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Pierre Prüm

Luxemburgischer Politiker aus Ulflingen

Am Dreiländereck, wo der deutsche Teil der Eifel an die belgische Eifel und an Luxemburg grenzt, liegt auf luxemburgischer Seite der Ort Ulflingen. Dessen französischer Name Troisvierges (Drei Jungfrauen) hängt vermutlich mit der vorchristlichen Verehrung einer weiblichen Dreiergottheit zusammen, wie sie auch für andere Eifelorte bezeugt ist. Aus diesem Grenzgebiet, bei dem eine sprachlich-religiös und kulturell gleiche Bevölkerung durch die Politik auf verschiedene Staaten verteilt wurde, stammt der 1886 in Ulflingen geborene Politiker Pierre Prüm. … weiterlesen »

Plektrud

Fränkische Große aus Eifler Adel

Im Jahr 800 wurde der Frankenkönig Karl der Große in Rom vom Papst zum Kaiser gekrönt. Hundert Jahre vor diesem welthistorischen Ereignis gehörte eine Frau zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des Frankenreichs, deren Lebensweg für den Aufstieg der Karolinger von beträchtlicher Bedeutung war: Plektrud, die Ehefrau von Karls Urgroßvater Pippin dem Mittleren. … weiterlesen »

Kinder der Eifel- aus anderer Zeit

Reiner Keller – Hydrologe aus Jünkerath

Der Aachener Gymnasialprofessor Hubert Marjan (1838-1895) vermutete, der Name der Eifel leite sich von einem vorrömischen Wort für Wasser ab. Diese Deutung blieb nicht unwidersprochen; weitere Theorien folgten, und bis heute besteht die Unsicherheit über die Namensherkunft fort. Sicher ist demgegenüber, dass mit dem 1921 in Jünkerath-Glaadt geborenen Reiner Keller ein Eifler zu den großen Wasserwissenschaftlern des 20. Jahrhunderts gehört. … weiterlesen »

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Karl Otto Theodat Freiherr von und zu Gymnich

Kurkölnischer Staatsminister aus Eifler Adel

Vielen Deutschen ist der Name des Wasserschlosses Gymnich noch ein vertrauter Begriff aus den letzten Jahrzehnten der alten „Bonner“ Bundesrepublik. Von 1971 an nutzte die Bundesregierung das ansehnliche Gebäude zur Unterbringung zahlreicher Staatsgäste. Das auf dem Gebiet des heutigen Erftstadt gelegene Schloss gehörte sowohl nach als auch vor dieser Zeit vielen Besitzern, am längsten jedoch der altadeligen Familie von Gymnich, die dort über Jahrhunderte hinweg ihren Sitz hatte. Zu den namhaftesten Vertretern dieses sich auf viele Zweige verteilenden Adelsgeschlechts zählt Freiherr Karl Otto Theodat von Gymnich. Er bekleidete in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts führende Ämter im Kurfürstentum Köln.

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Franz Peter Adams

Anwalt und Abgeordneter aus Springiersbach

Franz Peter Adams wurde im Februar 1800 in Springiersbach als Sohn des aus der Maifeld-Gemeinde Lonnig stammenden Juristen Johannes Adams (1756 –1832) und dessen Ehefrau Bernardina Mittweg geboren. Johannes Adams war gelernter Advokat und hatte bis zum Einmarsch der Franzosen für das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift in Springiersbach als Amtmann und Sekretär gearbeitet. Er arrangierte sich mit den Franzosen und durfte als Friedensrichter in Lutzerath und in napoleonischer Zeit als Notar in Zell und Koblenz in seinem vertrauten Berufsfeld arbeiten. … weiterlesen »

Felix Hoesch

Tierzüchter, Gutsbesitzer und Politiker aus Düren

Wie in anderen Bereichen, so hatte das prosperierende Kaiserreich bis zum Weltkrieg auch in der Landwirtschaft eine Spitzenstellung erreicht: Nirgendwo waren die Hektarerträge höher. Prominenter Vertreter der deutschen Tierzucht damals war der Eifler Felix Hoesch, der als Landwirt, Fachautor, Verbandsführer und Politiker die Entwicklung der Landwirtschaft maßgeblich beeinflusste. … weiterlesen »

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Ewald Fettweis

Ethnomathematiker und Mathematikpädagoge aus Eupen

Der Ausdruck „Digitalisierung“ gehört zu den Leitbegriffen unserer Zeit und signalisiert Fortschrittlichkeit. In auffälligem Gegensatz dazu steht seine Wortherkunft: Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort für „Finger (digitus) ab und verweist damit auf die Ursprünge des Rechnens mit der Hand. Solchen Anfängen der Mathematik und der unterschiedlichen Ausprägung mathematischen Denkens in den verschiedenen Kulturen und Ethnien ging der 1881 in Eupen geborene Mathematiker Ewald Fettweis nach. Jahrzehnte, bevor sich die Ethnomathematik gegen Ende des 20. Jahrhunderts international als wissenschaftliche Disziplin etablierte, wurde er zum Vordenker auf diesem Feld, wie u. a. Andrea Verdugo Rohrer in ihrer Dissertation („Ethnomathematics — New Approaches to its Theory and Application“, 2010) hervorhob. … weiterlesen »

