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Johann Peter Weidmann

Arzt und Geburtshelfer aus Zülpich

Der Lebensweg des berühmten Mediziners Karl Kaspar Siebold (1736 – 1807) aus Nideggen führte eine Generation später zu einem erneuten Aufblühen von Medizinerpersönlichkeiten aus dessen Heimatgebiet. Neben Hermann Joseph Brünninghausen (1761 – 1834) aus Nideggen ist hier der 1751 in Zülpich geborene Arzt Johann Peter Weidmann zu nennen, der als einer der Begründer der modernen Gynäkologie und Geburtshilfe gilt. Wie bei Brünninghausen, so wurde auch Weidmanns Werdegang von Siebold beeinflusst, der ihm zeitlebens das große Vorbild blieb. … weiterlesen »

Ritter Ludwig von Deudesfeld

Gründer des Klosters St. Thomas an der Kyll

Kurz vor Jahresende 1170 erschütterte ein besonders frevelhaftes Verbrechen die Christenheit: Am Altar der Kathedrale der englischen Stadt Cambridge wurde der englische Erzbischof und Lordkanzler Thomas Becket von Anhängern seines Königs Heinrich II. Plantagenet erschlagen. Die Nachricht über das Martyrium des bereits zwei Jahre nach seinem Tod heiliggesprochenen Thomas breitete sich wie ein Lauffeuer auf dem Kontinent aus. Nur zwei Jahre später veranlasste sie den in Deudesfeld lebenden Ritter Ludwig und seine Frau Ida dazu, selbst nach Canterbury aufzubrechen. Dieser Entschluss setzte ein geschichtlich bemerkenswertes Geschehen in Gang. … weiterlesen »

Louise von Sturmfeder

Prinzenerzieherin und Nachfahrin der Wittlicher Familie Auwach

Die österreichisch-ungarische k.u.k.-Kultur wurde von keinem Herrscher eindringlicher repräsentiert als von Kaiser Franz Joseph I. (1830 – 1916), dessen Regierungszeit fast 68 Jahre umfasste. Die ersten fünf Lebensjahre dieses epochalen Monarchen wurden maßgeblich mitgeprägt von der Hofdame Louise von Sturmfeder. Sie war für seine Erziehung ebenso verantwortlich wie für die seiner jüngeren Geschwister; zu diesen gehörte Maximilian (1832 – 1867), der am Ende hingerichtete spätere Kaiser von Mexiko. … weiterlesen »

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Ein Kind der Eifel wird Intendant des SWR

Der Chefredakteur der ARD Tagesschau, Kai Gniffke, ist am 23. Mai 2019 als Nachfolger von Peter Boudgoust zum neuen Intendanten des SWR gewählt worden. Gniffke bekam im zweiten Wahlgang die notwendigen Mehrheiten im Gesamtgremium von Rundfunk- und Verwaltungsrat. Zur Wahl gestanden hatte auch Stefanie Schneider, die SWR Landessenderdirektorin Baden-Württemberg. Zuvor hatten die beiden Kandidaten Gelegenheit, sich in einer Sitzung dem Wahlgremium zu präsentieren. … weiterlesen »

Jakob Mangers

Norwegischer Bischof aus Stolzemburg

Noch zu Lebzeiten Luthers hatte der im schleswigschen Schloss Gottorf geborene Christian III. (1503–1559), König von Dänemark und Norwegen, in seinen Ländern die Reformation durchgesetzt. Norwegen war seither ein lutheranisches Land; die wenigen Katholiken hatten keinen eigenen Bischof. Mehr als 400 Jahre später erhielt Norwegen mit dem Westeifler Dr. Dr. Jakob Mangers erstmals wieder einen katholischen Bischof. … weiterlesen »

Oswald Mathias Ungers

Architekt aus Kaisersesch

Neben Ludwig Mies van der Rohe (1886 – 1967) war der am 12. Juli 1926 in Kaisersesch geborene Oswald Mathias Ungers der zweite eifelstämmige Architekt, der im 20. Jahrhundert zu internationalem Ruhm und Einfluss aufstieg. Während Mies van der Rohe als prägender Baumeister der Moderne gilt, ist das Lebenswerk Ungers schwerer einzuordnen. Öfters fällt das Stichwort Postmoderne, vor allem aber wird Ungers verbunden mit dem Anspruch auf zweckfreie architektonische Reinheit und der prinzipienstrengen Reduktion des Bauens auf das Wesentliche. Seine Konzentration auf geometrische Grundformen, insbesondere das Quadrat, faszinierte und irritierte gleichermaßen: „Kein anderer Architekt wird so innig verehrt und so feurig gehasst wie Oswald Mathias Ungers“, stellte der Architekturkritiker Hanno Rauterberg anlässlich dessen 80. Geburtstags fest. … weiterlesen »

