung will jetzt bis zu 70 Millionen Euro aus der Ausgleichabgabe zur Verfügung stellen, um die finanzielle Lücke zu verkleinern. Der Bund verzichtet deshalb im Jahr 2020 auf die Hälfte der ihm zustehenden zwanzig Prozent aus der Ausgleichsabgabe und überlässt den Betrag den Ländern sowie deren Integrationsämtern. Das Geld ist zweckgebunden und darf ausschließlich für die Sicherung der Entgelte ausgegeben werden. Dafür ist eine Änderung der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung erforderlich, sie soll ab dem 1. März 2020 rückwirkend in Kraft treten. „Damit wird Menschen, die das geringste Einkommen in unserer Gesellschaft haben, ein Stück weit geholfen. Das unterstützen wir natürlich“, so die Lebenshilfe-Bundesvorsitzende Ulla Schmidt. „Es muss aber unbedingt dabei bleiben, dass die Mittel nur einmalig aus diesem Topf genommen werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass Gelder der Ausgleichsabgabe an anderer Stelle fehlen. Beispielsweise bei der Förderung des Arbeits- und Ausbildungsplatzangebots für schwerbehinderte Menschen oder bei der Umsetzung des Budgets für Arbeit.“

TechniForm produziert Meltblown-Vlies für Mund-Nasen-Masken

Daun/Nerdlen. Die Firma TechniForm GmbH in Nerdlen bei Daun ist eine 100%ige Tochter der Techniropa Holding Gruppe, zu der auch u.a. die TechniSat Digital GmbH und die TPS-Technitube Röhrenwerke gehören. Am Dienstagmorgen, 30.06.2020  sind die ersten zwei Meltblown-Vlies-Fabrikationsmaschinen in Nerdlen eingetroffen. Weitere vier Maschinen werden in sechs Wochen erwartet. TechniForm wird das Meltblown-Vlies aus Polypropylen-Granulat herstellen. Die Meltblown-Vlies-Ballen werden zur TechniSat Vogtland GmbH in Schöneck/Sachsen transportiert. Hier werden dann FFP2- und FFP1-Masken hergestellt.

In Schöneck werden insgesamt sieben Maskenherstellungsmaschinen installiert. TechniSat musste zwischenzeitlich feststellen, dass es offensichtlich in Deutschland Kräfte gibt, die verhindern wollen, dass neu hinzugekommene Firmen Masken und Meltblown-Vlies herstellen. Die Lobbyisten haben offensichtlich auch beim TÜV und auch im Wirtschaftsministerium und anderen Bundesministerien gute Arbeit geleistet. Es gibt für die Maskenherstellungsmaschinen 50 % Bundesförderung und für die Meltblown-Vliesherstellungsmaschinen 30 %. Eigentlich müsste es umgekehrt sein, denn angeblich ist das Meltblown-Vlies knapp oder etablierte produzierende Firmen weigern sich an Maskenhersteller das Vormaterial zu liefern.

Genau deshalb hat die Techniropa Holding Gruppe mit TechniSat und TechniForm auch die eigene Meltblown-Vliesherstellung angeschoben. Um die Förderungen zu erhalten braucht man bis Ende August eine CE-Zulassung. Nur weder TÜV noch Dekra in Deutschland sind bereit kurzfristig die Produkte zu testen und zu zertifizieren. Stecken möglicherweise auch hier wieder Lobbyisten dahinter?

Peter Altmaier (CDU), unser bekannter Bundeswirtschaftsminister, hatte vor Monaten angeregt die Maskenproduktion in Deutschland auszubauen. Man sollte dann auch so konsequent sein und die Firmen, die dies tun, unterstützen anstatt sie zu behindern. Peter Altmaier sollte TÜV und Dekra mal Beine machen, um eine schnellere CE-Zertifizierung zu ermöglichen. Er sollte auch die Frist für die CE-Zertifizierung von Ende August für die Fördermaßnahmen verlängern. Es macht doch keinen Sinn, wenn man auf der einen Seite eine Maskenfertigung in Deutschland anfordert und fördern will, wiederum bestimmte Firmen auszuschließen.

