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Joseph Braun

– Theologe, Historiker und Politiker aus Hürtgenwald

„Ein vergessener Führer aus der rheinischen Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts“ – so wurde Joseph Braun von dem einflussreichen Kirchenhistoriker Heinrich Schrörs (1852–1928) bezeichnet. Die angebliche Vergessenheit Brauns hinderte Schrörs nicht, 1925 eine rund 600-seitige Biographie über ihn zu veröffentlichen. Sie bleibt eine Hauptquelle zu Leben und Werk Brauns.
Johann Wilhelm Joseph Braun kam 1801 auf dem heute zur Gemeinde Hürtgenwald gehörenden Hofgut Gronau als jüngstes von sechs Kindern des Gutsbesitzers Christoph Braun und dessen Ehe¬frau Cäcilia La¬schet zur Welt. … weiterlesen »

Seehofer & Co., Drama Macht-spiele, Inszenierung am Abgrund

Ein Mensch, der machtbesessen, egoistisch und eigennützig seine Spielchen treibt, wird zunehmend unglaubwürdig, für einen Abgang wird es höchste Zeit. Ein Mensch, der rücksichtslos, kompromisslos und unbelehrbar als gewählter Volksvertreter und Innenminister will agieren, kann und wird in der Politik mit Sicherheit verlieren. Ein Mensch, der intolerant, stillos und niveaulos sein Ego ohne Wenn und Aber in den Vordergrund stellt, für den ist kein Platz in dieser sowieso schon verworrenen Welt. Verantwortungsbewusstsein, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Engagement im Ehrenamt sind gottseidank noch die Eigenschaften, die an der Basis von Bürgern und Bürgerinnen, oft im Verborgenen, gelebt und praktiziert werden. Sie sind die tragenden Säulen eines noch funktionierenden, inzwischen allerdings bröckelnden Gemeinwohls. … weiterlesen »

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„Lückenschluss der A1 in der Eifel geht voran“

Ich mag Haselhühner – gegrillt und mit Bratkartoffeln sind sie eine Delikatesse. Aber die jüngsten Planungen hinsichtlich einer neuen Trassenführung der A1, verbunden mit einer weiteren erheblichen Verzögerung und ganz erheblichen Mehrkosten lassen mich zweifeln, wie weit meine Zuneigung zu diesen Hühnern geht – zumal ja offensichtlich gar nicht sicher ist, ob es in dem Gebiet der alten Trassenführung ja überhaupt solche Exemplare gibt. Angesichts maroder Infrastruktur allerorten, auch in unserem Landkreis bis hin zu einstürzenden Dächern in Schulgebäuden (wie in Gerolstein am 13.6.2018 ja passiert) und einer hoffnungslosen Überschuldung vieler Kommunen und Landkreise (Vulkaneifel: 40 Mio. EUR Überschuldung!) frage ich mich, mit welchem Maßstab solche Entscheidungen getroffen werden. … weiterlesen »

Michael Evenari

Israelischer Botaniker und Ökologe Sohn eines Kaufmanns aus Obergartzem

Zwei hohe Ehrungen verdeutlichen das Ansehen des Wissenschaftlers Michael Evenari: 1986 erhielt er den Israel-Preis, die höchste Auszeichnung des Staates Israel, 1988 den renommierten internationalen Balzan-Preis. Beide Preise würdigten das Lebenswerk des Pflanzenforschers, der sich besonders um die ökologisch und ökonomisch wichtige Erforschung des Wachstums unter wasserarmen Bedingungen verdient machte. … weiterlesen »

Richard A. Isay

Amerikanischer Psychoanalytiker und Psychiater, Enkel eines Auswanderers aus Schweich

Bis weit ins letzte Drittel des 20. Jahrhunderts wurde Homosexualität nicht nur von großen Teilen der amerikanischen Bevölkerung, sondern auch von Psychoanalytikern und Psychiatern als Störung und Fehlentwicklung, teilweise sogar als Krankheit, angesehen. Die älteste Berufsvertretung der US-Psychoanalytiker, die American Psychoanalytic Association (APsaA), verweigerte Menschen, die sich offen als Homosexuelle bekannten, eine Tätigkeit an ihren Einrichtungen. Erst 1973 wurde Homosexualität von der größten US-Psychiater-Vereinigung, der American Psychiatric Association (APA), offiziell aus der Liste der Krankheiten gestrichen. Gleichwohl änderte sich dadurch die Einstellung von Psychiatern und Psychoanalytikern nicht von einem Tag auf den anderen. Unter den Persönlichkeiten, die die konventionelle Haltung der Psychoanalyse reformierten, kommt Richard Isay besondere Bedeutung zu. Für Isay beruhte Homosexualität nicht auf einer Fehlentwicklung der kindlich-ödipalen Phase, sondern er sah sie als eine genauso „natürliche“ sexuelle Orientierung wie die Heterosexualität. … weiterlesen »