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August Weckbecker

Bildhauer, Altarbauer und Maler aus Münstermaifeld

„Ein gottbegnadeter Künstler“: So charakterisierte der Kunsthistoriker Michael Hartig (1878 – 1960) den am 28. Mai 1888 in Münstermaifeld geborenen August Weckbecker. Eine Einschätzung, die von zeitgenössischen Kennern und Freunden katholischer Kunst geteilt wurde – bis hin zu Papst Pius XII. Die Anfänge dieses auch von Ludwig III., dem letzten König von Bayern, bewunderten Künstlers, lagen in einer Handwerkerfamilie aus dem Eifler Maifeld. Die zahlreichen Weckbecker-Familien dieses Gebietes haben ihren Ursprung in dem dortigen Dorf Naunheim, wo der Name bereits im 16. Jahrhundert nachweisbar ist. … weiterlesen »

Walter Büngeler

Pathologe aus Niedermendig

Noch vor 100 Jahren waren grundlegende Fragen der Krebserkrankungen weitestgehend unbekannt. Man rätselte etwa, ob die gefürchtete Krankheit erbliche Ursachen hatte oder ob bestimmte Stoffe für ihre Entstehung verantwortlich sein könnten und fragte sich, was Tumorzellen von anderen unterscheidet. Grundlagenprobleme der Tumorforschung zählten zum Kern des Lebenswerks von Walter Büngeler, der zu den großen deutschen Pathologen des 20. Jahrhunderts gerechnet wird. … weiterlesen »

Eduard Pütz

– Komponist und Lehrer aus Illerich

Eduard Pütz kam am 13. Februar 1911 in Illerich als Sohn eines Volksschullehrers zur Welt. In diesem Südeifeldorf zwischen Kaisersesch und Cochem verbrachte er seine frühen Kinderjahre, ehe die Familie – bedingt durch die Versetzung des Vaters – nach dem Ende des Weltkriegs nach Köln zog. Während seiner Schuljahre in Köln führte ihn sein Vater verstärkt an Musik heran und gab dem hoch talentierten Sohn Klavierunterricht. Von 1930 bis 1935 studierte Pütz: Schulmusik an der Kölner Hochschule für Musik, aber auch Mathematik an der dortigen Universität. Seine wichtigsten Kompositions-Lehrmeister wurden Professor Heinrich Lemacher (1891 – 966), Dr. Kaspar Roeseling (1894 –1960) und der hoch begabte junge Dozent Hermann Schröder (1904 – 1984), ein gebürtiger Bernkasteler. … weiterlesen »

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Carl de Nys

– Musikologe aus Eupen

Carl de Nys wurde am 26. März 1917 in Eupen als ältester Sohn eines musikbegeisterten Amtsgerichtsrats und als Nachfahre vieler Generationen von Juristen aus dem Aachener Raum geboren. In die belgische Eifel gelangte die Familie, als der Anwalt Peter Joseph de Nys um 1800 die Burg Raeren erwarb. In Raeren starb auch Karl de Nys (1833–1907), der über 40 Jahre lang Trier als Oberbürgermeister regierte; er war der Großvater des Musikwissenschaftlers. … weiterlesen »

Ulrich von Manderscheid

Kämpfer um die Herrschaft im Erzbistum Trier

Das an Kriegen und Konflikten reiche Kurfürstentum Trier erlebte zwischen 1430 und 1440 eine unruhige Zeit mit ungewisser politischer Lage. Grund dafür war aber nicht, wie sonst meistens, ein feindlicher Eingriff äußerer Mächte, sondern der Machtwille eines Mannes aus einem aufstrebenden Eifler Adelsgeschlecht. Nach dem Tod des Trierer Kurfürsten und Erzbischofs Otto von Ziegenhain im Februar 1430 wollte Ulrich von Manderscheid, getragen vom Mehrheitswillen der erzbischöflichen Ritterschaft, dessen Nachfolger werden. Gegen den Widerstand von Papst, Konzil und Kaiser versuchte er fast ein Jahrzehnt lang, dieses Ziel zu erreichen. … weiterlesen »

EAZ Eifel-Zeitung – Regionale Nachrichten aus Eifel und Mosel der Landkreise Vulkaneifel, Daun, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell, Ahrweiler-Adenau, aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Polizei und Sport.