TechniForm ist in der Lage Meltblown-Vlies herzustellen. TechniForm ist bekanntlich eine Spezialfirma für die Herstellung hochwertiger Kunststoffgehäuse. Diese bestehen teilweise aus mehrlagigem Material, das schwieriger herzustellen ist als Meltblown-Vlies. Da die Bundesregierung am 01.07.2020 die „normale“ Mehrwertsteuer von 19 % auf 16 % reduziert hat und die reduzierte Mehrwertsteuer von 7 % auf 5 % ermäßigt hat, sollte der ermäßigte Steuersatz auch auf Schutzmasken gelten. Warum beträgt hier der Mehrwertsteuersatz 16 %? Er sollte auf 5 % gesenkt werden oder besser noch auf 0 %. Wenn man schon eine Maskenfertigung in Deutschland wünscht, sollte man auch konsequent sein und hohe Zölle und Dumping-Abgaben auf China- und Asien-Ware beschließen.

LEPPER Stiftung jetzt in Daun

Daun/Düsseldorf. Die LEPPER Stiftung wurde im Januar 2018 in Düsseldorf gegründet. Ihr Sitz wurde jetzt nach Daun verlegt. Die Eifel-Zeitung fragte den Kuratoriumsvorsitzenden der LEPPER Stiftung, Peter Lepper, nach den Gründen für die Sitzverlegung.

EAZ: Was waren die Gründe für die Sitzverlegung, Herr Lepper?

Peter Lepper: „Die LEPPER Stiftung hatte im November 2019 eine banale Satzungsänderung bei der Stiftungsaufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht. Mitte Dezember 2019 erhielten wir dann die Mitteilung, dass man im Jahre 2019 aus personellen Gründen keine Zeit mehr hätte, die Angelegenheit zu bearbeiten. Im Mai 2020 gab es immer noch keine Antwort. Wir haben dann die Reißleine gezogen, und uns mit Herrn Dr. Jan Glockauer von der IHK Trier besprochen und sodann mit der für Daun zuständigen Stiftungsbehörde ADD Trier, Herrn Präsident Thomas Linnertz. Unser Kuratoriumsmitglied Irene Roth hatte dann Gespräche mit Herrn Kurt Ensch von der ADD. Ich glaube, wir fahren gut mit der Sitzverlegung. Insbesondere auch deshalb, weil ich in den nächsten Monaten meine kompletten Anteile an der Techniropa Holding in die Stiftung einbringen werde. Dies bedeutet, dass die Stiftung mit einem Eigenkapitalvolumen des bisherigen 10-fachen beteiligt ist.“

EAZ: Die Techniropa Holding ist mit 90 % an der Eifelion GmbH beteiligt, 10 % gehören bereits der LEPPER Stiftung. Die Eifelion hat vor etwa einem Jahr die alte Dauner Brotfabrik gekauft und abreißen lassen. Was ist dort geplant?

Peter Lepper: „Es gibt derzeit mehrere Pläne. Das Grundstück ist etwa 10.000 m² groß. Als erstes Projekt plant die LEPPER Stiftung die Errichtung einer Junior Universität nach dem Vorbild der Junior Universität in Wuppertal. Die LEPPER Stiftung ist bekanntlich seit zwei Jahren bei der Junior Uni Wuppertal involviert. Wir erhalten von dort Hilfestellung zur Errichtung einer solchen Institution in Daun.“

Sommerferien im Urlaubsland Rheinland-Pfalz sollen sicher bleiben: Landesregierung beschließt Quarantänepflicht für Einreisende aus Risikoregionen im In- und Ausland