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Hochverrat an Wahrheit, Redlichkeit und Moral

Die, die Wahrheit, Ehrlichkeit und Moral an erster Stelle schützen und kultivieren müssten „treten sie am meisten mit Füßen“: Tut ein Politiker den Mund auf, bezweifelt man intuitiv, ob er die Wahrheit sagt; nur wenige Ausnahmen bestätigen die Regel! – So weit ist es mit der politischen Kultur gekommen, dass der Bürger von seinen Politikern  nichts anderes mehr erwartet, als Lügen, Leugnen, Täuschen und Manipulieren. Sie haben das Schämen verlernt und geben erst dann etwas zu, wenn es für alle sichtbar  auf dem Tisch liegt. Wirtschaftlich geht es uns gut, doch das Vertrauen in die Politik ist so gut wie tot. Man geht nur noch zur Wahl, um die vermeintlich Ehrlichsten zu wählen. – Pessimismus? Nein – Resignation! … weiterlesen »

Leserbrief

Die Lüge vom Frieden und der Toleranz

Liebe zeitkritische Geister in kritischer Zeit.

Ob in Deutschland, in Europa oder weltweit: Muslime, welche ihren Glauben wechseln, sind in Gefahr. Dies in Deutschland zu sagen, gilt als politisch inkorrekt, da „Islam“, richtig verstanden, ja Friede und Toleranz zu bedeuten habe. In diesem Brief biete ich drei Bücher an, welche eine ganz andere Realität belegen. Wenn von höchster islamtheologischer Wissenschaft die Apostasie d.h. der Abfall vom Glauben an Allah, mit dem Tode zu bestrafen ist, dann müsste eigentlich auch der links-grüne und kirchlich orientierte Gutmensch sein Umdenken einleiten. Was meine ich damit? … weiterlesen »

Politik und Gesellschaft am Scheideweg

Sag mir, wo die Wahrheit ist, sag mir wo die Ehrlichkeit ist, sag mir wo die Glaubwürdigkeit ist, sag mir wo der Anstand ist, sag mir wo die Toleranz ist, sag mir wo die Zuverlässigkeit ist, sag mir wo die Aufrichtigkeit ist, sag mir wo die Kompromissbereitschaft ist, sag mir wo die Hilfsbereitschaft ist, sag mir wo der Glaube ist, sag mir wo der Friede ist!

Wo sind sie geblieben?

In einer Welt, wo ein Autokrat Amerika und die Welt in Atem hält. In einer Welt, wo Despoten herrschen und Menschenrechte missachten. In einer Welt, wo Krieg und Vertreibung zum Mittel der Machtausübung geworden sind. … weiterlesen »