Hans Richarts

Diplomlandwirt und Politiker aus Schwarzenborn

„Schwarze Idylle“ – so überschrieb das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ 1965 einen Beitrag über den Eifelwahlkreis 153 (Bitburg-Daun-Prüm-Wittlich), den „schwärzesten in der gesamten Bundesrepublik“. Dieser Wahlkreis war das politische Zentrum des CDU-Politikers Hans Richarts. Fast zwei Jahrzehnte lang vertrat der katholische Bauernsohn die Eifelbevölkerung als Abgeordneter im Bundestag und erzielte dabei phänomenale Wahlergebnisse. Bei den Bundestagswahlen 1953 und 1957 erreichte Richarts sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen fast 80 Prozent der Stimmen. Damit gehörte er zu den drei erfolgreichsten CDU-Abgeordneten überhaupt; nicht einmal CSU-Wahlkreise in Bayern konnten da mithalten. In den Sechziger Jahren gingen diese Werte zwar zurück, aber selbst bei der Bundestagswahl 1969 – der letzten, in der Richarts antrat – kam er auf überragende rund 70 Prozent. … weiterlesen »

Julius Kahn

Erfinder, Ingenieur und Unternehmer aus Münstereifel

Lebenswerk und Bekanntheit des 1874 in Münstereifel geborenen Julius Kahn stehen im Schatten seines älteren Bruders Albert. Albert Kahn, 1869 in Rhaunen geboren, gilt als der berühmteste und bedeutendste Industriearchitekt überhaupt, dessen Bauten in mehrfacher Hinsicht entscheidenden Einfluss auf die Industrialisierung im 20. Jahrhundert nahmen. Rund 2.000 Gebäudekomplexe in den USA, aber auch in der früheren Sowjetunion und anderswo, gehen auf Albert Kahn zurück, darunter die Fabrikanlagen für Ford und General Motors in Detroit. Der maßgebliche Ingenieur hinter den Projekten Albert Kahns war sein Bruder Julius. … weiterlesen »

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Rudolf Meimberg

Wirtschaftswissenschaftler aus Prüm

Wie beim Raketenpionier Oscar Holderer oder beim Rechtswissenschaftler Heinrich Lehmann, so hing der Geburtsort Prüm auch beim Ökonomen Meimberg mit der dienstlichen Tätigkeit des Vaters zusammen. Rudolf Meimberg war ein Sohn des in Münster geborenen Juristen Dr. Alfred Meimberg, der im Sommer 1912 wenige Monate vor Rudolfs Geburt Regierungsrat in der Eifler Abteistadt geworden war. Alfred Meimberg, der sich zum hochqualifizierten Fachmann für Bodenkulturfragen entwickelte, beendete seine Berufslaufbahn als Oberverwaltungs¬gerichtsrat. Ein Bruder Rudolf Meimbergs war der in Düren geborene Agrarwissenschaftler Paul Meimberg (1916-1978); Professor Paul Meimberg gehörte als Präsident der Universität Gießen und in anderen Funktionen zu den Führungspersönlichkeiten der westdeutschen Universitätsgeschichte. Merkwürdigerweise wird dieses Verwandtschaftsverhältnis fast nirgendwo genannt, und auch die beiden Professorenbrüder scheinen auf dessen Erwähnung keinerlei Wert gelegt zu haben. Eventuell hat dieser Umstand mit dem im meimbergschen Elternhaus gepflegten preußischen Beamtenethos zu tun: Man wollte von der eigenen Person möglichst wenig Aufhebens machen. … weiterlesen »

Kinder der Eifel aus anderer Zeit II

360 Porträts in einem Buch mit 520 Seiten

Die Burgen, Dörfer und kleinen Städte der schönen Eifel sind im Lauf zweitausendjähriger Geschichte Ausgangspunkt vieler namhafter Kinder der Eifel aus ganz unterschiedlichen Bereichen geworden. Von Ambiorix, der Cäsar dessen größte militärische Niederlage zufügte, bis zur Trainerlegende Hennes Weisweiler, von Kurfürsten aus illustren Eifler Adelsfamilien bis zu Henny Porten, dem ersten weiblichen Filmstar: … weiterlesen »

EAZ Eifel-Zeitung – Regionale Nachrichten aus Eifel und Mosel der Landkreise Vulkaneifel, Daun, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell, Ahrweiler-Adenau, aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Polizei und Sport.