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat eine Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Risikogebieten im In- und Ausland beschlossen. Rechtzeitig zum Start der Schulferien in den ersten Ländern wird diese Regelung am Freitag, dem 26. Juni 2020, in Kraft treten. Danach sind Personen, die aus einer Risikoregion im Inland nach Rheinland-Pfalz einreisen verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben. Read more

Tipps für die sichere Urlaubs-Buchung an der Mosel

Durch die Corona-Pandemie haben sich die Urlaubspläne vieler Reisewilliger verändert. Statt Auslandsreisen werden nun vermehrt Inlandsreisen gebucht und gerade die Mosel als Urlaubsregion ist bei Reisenden sehr beliebt. Allerdings ist derzeit Vorsicht geboten, wenn es um die Buchung von Ferienhäusern und Ferienwohnungen im Internet geht, wie Erfahrungen des letzten Jahres in anderen Urlaubsregionen gezeigt haben. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und das Landeskriminalamt warnen daher vor Betrügern, die mit nichtexistierenden Feriendomizilen locken oder sich als angebliche Vermieter bestehender Objekte ausgeben. Nach der Buchung des Wunschzeitraums und Bezahlung per Vorauskasse ist dann die Enttäuschung groß, wenn der geplante Traumurlaub Betrügereien zum Opfer fällt. Read more

Eine neue Wohnung zu Corona Zeiten finden

(EAZ/eifelion)

Auch in ungewohnten Zeiten, die von einer Pandemie geplagt werden, bleibt die Nachfrage nach Wohnungen groß. Mietwohnungen sind ein knappes Gut. Durch den Ausbruch der Pandemie müssen zusätzlich zahlreiche Bauprojekte gestoppt werden, was weiteren Wohnraum aktuell nicht möglich macht. Für viele Suchende ist der Ausbruch des Covid19 ein herber Schicksalsschlag. Denn was zuvor schon eine schwierige Angelegenheit war, ist nun noch härter durchzuführen. Schließlich werden Besichtigungen in Gruppen vollkommen untersagt, was ein schnelles unkompliziertes Abwickeln mehrerer Besichtigungstermine in wenigen Tagen unmöglich macht. Lange Wartezeiten bis zu einem Termin lassen die Sorgen der Menschen wachsen. Read more

Ausstellungseröffnung bei Galerie Augarde in Daun

Daun. Die Sommer-Gruppen-Ausstellung “ andere Zeiten“ findet vom 20. Juni bis 5. September 2020 statt.

In dieser Ausstellung zeigt sich die Vielfalt der nunmehr 8-jährigen Galeriearbeit mit Kunstwerken aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur von 18 Künstlern.

Offener Brief an die Mitglieder des Kreistags Vulkaneifel

Sehr geehrte Damen und Herren ,

wegen eines schockierenden Vorfalls in den USA sind auch bei uns in Deutschland wieder Dinge wie Rassismus und Diskriminierung in aller Munde.

Auch ich, als querschnittgelähmte Rollstuhlfahrerin, fühle mich in unserer beschaulichen Vulkaneifel diskriminiert. Schlimmer noch, meine Hinweise darauf werden von vielen Kommunalpolitikern noch nicht einmal ernst genommen, sind noch nicht einmal eine Erwähnung wert! Darum wende ich mich heute direkt an Sie. Read more

Umfrage: S-Direkt – Hohe Kundenzufriedenheit von 96,9 Prozent

5.000 Kunden wurden befragt / Zufriedene Kunden, geringe Beschwerdequote / Weiterempfehlungswahrscheinlichkeit liegt auch im zwölften Befragungsjahr bei fast 95 %

Düsseldorf, Juni 2020. Den Versicherungs-Experten der Sparkassen-DirektVersicherung (S-Direkt) ist das Feedback der Kunden besonders wichtig. „Nur so können wir erkennen, ob es den Bedarf für neue und innovative Versicherungsangebote gibt und was aktuell besonders gut oder vielleicht auch nicht so gut läuft“, sagt Dr. Jürgen Cramer, Vorstandsmitglied der S-Direkt. Read more

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