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Leonhard Schmitz

– Lehrer, Übersetzer und Gelehrter aus Eupen

Der Name des 1807 in Eupen geborenen Leonhard Schmitz klingt für rheinische Verhältnisse nicht ungewöhnlich, aber sein Lebensweg verlief in durchaus ungewöhnlichen Bahnen. Schmitz, der britischer Staatsbürger wurde, war ein Hauptvermittler zwischen deutscher und britischer Gelehrtenkultur im 19. Jahrhundert.
Die Anfänge dieses Mannes, der später auch englische Prinzen unterrichtete, waren bescheiden und von Leid überschattet. Sein Vater Thomas Joseph arbeitete als Spinner im heimischen Textilgewerbe; er starb bereits, als Leonhard erst zehn war. Als Kind verlor Leonhard durch einen Unfall den rechten Arm. Trotz solcher Schicksalsschläge schaffte der höchst sprachbegabte Schüler das Abitur am Gymnasium in Aachen und konnte dank eines Stipendiums Philologie und Geschichte in Bonn studieren. Während seines Studiums von 1828 bis 1832 hörte er Vorlesungen bei überragenden Gelehrten, die bis heute in der Fachwelt einen außerordentlichen Ruf haben: Das gilt sowohl für den Althistoriker Barthold Georg Niebuhr (1776–1831) als auch für den Philologen und Archäologen Friedrich Gottlieb Welcker (1784–1868).
Nach dem Examen unterrichtete Schmitz als Gymnasiallehrer und erteilte Privatunterricht. Zu seinen Schülern gehörte Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, der spätere Ehemann der britischen Königin Viktoria; der Kontakt zu ihm ging nie verloren. Weitaus lebensprägender wurde die Beziehung zur Britin Eliza Mary Machell, die er in Bonn kennenlernte. Die beiden heirateten 1836 und zogen alsbald dauerhaft nach Großbritannien; aus der Ehe gingen sechs Töchter und fünf Söhne hervor.
In England lebte Dr. Schmitz – er hatte 1841 den Doktortitel der Universität Bonn erhalten – zunächst hauptsächlich von seiner Arbeit als Privatlehrer in Yorkshire und vom Übersetzen wissenschaftlicher Werke. Intensiv befasste er sich weiterhin mit philologisch-historischen Forschungen. Unterstützt von einem gelehrten Freundeskreis gründete er 1843 „The Classical Museum“, eine Vierteljahresschrift für Philologie, antike Geschichte und Literatur. Zu den Beiträgen, die er darin selbst veröffentlichte und die seine Expertenschaft als Altphilologe eindrucksvoll belegten, zählt eine Abhandlung über die Xenophon zugeschriebene Apologie des Sokrates. Hohe Anerkennung erwarb sich Schmitz, der mehrere Ehrendoktortitel erhielt und Fellow der Royal Society of Edinburgh wurde, durch Herausgabe und Übersetzungen von Arbeiten Niebuhrs.
1845 wurde Schmitz, dessen perfekte Beherrschung der englischen Sprache Bewunderung hervorrief, Rektor der Royal High School in Edinburgh. Er blieb in dieser ehrenvollen Position 20 Jahre lang und modernisierte während dieser Zeit das Lehrangebot der renommierten Schule. Einen vielbeachteten Erfolg konnte der Eupener verbuchen, als Prinzgemahl Albert seinen Sohn, den späteren König Edward VII., zur Ausbildung nach Edinburgh schickte und Schmitz persönlich den Kronprinzen in römischer Geschichte unterrichtete. Auch während seiner Zeit in Schottland setzte Schmitz, der eine einfache und zurückgezogene Lebensweise bevorzugte, seine Privatgelehrtentätigkeit fort, veröffentlichte umfangreich zur römischen Geschichte und verfasste Bücher für den Schulunterricht. Die Übersetzungstätigkeit von Schmitz gilt als einer seiner bedeutsamsten kulturellen Verdienste. In einer Zeit, in der die Beherrschung des Englischen bei Deutschen nicht annähernd vergleichbar war mit dem heutigen Stand, kam diesem sprachlichen Kulturtransfer eine besonders hohe Bedeutung zu. Schmitz übersetzte deutsche und englische Werke in die jeweils andere Sprache.
1866 verließ er die schottische Hauptstadt und zog nach London, wo erster Direktor des London International College wurde. Diese auf Initiative des Unternehmers und Liberalen Richard Cobden damals gegründete Schule ist bildungsgeschichtlich von besonderer Bedeutung. Sie gehörte sie zu den frühesten Einrichtungen, die bewusst eine Schülerschaft aus unterschiedlichen Ländern zusammenführte, um sie im Geist der Völkerverständigung zu vereinen und nationalistischem Denken entgegenzuwirken. Zudem war das College eine der ersten Schulen ohne körperliche Bestrafungen.
Zu den betrüblichsten Ereignissen im Leben von Leonhard Schmitz gehörte der frühe Tod seines ältesten Sohnes, des Mediziners Dr. Carl Theodor Schmitz, der 1862 nach einem aufopferungsvollen Einsatz gegen eine Cholera-Epidemie in Indien auf der Rückreise starb. Die Tochter Leonora Schmitz, verheiratet mit dem schottischen Naturhistoriker John Young (1835–1902), studierte in Leipzig und wurde eine angesehene britische Musikkritikerin. Eine weitere Tochter,
L. Dora Schmitz, machte sich einen Namen als Autorin und Übersetzerin von Shakespeare und Goethe.
Dr. Leonhard Schmitz erlag im Mai 1890 im Alter von 83 Jahren einer Grippeerkrankung und wurde auf dem Hampstead-Friedhof in London beigesetzt. In Eupen selbst hatte man den Sohn des Ortes nicht vergessen. Der Heimatforscher und Postdirektor Christian Rutsch schrieb 1879 stolz: „Manche deutsche Lehrer haben in England mit mehr oder weniger Erfolg Privatschulen gegründet, aber keinem außer Schmitz ist es gelungen zum Direktor eines englischen College aufzusteigen.“
Verfasser: Gregor Brand

Leserbrief

Eltzer Traumpad

Wir, mein Freund und ich gehen sehr gerne wandern. Vor circa zwei Jahren haben wir dieses Hobby für uns entdeckt und ich möchte gerne auch andere Menschen daran teilhaben lassen. Erst wollte ich schreiben in der Art von einem Wanderführer aber Wanderführer gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, als Taschenbuch oder als Wander Guide aus der Tourist- Information. … weiterlesen »

EAZ Eifel-Zeitung – Regionale Nachrichten aus Eifel und Mosel der Landkreise Vulkaneifel, Daun, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell, Ahrweiler-Adenau, aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Polizei und Sport.